2009

Man nehme Kurt Söldi (Trompete), Andreas Schmid (Drums), Alain von Ritter (Piano/Synth.), Jean-Pierre Dix (Bass) und  DJ Little Maze, stelle sie auf eine Bühne, drehe das Volumen auf und lasse die Zutaten experimentieren. Dann ergeben Trompetenklänge, rhythmisches Schlagzeug, funkiger Bass und quirlige Synthies zusammen mit den Scratches den unverkennbaren Motek-Sound. Bei Motek verschmelzen Elemente aus Jazz, Funk, Hip Hop und Drum’n’Bass zu einem Sound, der sowohl Jazzfreunde als auch Partygänger abheben lässt. Die einzige richtige Beschreibung ihrer Musik liefert die Band gleich selbst: Drum’n’Bass’n’Jass’n’More!

Das zweite Soloalbum von Katharina Nuttall „Cherry Flavour Substitute“ wurde 2008 veröffentlicht. „Cherry Flavour Substitute“ enthält zehn äußerst persönliche Songs und eine ausdruckstarke Version des New Order-Klassikers "Blue Monday". Katharina vereint auf dem Album geradlinige und aufrichtige Lyrics mit wunderschönen Melodien. Alles verziert mit einer großen Portion roher Rockelemente. Auffallend in ihren Melodien ist zudem ihre ausdrucksstarke Stimme. Das Album verspricht dunkle, epische und suggestive Musik. Katharina Nuttall vereint gekonnt geradlinige und aufrichtige Lyrics mit wunderschönen Melodien. Vor einigen Jahren war sie in der Band von Ane Brun bereits zu Gast im Gaswerk. Wer Musik in diesem Sinne mag, der sollte dieses Konzert auf keinen Fall verpassen!

 

Sabina Leone hat bereits als Schlagzeugerin der All-Girls-Band Wemean oder mit ihrer Schwester als Sorelle Leone viel Bühnenerfahrung sammeln können. Im Herbst 2007 erschien ihr Solodebut „mancare“, was „fehlen“ auf Italienisch bedeutet. Sanft berührend thematisiert sie in ihren Liedern Gefühle, die entstehen, wenn Liebe, Respekt und Worte fehlen. Samtene, tiefgehende Musik welche den Zuhörer mitten im Herz trifft!

Schwere Melodien und wummerndes Klangwerk sind Markenzeichen der amerikanischen Gruppe Ostinato. Das Trio ergründet die Tiefen und Weiten der Musik, versucht Grenzen zu erweitern und überschreiten und mixt gekonnt Neuland mit Altbewährtem Ihre Songs sind Tagträume und Kurzgeschichten. Bilderfluten des Lebens eingebettet in düstere, dichte  Tonwelten, machen die Konzerte von Ostinato zu einem sphärischen Erlebnis.

 

Verloren in skurrilen Klangwelten, unterwegs in einem wirren, betörenden David Lynch Universum, das sind We insist!  Die Herren aus Frankreich haben Einflüsse von Tool und At the drive In dankbar auf genommen, durch den Fleischwolf gedreht und zu einem eigenständigen Soundgeflecht verwoben. Das Ergebnis ist ein Album und Songs, die intensiv und eindringlich den Hörer auf verzerrte Höhenflüge und kreischende Höllenfahrten mitnehmen.

 

Wer denkt, richtig gute Rock-Mucke bedürfe ganz sicher mindestens einer Gitarre, der wird hier eines besseren belehrt: Mit der frech minimalen Kombination von Bass und Trommelwerk überzeugt das Duo aus Esslingen bei Stuttgart auf ganzer Linie. Die beiden Protagonisten sind derart eingespielt, als hätten sie den Groove gefressen. Behoover ist eine Walze, wenn sie ins Rollen kommt, reisst sie alles mit und lässt sämtliche Herzen tiefer schlagen. Avantgarde-Doom-Rock, der voll rein haut!

 

Das mittlerweile zum Trio angewachsene und in Wien ansässige Projekt Bulbul treibt bereits seit über 10 Jahren sein Unwesen. Humor und Experimentierfreude sind zentrale Elemente im Bulbul’schen Klanguniversum, in welchem ein mächtiger Bassgroove die Songs auch dann zusammenhält, wenn gängige Songkonstruktionen und Hörerwartungen gekonnt umschifft werden. Bulbul haben keinerlei Berührungsängste mit jeglichem Material, mit dem sich Geräusch machen lässt und nutzen dies für ihre Klangexperimente genüsslich. Da gibt es beispielsweise diese bereits im Jahre 1998 ins Leben gerufene, bis dato 3 Veröffentlichungen umfassende Serie von Umweltgeräuschen, die aufgenommen und durch den Bulbul’schen Fleischwolf gedreht werden, um dann in schmucker Aufmachung und limitiert auf jeweils 555 Exemplare eine kleine audiophile Käuferschaft ansprechen wollen. Dies nur ein Beispiel aus einer verwirrlichen und kunterbunten Diskographie, von mittlerweilen 10 Tonträgern auf verschiedenen kleinen Labels.

