2011

Dÿse schreiben sich mit Doppelpunkt über dem Ypsilon und sind auch in musikalischer Hinsicht so etwas wie eigensinnig. Der merkwürdig anmutende Namen kommt vom Dysecatmotell in Amsterdam, wo sich die Band, bestehend aus einem Schlagzeuger und einem singenden Gitarristen, 2003 kennen lernte. Was die beiden Herren – Andre und Jari – auf der Bühne zelebrieren, lässt sich als Noise Rock bezeichnen. Da wird geknüppelt, gedröhnt und geschrien. Genau deshalb gelten Dÿses Live-Auftritte als unbedingt sehenswert. Dÿse gehört zu den Bands mit dem Prädikat «muss man erlebt haben». Und deshalb spielen sie auch im Gaswerk!

Das zweite Duo des Abends kommt aus Bologna und ist nicht minder aktiv auf der Bühne. Ihr Grunge-Alternative-Noise-Sösschen kochen die Freunde aus dem Süden ganz schön heiss und servieren uns die Rotz'n'Roll Pasta zwischen al dente bis richtig gut durch. Alternative-Noise à la Sideroxylon.

 

Eines der geschmackssichersten US-Labels ist TEE PEE RECORDS. Man sorgt immer wieder mit ausgesuchten Perlen für strahlende Gesichter bei anspruchsvollen Rockern. Die TEE PEE-Bands spielen zeitlosen Rock verschiedenster Couleur, verbunden durch ein immenses Mass an Authentizität. Da liegt es nahe, einige der Acts einfach mal gemeinsam auf Tour zu schicken, zumal gleich diverse neue Alben mit im Gepäck zu finden sind.

Bühne frei für THE ATOMIC BITCHWAX, QUEST FOR FIRE, NAAM und MIRROR QUEEN.

THE ATOMIC BITCHWAX kennt man. Mag man. Mitte der Neunziger warfen sie einfach alles an coolem 70er-Gedröhn und Psychedelic Rock in einen Topf, packten ihre eigene Würze dazu und erschufen ein köstliches Gebräu. Das neue Werk hört auf den wieder mal extrem mundenden Titel "The Local Fuzz" und offeriert einen 40-minütigen(!) Hit mit 50 lockercoolen Riffs!

Ebenfalls ein neues Werk am Start haben MIRROR QUEEN. Sie entstanden aus den Überresten der New Yorker Kult-Helden Kreisor, die mehrere Touren mit den Veteranen UFO und Uli Jon Roth bestritten. Das hat bestens gepasst, sehen MIRROR QUEEN ihre Roots doch bei Helden wie Hawkwind, Deep Purple, Blue Öyster Cult und zeitgenössischeren Anspruchs-Rockern wie Motorpsycho und Swervedriver.

NAAM präsentieren ein atemberaubend episches postapokalyptisches Feedback-Rifforama, das einerseits absolut zeitgeistig klingt, sich aber genauso authentisch bei ganz frühen Hawkwind, Deep Purple, Dead Meadow und Sleep bedient.

QUEST FOR FIRE gingen 2007 aus der Asche der Garagisten The Deadly Snakes und der Hardcore-Crusties Cursed hervor und gehören zu den Königen der Psychedelic-/Classic Hardrock-/Drone-Schnittmenge. Vordergründig ruhiger und sphärischer lauert hier eine immense Intensität unter der Oberfläche.

 

Pentagram ist eine dieser Bands, denen nie der grosse Coup geglückt ist, die nie totzukriegen sind und dennoch einen Genre-Status im Underground geniessen. Seit 40 Jahren sind die Amis nun schon auf dem Pfad der Unsterblichkeit unterwegs und gelten gerade auch deshalb in der Szene als wahre Legenden. Ihren Metal-Sound würzen die alten Mannen mit klassischen Rock-Elementen. Das klingt zeitlos, druckvoll und erinnert stark an Black Sabbath. Das Gaswerk beehren Pentagram mit ihrem neuen Album „Last Rites“.

In Solitude
aus Schweden gehen das Ganze etwas rascher an. Double Bass und schnelle Riffs sind Programm. Chorale Gesangslinien klingen manchmal beinahe so wie Europe-Refrains. Fäuste hoch, es wird krachen!

