2009

Erobique  ist ein Garant für wilde Discopartys, auf denen nicht nur getanzt sondern gerne auch gelacht und geschwelgt werden darf. Wenn er glücklich beseelt hinter seinen Kisten tanzt, dann ist das für ihn wie beten in einer bunten Kirche voll mit ausrastenden jungen Menschen. Und gebetet wird nicht erst seit gestern; und schon gar nicht alleine. Nebst dem bekanntesten Projekt International Pony – mit Comsic DJ und DJ Koze – musizierte der Tasten-Tausendsassa schon mit Rocko Schamoni, Schorsch Kamerun, Jacques Palminger oder Egoexpress. Sowohl das Zürcher Schauspielhaus wie auch das Jazzfestival Montreux lieben ihn und DJs wie die New Yorker Legende Roger Sanchez seine Platten.
Während Erobique im Foyer die Mädchen zum Tanzen bringt, darf sich derweil der ausgehfreudige Nerd in der Kino Nische den Kopf darüber zerbrechen wie Psilodump (SWE), Paza (SWE), Eat Rabbit (F) und die Band Woo Box (Winterthur), ihren Ataris, Gameboys und selbstgebastelten Chip-Instrumentarien in Feinarbeit 8-Bit Hymnen entlocken.
Aufwärmen und ausdehnen kann man zu den Platten von DJs Lefthand, Ludvig Klein, Tuba und Wanga.

Electronic works and wokrs and works...

Die Konzertreihe Sonic Stomp geht in die dritte Runde! Headliner sind die belgische Punk-Legende "The Kids". Seit 1977 mit Unterbrüchen aktiv, gelten sie als Belgiens erste Punkband überhaupt. Songs wie "Belgium, bloody Belgium" oder "Do you love the Nazis?" sind kleine Hits für die Ewigkeit und beeinflussten so manche Punkband der Jetztzeit. Und auch 30 Jahre später, beweisen the Kids, dass sie mit ihrem originalgetreuen Punk mit Beat und Garage-Rock Einflüssen, noch immer in der ersten Liga mitmischen können.

Mit von der Partie sind des Weiteren, die spanische Powerpopformation "Suzy and Los Quattros", die mit Frauenstimme wie eine Mischung aus Blondy und Ramones, klingen. Dazu die Italiener mit dem bescheuerten Bandnamen "Super Sexy Boy 1986", die einen fetzigen Garage-Punk'n'Roll aufs Parkett legen, sowie aus der Schweiz, "Monofones" mit grossartigem 60's Beat-Trash.

Als Nebenprojekt entstanden, entwickelten sich die GingerGirls schnell zur musikalischen Hauptbeschäftigung der drei Bandmitglieder. In nächtelangen Jamsessions entwickelten sie den Sound bei dem sie sich zu Hause fühlten. Treibend, schleppend, stampfend mit viel Gefühl für jeden einzelnen Song aber alles mit der nötigen Spontanität und Ironie.

Two Killers Theory bewegen sich in einer Welt zwischen Grunge, Crossover und Stonerrock. Sie selbst bezeichnen ihren Stil als Crack-Rock. Die drei Musiker aus Zürich begeistern mit krachender Gitarre, energiegelandenem Bass, treibendem Schlagzeug und dem kraftvollen Gesang von Sänger Dan Ammeter. Two Killers Theory werden das Gaswerk rocken, als gäbe es kein morgen.  

 

1999 tauchten die Spades erstmals in Eindhoven (Holland) auf und wurden innert wenigen Monaten zum Terror jedes Rockclubs in Holland. Geschichten über Drogen, Alkohol und Schlägereien begleiteten fortan die Band um den exzentrischen Frontman Denvis. Das furiose erste Album erschien in Europa auf dem Label "People like you" und in Amerika auf "Go Kart Records". Es folgten zahlreiche Touren mit Höhepunkten wie dem Lowlands Festival oder dem SXSW Festival in Austin. Die Platte "The Seattle Sessions" nahmen die Spades zusammen mit Jack Endino (Nirvana) am Mischpult und mit Mark Arm von Mudhoney im Backgroundchor auf. Nach fünf Jahren Vollgas und einigen personellen Wechseln brach die Band auseinander.