 

The Antikaroshi sind drei experimentierfreudige Jungs aus Potsdam und Berlin. Ihren ersten Gig spielten sie vor erst eineinhalb Jahren und in diesen Tagen erscheint ihr Debütalbum. Bei Antikaroshi wird nicht gemixt, sondern organisch zerfurcht, gepflügt, erforscht und beatmet. Schubladen wie Jazz, Electronica, Noise oder Postrock sind ihnen zu klein. Ihre Wurzeln im Punk und Hardcore der DC-Schule haben sie nicht vergessen. Komplexe Melodiebögen treffen auf teils vertrackte, teils rollende Rhythmen, Beats und Breaks. Jedes Instrument spielt seine ganz eigene Rolle in einem sehr warmen und dennoch experimentellen Film, der seine Schlüsselszenen immer wieder neu setzt.


DER SCHWEIZER Der Schweizer zählt zur Bauernschaft, denn all sein Land ist ländlich. Auch ist sein Kehlkopf fehlerhaft, das macht ihn unverständlich.   Der Schweizer kröächzt alswie ein Aar, doch ist nicht bunt noch federn: Grotesk verkürzt sein Hosenpaar aus grauen Schweineledern.   Kultur blieb ihm ein fremder Stern. Sein Geist heißt: Schweizer Franken. So wimmelt’s heute rund um Bern Vor schrecklich Geisteskranken.

 

Aus: Thomas Gsella: Ins Alphorn gehustet. Neue Gedichte, 2005 Reclam

 

 

So über den Schweizer darf man eigentlich nicht, ausser man heisst Thomas Gsella und ist Mitglied der Titanic Boygroup und ehemaliger Chefredaktor von „Titanic – das endgültige Satiremagazin“.

Thomas Gsella präsentiert am 7. März 2009 „Das Beste aus 50 Jahren“: Ein halbes Jahrhundert satirische Prosa und komisches Gedicht: Seit 50 Jahren steht Thomas Gsella, geb. 1958, für völlige Qualität und höchsten Quatsch. Das Best-of-Programm des Titanic-Chefredakteurs versammelt die schönsten Texte und besten Gedichte: seinen ersten Reim aus dem elften Monat, lebenskluge Fabeln, väterliche Bekenntnisse, bizarre Völkerverständigungsgedichte, zwiespältige Berufs- und Kinderhymnen sowie die lustigsten Bildgedichte aus der TITANIC.

Es ist so weit: Winterthur hat ein neues Radio. Radio Stadtfilter geht auf Sendung. Punkt Mitternacht. Anlass genug, um sich selbst, die HörerInnen und gute Musik ausgiebig zu feiern.

Der Anlauf:
Vier Bands geben im Gaswerk zackige Konzerte. In den beliebten Musikrichtungen Country Trash, Post Rock, Elektro und Psychobilly.

Das Korkenknallen:
Um 24 Uhr wird die grosse Leinwand eingeschaltet. Man sieht Bilder von technischen Geräten und aufgeregten Menschen. Ja, das ist ein Radiostudio. Und ein Mensch legt Musik auf! Das erste Lied auf Radio Stadtfilter!

Der Freudentaumel: Im Gaswerk wird getanzt, im Radiostudio gearbeitet: Stadfilter-DJs schmeissen die grosse Party. Bis in die Puppen.

 

Die vier Herren aus Holland haben sich voll und ganz der Beat-Musik verschrieben. In bester Beatles-Manier präsentiert uns das Quartett feinsten Vintage-Gitarren-Rock. Mehrstimmige Vocals und überzeugende Arrangements bieten Stoff für eine ausgiebige Tanzparty. Mit einem brandneuen Album am Start bringen uns The Mark & The Spies die Sixties zurück in die Zukunft. Spielfreude, die ansteckt!

Mit Jim Diamond, der auch schon mit den White Stripes zusammen arbeitete, gings Ende 2007 ins Studio. Das Debut der vier Berner erntete dann auch super Kritiken und wurde sogar für den „Swiss Top Artist Award 2008“ von Radio DRS 3 nominiert. Choo Choo legen uns heitere Power-Pop-Nummern hin, die sich allesamt hitverdächtig in den Gehörgängen festsetzen. Feelgood-Songs am Laufmeter!