Mit dem Mixtape, das für eine ganz spezielle Person in liebevoller Handarbeit gemacht ist, besser könnte wohl keine Geschichte über Musik beginnen. So begann auch die Geschichte von Pitchtuner: Die Wege der Japanierin Miki und des Deutschen Hannes kreuzten sich auf einer Party zum ersten Mal. Miki war hin und weg von Hannes Sound, so dass sie sofort zu seinem DJ-Pult stürmte und ein Tape von ihm haben wollte.
Heute sind Pitchtuner zu Dritt mit Gitarre, Bass und Schlagzeug als deutsch-japanischer Mix unterwegs. Als digital/analoges Mixtape zwischen Pop, Poesie und Party. Zwischen Fluffigkeit und defitgen Discobeats. Pitchtuner beweisen, dass elektronische Tanz-Musik nicht nur mit Maschinen machbar ist.

Ordnungsamt verteilen grosszügig Bewilligungen für laute Musik nach 22 Uhr. Denn sie sind das Post-Punk-Garage-Krautrock-Retro-Wave-Kommando. Die 2er-Patroullie, bestehend aus Wachtmeister Luc LeDuc und Kommissarin Bettie Beschuht, sorgt für schwingende Hüften im Publikum. Strafzettel gibts nur fürs Nichttanzen oder für Kommerz-Sound. Ordnungsamt – abnormal und spassig, packend und sexy!

Das Gaswerk! wird 15 und schenkt euch Leckerbissen zu Schleuderpreisen. Mardi Gras.BB gibts schon viel länger als das Gaswerk, feiert aber trotzdem mit Trompeten und Posaunen unser Jubiläum.
Eintritt: 15 CHF

Gaswerk Mitglieder: GRATIS >>> JETZT MITGLIED WERDEN!

 

In der klassischen elfköpfigen New-Orleans-Brass-Band-Besetzung (Bass-Drum, Snare, Sousaphon, zwei Trompeten, zwei Posaunen, drei Saxophone und Vocals) erlangt sie Mitte der 90er mit ihrem schweisstreibenden Funk à la Tower Of Power lokale Berühmtheit. Mittlerweile hat sich Mardi Gras.BB (wobei "BB" für "bold bold" steht) mit ihrem Mix aus Blues, Brass, Big Band, Soul, Rock, Folk und Punk international einen Namen gemacht. Die Mannheimer Combo präsentiert im Gaswerk ihr neustes Album «Von Humboldt Picnic – A Jouney with Mardi Gras.BB». Auf dieser Reise entführen sie das Publikum auf eine musikalische Reise durch diverse Kulturen, Stile und Zeiten. Von Indien über China nach Europa, Amerika und wieder zurück.
Fetter Sound, fette Fete, fetter Freitag im Gaswerk mit Mardi Gras.BB.

The Great Bertholinis stammen aus einem kleinen ungarischen Dorf. Die acht Musiker heissen mit Nachname alle Bertholini und sind die Nachfahren der berühmten ungarischen Bertholini-Zirkus-Dynastie. So schön die Biografie auch tönt - sie nur ein Fake. Dafür bringen das fränkische Orchester einen umso ehrlicheren Mix aus Indie-Rock, Zirkuswalzer und Balkan-Melodien mit Hang zur Melancholie.

Band it ermöglicht jungen Bands, sich unter professionellen Bedingungen einem grösseren Publikum und einer Jury zu präsentieren. Die Jury, bestehend aus elf MusikexpertInnen, bewertet die musikalische Qualität und die Bühnenpräsenz der Bands und bestimmt sieben Finalisten. Sie treten im Rahmen der Winterthurer Musikfestwochen Ende August gegeneinander an. Teilnehmen dürfen zwölf- bis zwanzigjährige Jugendliche aus dem Kanton Zürich.

Malevolent Creation (US): Die Death-Thrash-Pioniere aus Florida sind zurück in der Schweiz! Seit ihrem letzten Konzert im Transilvania in Erstfeld 2009 ist viel Zeit vergangen, in der sie auch ein neues Album herausgebracht haben. «Invidious Dominion», wie die lecker Scheibe heisst, steht ihren Vorgängern in Sachen Härte und Bretterfaktor in nichts nach. Am 8. April bekommt ihr also die Gelegenheit eure Ohren live damit zu berauschen. Wer neben Brett Hoffman und Phil Fasciana dieses mal das Line-Up bildet, sei mal dahingestellt, Hauptsache es chlöpft!