2005 erweckte Denvis die Band mit neuen Musikern wieder zum Leben. Ihr neustes Album nahmen die Spades zusammen mit Jim Diamond (White Stripes, Dirtbombs) in seinem "Ghetto Records" Studio in Detroit auf. Diese Aufnahmesession definiert den neuen Sound der Band: mehr Detroit Soul, weniger New York Punk. Auch wenn Titel wie “Everybody is on Drugs”, “Mean Mother Fucker” oder “Teenage Nudy Beach” nach Punkrock in bewährter Spades-Manier klingen, so lassen sich in einzelnen Songs jetzt Bläsersektionen, Hammondorgel und sogar Backgroundsängerinnen erkennen. Zum ersten Mal seit Jahren haben die Spades ein konstantes Lineup und klingen tighter denn je. Greasy, over the top garage rock`n soul servieren die Spades heutzutage. Aber seid gewarnt, denn die Schlagringe liegen noch immer irgendwo im Tourgepäck herum...

 

Die Teenage Kings servieren Rip-Off-Garagen-Trash mit schmutzigen Motorsägen-Riffs und einer extra Portion Verzweiflung, Lust und Bierschweiss. Ihre Songs haben zwei Strophen, zwei Refrains, ein Gitarrensolo und dauern nie länger als zwei Minuten. Deshalb durften die Teenage Kings auch schon mit so tollen Bands wie den Zodiac Killers, Dirtbombs, Columbian Neckties oder den Monsters auf der Bühne stehen.

Die Teenage Kings wurden 1999 unter einer Zürcher Bartheke Gegründet. Dem Gründungsmythos zufolge wollten drei Männer namens Milieu Heinz, Enfant Terrible und Oli nicht mehr alleine Bier trinken, was ein Jahr später zur ersten Single «Don’t fool me» auf Zurich Chainsaw Massacre Records führte. Trotz - oder gerade: wegen - der miserablen Produktion überboten sich die Fanzines mit Lobhudeleien. So schrieb
u.a. Joachim Hiller, Herausgeber des Ox Fanzines: «Hat irgendjemand behauptet, aus der Schweiz kämen aktuell keine guten Punkbands? Bullshit! Die Teenagekings sind der lebende Gegenbeweis... » 2003 übernahm Thaiboy den Bass. Seither wurde beinahe jedes unbelüftete Konzertlokal in Zürich von den Teenage Kings und ihrem dreckigen Wüstenkrieg-Set beglückt. Auf die Touren durch Deutschland (2002) und Italien (2004) folgte im April 2005 eine 10-tägige Tour nach Deutschland, Frankreich und Österreich mit den grossartigen
69Charger aus Holland.

Im Dezember 2005 haben die Teenage Kings gemeinsam mit Hukedicht aus Winterthur die Split-CD/LP «Fist Fight Story» veröffentlicht– ein musikalischer Schlagabtausch, der den Regeln einer klassischen Hinterhofkeilerei gehorcht. Auf der Platte befindet sich auch eine Coverversion von «We Are The World», der die gesamte Zürcher  und Winterthurer Punkrock-Elite zum grössten schreienden Männerchor der Schweiz vereinte. Es folgten gemeinsame Konzerte in der ganzen Schweiz und eine 10-tägige Tour nach Holland und Deutschland. Im Oktober 2006 bringen die Teenage Kings ihr erstes Album raus. «Desperate As Fuck» wurde in zwei Tagen im Proberaum auf Band geprügelt, enthält dreizehn Low-Fi-Kracher und dauert kurze 20 Minuten.

Nachdem die erste Psychobilly-Night mit Demented Are Go, ein Grosserfolg war, kommt nun die zweite Runde. Wiederum ist es dem Gaswerk gelungen, eine Legende dieses Genres zu verpflichten: Frenzy! In den Achtzigern, als Psychobilly entstand, gehörten Frenzy zur absoluten Spitze dieser Szene, und ihr Song "I see red" schaffte es 1986 sogar in die britischen Charts. Ihre ersten beiden Alben, "Hall of Mirrors" und "Clockwork Toy", sind längst Klassiker. Nach längeren Durststrecken vor allem in den Neunzigern, als Umbesetzungen und Experimente mit anderen Stilrichtungen die Band an den Rand der Auflösung brachten, sind sie jetzt in alter Frische zurück. Bandleader Steve Whitehouse gilt nach wie vor als bester Kontrabassist der Szene und weiss immer noch, wie man einen guten Song schreibt oder eine grossartige Show spielt. Frenzy spielen Psychobilly mit Einflüssen aus Punk, Pop und New Wave.