Electronic Valentine

Festival für elektronische Musik im Gaswerk, Salzhaus & Reaktor

Am diesjährigen Valentinstag veranstalten die führenden Partyköpfe Winterthurs ein Festival der besonderen Art: Mit Blumen aus Strom und Herzen voller Bass zelebrieren Salzhaus, Gaswerk und Reaktor gemeinsam die Facetten der Liebe zur elektronischen Musik.

Ganz nach dem Motto „Die Schöne und das Biest“ wartet das Gaswerk mit der ersten Ausgabe von e.works, der frisch gebackenen Plattform für elektronische Musik, mit Wicked Wilma (ZH) & dem Electro-Urgestein Londons, EDMX (DMX KREW), auf. Umgarnt wird der Abend von den Lokalmatadoren Radro, Daniel Marrone (Subdance) & F.O.X.Y. (e.works).

Im Salzhaus an der Smells Like Disko Action würgt der finnische Berliner Obi Blanche (New Judas) anrüchig dreckige Elektro-Rock Bretter aus seinen Maschinen. Songorientierter Partystrom drumrum gibtz von den DJs Vangelini (Mocca Music), Aunt-One (Editanstalt) und Strobokopp (78s), visuelle Stimulation darüber von den Trash-Converters.
Auf dem Rosenberg im Reaktor darf derweil und auch danach zu eher progressiveren Sounds gehupft wie gesprungen werden. Mit V-tunes (domo rec.), Khainz (Kumquat) und vielen mehr ist Staraufgebot aus In- und Ausland garantiert.

Line-Up Salzhaus:
Live: Obi Blanche (New Judas/Berlin)
DJs: Vangelini (Mocca Music), Aunt-One (Editanstalt), Strobokopp (78s)

Line-Up Reaktor:
Live: V-Tunes (Domo Rec.), Khainz (Sprout /Autist / Kumquat), Electrocell (Room31)
DJs: Jasper (ZH), Kara_Maehl & La Baaz (Echoes / Plusquam Rec), Shybe (Blue Tunes Rec), Der Pflanzer (Bufta)

Tickets:
Einzel Eintritt: 15.-
Festivalpass*: 28.-
*Der Festivalpass ist im Salzhaus, Gaswerk & Reaktor an der Abendkasse erhältlich

Shuttle-Bus: Ab 01.00 Uhr von und zu den Clubs

 

Nach zwei Alben haben sich UNHOLD mit "Gold Cut" erneut daran gemacht die Schönheit und das Biest in ein einen einzigen urtümlichen Hybrid zusammen zu schmelzen. Furchterregend, einschüchternd, vertrauenserweckend und unwiderstehlich zugleich. "Gold Cut" ist das Resultat von vier Jahren Arbeit. Mengen von Material wurde auf neun Songs heruntergekocht, welche sich auf eine Dauer von fünfzig Minuten erstrecken.

 

 

Ein Tribut wurde gefordert um an "Loess" anzuknüpfen und die Band einen Schritt weiterzubringen. UNHOLD – nun in ihrem besten Alter – und eine Handvoll guter Schwimmer nahmen einen Tauchgang in die Tiefen des Projekts vor, alle Protagonisten haben das ihrige beigetragen und sind einigermassen unversehrt wieder aufgetaucht. Manchmal ist es angezeigt sich von Begehrtem und Geliebtem zu lösen, um neue Weiten zu erschliessen. Man begeht Veränderung besser mit Andacht und Verstand, halte in Ehre was du hinter dir zurück lässt. Lass im Stillen gedeihen und ernte wenn die Zeit reif ist. The gold cut. Für Kenner und Liebhaber von Melvins, Neurosis, Mastodon, Isis, High on Fire, ...

 

VERWALTZEN entstand im September 07 aus zersprengten Mitgliedern zweier Wunterthirer Bands. was zuerst als reines Studioprojekt geplant war, erwies ziemlich schnell zu mehr berufen. Nach mehreren kleinen EP's und Auftritten versucht sich diese Band, stets ein wenig abseits der gängigen Wege, nun durch dreimeterdicke Betonmauern zu rocken und dabei den Fall und Aufprall, sich von hohen Gebäuden stürzender Elefanten zu beschreiben. Mit oder ohne Netz. Hautsache gesund.


 

Die charismatische Frontfrau der Dresden Dolls gibt mit ihrer neuen Platte „Who Killed Amanda Palmer?“ ihr Solodebüt. Amanda Palmer hat sich mit „Who Killed Amanda Palmer?" einen lange gehegten Traum erfüllt und zeigt sich auf Songs wie „Astronaut", „Blake Says", „Point Of It All" oder der heimlich dazu geschmuggelten Coverversion „What The Use Of Wond" aus dem Broadway-Musical „Carousel" von ihrer ganz anderen musikalischen Seite.