Mumakil sind regelrechte Grind-Krawallomaten. Die Genfer, die sich übrigens nach den Kampfelefanten aus Lord of The Rings benannt haben, zerstören das Bild der braven Schweiz. Mumakil ist nicht nur Name sondern auch Programm: Alles, was im Weg steht, wird zermalmt. Mumakil spielen ultrabrutalen Grindcore, simpel und direkt in die Fresse.

ShitCanDevil aus Winterthur besteht aus fünf Herren, die nur ein im Kopf haben: Krach machen. So zelebrieren sie hartkernigen Todesmetal.

Instrumentaler Post-Rock war einst das Markenzeichen von Honey For Petzi. Doch mit dem neuen Album "General Thoughts and Tasts" ist diese Ära vorbei. Da wird nämlich gesungen und es mischen sich auch einige Pop-Elemente ein. Sprich: Honey For Petzi erfinden sich wieder einmal neu. Aber keine Angst, musikalisch hat das Trio deswegen nicht nachgelassen. Noch immer präsentieren sich die Lausanner als Spezialisten für traumhaft schräge und sphärische Klänge. Und Honey For Petzi bleiben auch ihrer Präzision, Dynamik und Virtuosität treu.

Mit traumwandlerischer Leichtigkeit und gleichzeitig knorziger Schwerstarbeit wird das Publikum von Duara auf verwunschenen Pfaden aber direktestem Weg hinters Licht geführt. Nur, um zu erkennen, dass der Schein auf der anderen Seite noch viel greller und überwältigender ist. Duara ist ROCK. Kantig, sperrig, handgemacht und kompromisslos.

 

Honey Ryder? Genau, das sexy Bondgrils, das in "Dr. No" im weissen Bikini aus dem Meer steigt und James den Kopf verdreht. Und genau die gibt den Schweizer Stonerrocker von Honeyryder ihren Namen. Auch wenn die vier Herren von Honeyryder villeicht nicht ganz die Bikinifigur eines Bondgirls haben, sind sie musikalisch mindestens genauso scharf. Honeyryder sind lauten und krachenden und werden das Publikum ganz bestimmt gehörig heiss machen. 

Black Rainbows vereinen 70s-Rock von Black Sabbath und harten Stoner wie wir ihn von Kyuss oder Queen Of The Stone Age kennen. Die drei Ragazzos aus Italien lassen ihre Instrumente dröhnen und den lockeren Rock-Rhythmen freien Lauf. Frontmann Gabriele Fiori singt mit seiner von Whiskey getünchte Stimme: "I wanna play Rock 'n' Roll!" Dem ist eigentlich nix mehr hinzuzufügen.

Um das Publikum im Sturm zu erobern, brauchen Zippo kein Benzin, nur ne Bühne, ein Mik und ein bisschen Strom. Das haben sie in den letzten Jahren unzählige Male bewiesen, sind die Italiener doch schon durch ganz Europa getingelt. Nun beehren Zippo endlich auch mal das Gaswerk. Und Zippo haben noch ein Goodie dabei: ihr neustes Album "Maktub". Dieses erscheint im März 2011 und ist im Gaswerk sozusagen frisch ab Presse zu behören und zu bestaunen.

 

Fies, wie ein sich schleichend ausbreitender Virus. So klingen die Sons of Otis. Ihr Sound ist in der Stoner Rock/Psychodelic Doom Ecke einzuordnen. Kaum haben die Kanadier losgelegt, fühlt man sich gequält, gepeinigt und leidend. Die Band spielt sich seit bald 20 Jahren den Popo wund, hat dabei elf Schlagzeuger und ein paar Drum Computer durchgelassen und scheint – abseits des grossen Erfolgs – konsequent auf dem Pfad des Undergrounds zu waten.

 

 

Laut Wörterbuch bezeichnet Samsara den Kreislauf von Werden und Vergehen in den indischen Religionen. Eine Wiedergeburt der anderen Art walzen die Samsara Blues Experience von der Bühne. Sicher kein Kindergeburtstag, sondern eine deftig heftige Schwadrone Stoner Metal Rock und zwar direkt da hin, wo’s weh tut. Nebst den Ohropax bitte auch den Eierschutz montieren!

 

Die Jungs aus Heidelberg haben wohl statt der Hitparade Black Sabbath gehört und zum Einschlafen die Hits vom Heavy-Metal-Sampler. Auf alle Fälle hören sich Hellamor nach mächtig Bums an. Im Dreier-Pack des heutigen Abends bestimmt die liebste Band. Das besagt ja schon der Name. Hört sich lieb an, klingt aber bös.