Als Co-Headliner treten an diesem Abend "Mars Attacks" auf. Eher dem klassischen Rockabilly zugetan gehört das Quartett aus dem Vorarlberg und der Schweiz zu den absolut besten Bands dieser Szene. Wilder, räudiger Rock 'n' Roll im Stile von Billy Lee Riley, Warren Smith oder Charlie Feathers. Selten hört man eine Band, die so locker originalen Fifties-Sound hinkriegt, ohne dabei wie eine Revival-Kapelle zu wirken.

Abgerundet wird der Abend von "Brigitte Handley and the Dark Shadows" aus Australien sowie den "Whiskey Daredevils" aus den USA. Erstere sind eine "all-girl-band", die Rockabilly-beinflussten New Wave spielen; fast so als wären sie der legendären Londoner Bat Cave-Szene entsprungen. Die Whiskey Daredevils wiederum spielen Country-infiszierten Punk, Cowpunk sozusagen.

Sie braucht sich nicht, wie amerikanische Gansta-Rapper, eine Waffe in den Hosenbund
zu stecken, um zu beeindrucken. Ihre Waffe ist die direkte, kompromisslose Sprache. Als Queen
des Schweizer Rap wird die 32-jährige Zürcherin gehandelt. Eine Wortakrobatin, die ihr
Publikum in eine Welt voller fantastischer Bilder entführt. Big Zis erzählt poetische Geschichten
in denen Gemälde die Menschen betrachten, vom Copiloten des Astronauten, von ihrem
geliebten Bieber und vom tropfenden Wasserhahn – in Schweizerdeutsch.
Auf ihrem dritten Album «Und jetzt… was hät das mit mir z tue?» reimt sie mal zu Elektro,
mal zu saftigen Beats. Für jeden Song des Albums wird ein Video veröffentlicht, sieben Videos sind
bereits online, weitere werden folgen.

Irgendwo zwischen verträumtem Kinderlied, experimentellen Akustik Arrangements und feinem, deepen House bewegt sich das sympathische Trio DOP aus Paris. Clement Zemtsov (Beat-Programmierung), Damien Vandesande (Keyboard u. Instrumente) und Sänger Jonathan Illel (Lyrik und Vocals) haben in den letzten zwei Jahren mit diversen Veröffentlichungen auf den Labels Circus Company und Milnor Modern ordentlich frischen Wind auf die Tanzflächen gebracht und für Noze, Dave Aju oder Catz´n´Dogz am Remix-Rad gedreht. Live vereinen DOP wilde Sampling-Eskapaden mit warmem Soul, tiefen, druckvollen Bassläufen und treibenden Beats. Ein französisches Rezept, das auch den Japanern zu munden scheint, wo DOP einige Auftritte spielen, bevor sie im Gaswerk zu Gast sein werden.

Eingeleitet und abgerundet wird der Abend von den DJs Eli Verveine (ZH), Aulay Fou (LU) und Roco Pop (e.works). Fürs Auge gibt’s Licht und Filminstallationen vom Winterthurer Filmkünstler John Canciani (Kurz&Knapp).

Klare Strukturen, Kopfnicker-Beats und Thrash-Gitarren mit Rückkopplungsgarantie. Das ist The Sea aus England. Die beiden Brüder tourten bisher hauptsächlich durch Grossbritannien. 2009 scheint ihr Jahr zu sein. In New York wurden sie von der Internetplattform CMJ als eine der Top Ten Newcomer des Jahres ausgezeichnet. Klingen tut das Ganze so, als jammten verkatere Babyshambles mit betrunkenen Arctic Monkeys. Nur etwas tighter und rotziger!


Um Einiges dreckiger ist die Musik von Huck Finn. Da vermischen sich Disco, Pop und Rock zu einem coolen Mix, der die Arschbacken locker mitschwingen lässt. Belohnt wurden die Schweizer dafür von Radio DRS3 und waren 2008 in den "Swiss Top" Acts vertreten. Doch auch ihre Musik schafft es Melancholie zu erzeugen, ohne dabei die Popobewegungen negativ zu beeinflussen.