Auf der im September 2008 veröffentlichten Platte finden sich Songs zwischen Gut und Bitterböse, Mord und Totschlag, Introvertiertheit und Zerbrechlichkeit ebenso wie auch mit einem kleinen Quäntchen tiefschwarzen Humors.

Wer Amanda Palmer letzten Herbst verpasst hat, bekommt im Gaswerk nochmals die einmalige Chance, einen Abend mit der quirligen Sängerin zu geniessen!

Norwegen soll ja ziemlich langweilig sein, zumindest wenn man den Aussagen von Pirate Love glauben schenken kann. Und die müssen es ja wissen, stammen sie doch aus Oslo, nach wie vor eine der zehn teuersten Städte dieser Erde. Nun war Langeweile schon immer ein guter Nährboden für interessante Bands und wie vor ihnen schon zB. Turbonegro oder Gluecifer, versuchen nun also auch Pirate Love, der Langeweile zumindest temporär zu entfliehen und gehen zum ersten Mal auf grosse Europatour. Bewaffnet mit Fuzz-Gitarren, Schepperschlagzeug und fiepsenden Keyboards, stolpert die wilde Truppe durch Blues, Punk, Stonerrock, Psychedelic und Rock 'n' Roll, die Nähe zu Skandinavischem Riff-Rock nie ganz verleugnend aber doch eine Spur trashiger und wilder. Begriffe wie Black-Punk fallen, und tatsächlich klingen sie hin und wieder wie abgefuckte Stooges oder Murder City Devils, zwischendurch wie abgefahrenere Cramps und lassen dabei die Hives wie die Monkees aussehen. Wilde Bühnenshow inklusive. Kein Wunder veröffentlichten Pirate Love ihr Album kürzlich auf Voodoo Rhythm Records, dem Label des hiesigen Hohepriesters des Underground Trashs, Beat-Man.

Independents haben krankheitshalber die Europatour gestrichen!!!

FCW-Kurvenparty
von Bierkurve, Fanatics und Ultras

mit Torwandschiessen, Büchsenwerfen, Tombola, FCW-Poetry-Slam, DJ's, Fussball und Freunde

Nach einer bescheidenen Findungsphase zu Beginn der Bandgeschichte, erwischte die italienische Combo spätestens mit dem zweiten Demo 2005 den richtigen Zug. Seither ist das Quartett nicht mehr zu stoppen. Mit zwei Frauen an der Front grenzt sich die Stoner-Formation schon rein Optisch von der grauen Masse ab. Mit Stefania Savi am Mikrofon sind die Italiener aber auch musikalisch exotisch unterwegs. Stake-Off The Witch  überzeugt mit einem eigenen Sound, der Stoner-Fans die Herzen höher schlagen lässt. Sucht man nach  Inspirationsquellen, gehören sicher Alt-Meister wie Kyuss, Fu Manchu oder Slo Burn zu den wichtigen Namen. Im Frühling waren unsere südlichen Nachbarn mit neuer Platte und niemandem geringeren als den Truckfighters unterwegs. Jetzt endlich kommen sie zu uns!

Ihre Musik beschreiben die drei Musiker selbst als „Psychedelic Deathrock“ – eine Mischung von Einflüssen aus Space-Rock, schwerem Doom, Punk und Stoner Rock. Mit diesem Sound begeisterten Phased bereits an namhaften Szene-Anlässen wie den SWAMP ROOM Festivals in München (05) und Hannover (06) und dem STONED FROM THE UNDERGROUND (07), wo sie mit Grössen wie On Trial, The Heads und Nebula zusammen auftraten. Mittlerweile kann die Band aus Basel auf eine feste Fangemeinde zählen, vor allem auch im Ausland.

Pünktlich zu den eisigen Temperaturen präsentiert das Gaswerk einen deutsch-russischen Heissmacher: Apparatschik, das ist ein sibirischer Steppensturm, der durchs Gaswerk wirbelt. Apparatschik, das sind die vier Freunde Oljeg, Yuri, Viktor und Fedia, die mit ihren Interpretationen russischer Musik schnell die Herzen ihres Publikums erobern. Apparatschik, das ist ein Mix aus Rock, Folk, Punk, Ska und russischer Volkxmusik gespielt auf Balalaika, Bass-Balalaika, Akkordeon und Schlagzeug. Begleitet ist dieses verrückte Spiel durch den einzigartigen Gesang von Oljég Matrosovs. Apparatschik, das ist eine echte russische Party. Die Konzertbesucher werden heiser vom Mitsingen und vom Tanzen mit warmen Füssen nach Hause gehen.

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