Das Gaswerk wird 15 und schenkt euch Leckerbissen zu Schleuderpreisen. Am 11. März mit Favez. Immer wieder gern gesehene Gäste in den letzten und in den nächsten 15 Jahren.

Mit «En Garde» hauen uns Favez aus Lausanne bereits ihr siebtes Album um die Ohren und die Würmer – wie eh und je – gleich dazu. Die Band um Frontmann Chris Wicky braucht in Winterthur kaum mehr vorgestellt zu werden, waren die sympathischen Waadtländer doch schon drei Mal im Gaswerk zu Gast und immer wieder gern gesehen. Ihr unverkennbarer Sound aus Rock, eingängigen Melodien und immer wieder mal gehörig Luft zum Durchatmen, weicht auch auf dem neuen Album nicht vom gewohnten Favez-Klang ab. Was gut ist, bleibt gut und das ist gut so.

Ähnliche Musik im Prog-Rock-Stil machen The GLIM Project. Die Gitarren sind schwer, ohne dabei schwermütig zu klingen. Die Stimme ist etwas höher und könnte vielleicht noch etwas Whiskey vertragen. Doch vielleicht schafft dieser Kontrast zwischen dumpfem Gitarren-Geballer und dem Gesang die spezielle Mischung. Bei der kontinuierlich wachsenden Fangemeinde stösst das zumindest auf Begeisterung.

 

Eintritt: 15 CHF
Mitglieder GRATIS >>> JETZT MITGLIED WERDEN!

Buxtehude erlangte dank Räuber Hotzenplotz Weltruhm. Nun könnte der kleinen Stadt ganz im Norden Deutschlands diese Ehre ein zweites Mal zu Teil werden, stammen doch die aufstrebenden, jungen Herren von please.me aus dem idyllischen Städtchen. Damit nicht genug Weltberühmtheiten für please.me. Ganz frech hat sich die Band ihren Namen vom ersten Beatles-Album abgeschrieben. Tönen tun die drei Nordlichter wie wenn die Beatles und Mando Diao 2011 eine Band-Battle liefern würden.

Unendliche Weiten der Pop-Musik. Wir schreiben das Jahr 2011 und dies sind die Abenteuer von der Band The DorKs, die mit ihrer drei Mann starken Besatzung Jahre unterwegs ist, um neue musikalische Welten zu erkunden, neue Rhythmen und neue Melodien. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringen The DorKs in Galaxien vor, die noch nie ein Mensch zuvor gehört hat – nämlich in die Indie-Punk-Pop-Polka-Museums-Weltraum-Rock-Galaxie. Am 9. März beamen sich The DorKs auf die Bühne im Gaswerk und zeigen, welchen eingängigen Poptunes, süssen Melodien oder ungebremsten Rockriffs sie auf ihren Expeditionen begegnet sind.

Totenmond, die schon seit 1990 unter diesem Namen unterwegs sind, haben in Deutschland längst Legendenstatus erreicht. Mit ihrem Gemisch aus Crustcore und Death Metal sowie ihren geistreichen aber nicht immer leicht zu verstehenden Lyrics sind sie ein echtes Unikat der deutschsprachigen Metalmusik. Und mal ehrlich, welche Band hat schon Lyrics wie: " Frohdumm faul fett links rechts tot doch blickdicht blindfickend sturmerprobt"? .....eben.

 

 

Zu empfehlen sind die Jungs von Valborg jedem, der seine Hellhammer-Platten noch nicht im Keller verstaut hat. Denn spätestens nach dem ersten Valborg-Konzert wird er sich wieder in die glorreichen Metal 80er zurück wünschen. Wie dem auch sei, was mancher Metalexperte vielleicht als Progressiv-Death-Metal-Doom-Rock bezeichen würde, ist schlicht und einfach geile Mucke!

 

 

Fritten Revolution hin oder her, noch lieber als an eine Studenten-Nackt-Demo in Brüssel gehen wir ans Quaedt Konzert im Gaswerk! Denn was die Belgier dort bieten werden, ist roher, ungeschliffener Black Metal erster Güteklasse.

 

The Go Set aus Australien mixen traditionelle Folk Instrumente mit verzerrten Punk-Gitarren und ihrer Liebe zum Rock’n’Roll. Ihre Musik ist etwa das, was entsteht wenn sich The Pogues und The Clash zu einem Mitternachts-Jam im Pub treffen und der Alkohol in rauen Mengen fliesst. Passt also perfekt ins Gaswerk.

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