 

Was haben Japan und Schweden gemeinsam? Die Ticking Bombs und Last Target beantworten diese Frage laut, schnell und melodiös. Mit Punkrock, wie man ihn besser nicht spielen könnte. Zwei international bekannte Bands haben beschlossen, ihr neues Material auf einer gemeinsamen Tour zu präsentieren. Last Target mit der über alles rockenden Frontfrau Ryoko und die Ticking Bombs, Schwedens hoffnungsvollster Punknachwuchs, erobern im April 2009 die Clubs. Dieses exklusiv-exotische Paket wird auch den letzten Punkrocker aus dem Winterschlaf reissen, denn wenn Last Target und die Ticking Bombs live loslegen, ist Stillsitzen unmöglich.

Spancer haben sich in den frühen Wochen des Jahres 1999 gegründet, um Doom-Metal zu zelebrieren und verehrungswürdigen Bands wie Black Sabbath, Saint Vitus, Sleep und EyeHateGod Tribut zu zollen. Dabei entfachten sie eine Heaviness wie scheinbar niemand zuvor in Deutschland und wurden so zu den Vorreitern des slugdigen Extreme-Doom im Lande!
Traditionelle Doom-Elemente treffen auf hypnotische Heavy-Blues-Riffs, wilde Feedback-, Effekt- und Solo-Orgien: ein schwerst rockender Cocktail aus den Tiefen der Hölle!

Hier kommt Domm-Metal von vier jungen Frauen aus der Schweiz. Hier kommen Alex (Gesang), Nadine (Bass, Geige, Gesang), Jessie (Gitarre, Gesang) und Sarah (Drums) mit einem Sound, der böse und wütend klingt. Hier kommt ShEver.
Kreischend im ersten Gang, stürmisch, schwarz und tiefgelegt bis unter Boden.

 

Die Nacht erwacht! Tanzhungrige Hexer und Hexerinnen dürfen sich freuen. Für einmal entrinnt das Gaswerk in tiefe Sphären psychedelischer Klangwelten. Namhafte DJs und Live-Acts aus dem In- und Ausland sorgen für den richtigen Puls im Äther des monumentalen Saals. Erstmal ans Zwielicht gewöhnt, eröffnen sich visuelle Abenteuer der besonderen Art. Echolot 2009 – Ein Spektakel für Aug und Ohr! Von den Machern des Schnirkel Openair-Festivals.

Die Supersuckers um Frontmann Eddie Spaghetti sind nicht nur als explosive und live sehr unterhaltsame Punkrockband bekannt. 1997 veröffentlichen sie unter dem Namen „Must’ve been high“ ein Country-Album feinster güte. Seither fahren sie musikalisch zweigleisig und spielen immer wieder Songs von besagtem Album. Die Supersuckers gehören musikalisch in die Liga von Social Distortion. Dass sie in ihrer Freizeit dem klassischen Rock’n’Roll der 50’s fröhnen, ist kaum zu überhören.

 

Dreckiger, wilder Rock’n’Roll. Das ist Nashville Pussy. Musik für Schnauzträger und Bierbäuche, für Lederstiefelmiezen und Möchtegern-Rockstar-Groupies. Die US-Band hat schon alle möglichen Touren mitgespielt. Unter anderem mit Slaer, Slipknot oder Lynyrd Skynyrd. Für Fans von Rockgören auf der Bühne lohnt sich der Weg ins Gaswerk nur schon wegen den beiden Ladies am Bass und an der Gitarre.

Die Rock’n’Roll Metaller BIBLE OF THE DEVIL rotzen einem förmlich ins Gesicht, wenn sie auf der neuen Scheibe "Freedom Metal" loslegen. Dabei hat die aus Chicago stammende Truppe einen Sound zu bieten, den man in dieser Form beispielsweise noch von den beiden ersten ACCEPT Alben kannte. Grob in Richtung MOTÖRHEAD tendierend, haben die vier Jungs zudem erhebliche Einflüssen der frühen JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN oder THIN LIZZY zu bieten. Diese Mixtur beschreibt am ehesten den typisch fetten, durchweg röhrenden Klang dieser barttragenden NWOChicagoHM-Truppe. Bier holen, losrocken!!!

 

Als "Old School Riffing" bezeichnen Solenoid aus Belgien ihren Sound, der irgendwo zwischen Motörhead und Black Sabbath anzusiedeln ist. Nachdem sie sich in den Benelux-Staaten mit ihrem neuen, selbstbetitelten Album den Arsch abgespielt haben, beackern Solenoid nun als Support von Bible Of The Devil auch noch den Rest Europas.

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