Fr 22.05.09
Konzert
The Spades
Teenage Kings
The Fags
1999 tauchten die Spades erstmals in Eindhoven (Holland) auf und wurden innert wenigen Monaten zum Terror jedes Rockclubs in Holland. Geschichten über Drogen, Alkohol und Schlägereien begleiteten fortan die Band um den exzentrischen Frontman Denvis. Das furiose erste Album erschien in Europa auf dem Label "People like you" und in Amerika auf "Go Kart Records". Es folgten zahlreiche Touren mit Höhepunkten wie dem Lowlands Festival oder dem SXSW Festival in Austin. Die Platte "The Seattle Sessions" nahmen die Spades zusammen mit Jack Endino (Nirvana) am Mischpult und mit Mark Arm von Mudhoney im Backgroundchor auf. Nach fünf Jahren Vollgas und einigen personellen Wechseln brach die Band auseinander.
2005 erweckte Denvis die Band mit neuen Musikern wieder zum Leben. Ihr neustes Album nahmen die Spades zusammen mit Jim Diamond (White Stripes, Dirtbombs) in seinem "Ghetto Records" Studio in Detroit auf. Diese Aufnahmesession definiert den neuen Sound der Band: mehr Detroit Soul, weniger New York Punk. Auch wenn Titel wie “Everybody is on Drugs”, “Mean Mother Fucker” oder “Teenage Nudy Beach” nach Punkrock in bewährter Spades-Manier klingen, so lassen sich in einzelnen Songs jetzt Bläsersektionen, Hammondorgel und sogar Backgroundsängerinnen erkennen. Zum ersten Mal seit Jahren haben die Spades ein konstantes Lineup und klingen tighter denn je. Greasy, over the top garage rock`n soul servieren die Spades heutzutage. Aber seid gewarnt, denn die Schlagringe liegen noch immer irgendwo im Tourgepäck herum...
Die Teenage Kings servieren Rip-Off-Garagen-Trash mit schmutzigen Motorsägen-Riffs und einer extra Portion Verzweiflung, Lust und Bierschweiss. Ihre Songs haben zwei Strophen, zwei Refrains, ein Gitarrensolo und dauern nie länger als zwei Minuten. Deshalb durften die Teenage Kings auch schon mit so tollen Bands wie den Zodiac Killers, Dirtbombs, Columbian Neckties oder den Monsters auf der Bühne stehen.
Die Teenage Kings wurden 1999 unter einer Zürcher Bartheke Gegründet. Dem Gründungsmythos zufolge wollten drei Männer namens Milieu Heinz, Enfant Terrible und Oli nicht mehr alleine Bier trinken, was ein Jahr später zur ersten Single «Don’t fool me» auf Zurich Chainsaw Massacre Records führte. Trotz - oder gerade: wegen - der miserablen Produktion überboten sich die Fanzines mit Lobhudeleien. So schrieb
u.a. Joachim Hiller, Herausgeber des Ox Fanzines: «Hat irgendjemand behauptet, aus der Schweiz kämen aktuell keine guten Punkbands? Bullshit! Die Teenagekings sind der lebende Gegenbeweis... » 2003 übernahm Thaiboy den Bass. Seither wurde beinahe jedes unbelüftete Konzertlokal in Zürich von den Teenage Kings und ihrem dreckigen Wüstenkrieg-Set beglückt. Auf die Touren durch Deutschland (2002) und Italien (2004) folgte im April 2005 eine 10-tägige Tour nach Deutschland, Frankreich und Österreich mit den grossartigen
69Charger aus Holland.
Im Dezember 2005 haben die Teenage Kings gemeinsam mit Hukedicht aus Winterthur die Split-CD/LP «Fist Fight Story» veröffentlicht– ein musikalischer Schlagabtausch, der den Regeln einer klassischen Hinterhofkeilerei gehorcht. Auf der Platte befindet sich auch eine Coverversion von «We Are The World», der die gesamte Zürcher und Winterthurer Punkrock-Elite zum grössten schreienden Männerchor der Schweiz vereinte. Es folgten gemeinsame Konzerte in der ganzen Schweiz und eine 10-tägige Tour nach Holland und Deutschland. Im Oktober 2006 bringen die Teenage Kings ihr erstes Album raus. «Desperate As Fuck» wurde in zwei Tagen im Proberaum auf Band geprügelt, enthält dreizehn Low-Fi-Kracher und dauert kurze 20 Minuten.
Sa 16.05.09
Psychobilly Night
Frenzy
Mars Attacks
Brigitte Handley and the Dark Shadows
Whiskey Daredevils
Nachdem die erste Psychobilly-Night mit Demented Are Go, ein Grosserfolg war, kommt nun die zweite Runde. Wiederum ist es dem Gaswerk gelungen, eine Legende dieses Genres zu verpflichten: Frenzy! In den Achtzigern, als Psychobilly entstand, gehörten Frenzy zur absoluten Spitze dieser Szene, und ihr Song "I see red" schaffte es 1986 sogar in die britischen Charts. Ihre ersten beiden Alben, "Hall of Mirrors" und "Clockwork Toy", sind längst Klassiker. Nach längeren Durststrecken vor allem in den Neunzigern, als Umbesetzungen und Experimente mit anderen Stilrichtungen die Band an den Rand der Auflösung brachten, sind sie jetzt in alter Frische zurück. Bandleader Steve Whitehouse gilt nach wie vor als bester Kontrabassist der Szene und weiss immer noch, wie man einen guten Song schreibt oder eine grossartige Show spielt. Frenzy spielen Psychobilly mit Einflüssen aus Punk, Pop und New Wave.
Als Co-Headliner treten an diesem Abend "Mars Attacks" auf. Eher dem klassischen Rockabilly zugetan gehört das Quartett aus dem Vorarlberg und der Schweiz zu den absolut besten Bands dieser Szene. Wilder, räudiger Rock 'n' Roll im Stile von Billy Lee Riley, Warren Smith oder Charlie Feathers. Selten hört man eine Band, die so locker originalen Fifties-Sound hinkriegt, ohne dabei wie eine Revival-Kapelle zu wirken.
Abgerundet wird der Abend von "Brigitte Handley and the Dark Shadows" aus Australien sowie den "Whiskey Daredevils" aus den USA. Erstere sind eine "all-girl-band", die Rockabilly-beinflussten New Wave spielen; fast so als wären sie der legendären Londoner Bat Cave-Szene entsprungen. Die Whiskey Daredevils wiederum spielen Country-infiszierten Punk, Cowpunk sozusagen.
Do 30.04.09
Konzert & Party
Rocco Pop
Sie braucht sich nicht, wie amerikanische Gansta-Rapper, eine Waffe in den Hosenbund
zu stecken, um zu beeindrucken. Ihre Waffe ist die direkte, kompromisslose Sprache. Als Queen
des Schweizer Rap wird die 32-jährige Zürcherin gehandelt. Eine Wortakrobatin, die ihr
Publikum in eine Welt voller fantastischer Bilder entführt. Big Zis erzählt poetische Geschichten
in denen Gemälde die Menschen betrachten, vom Copiloten des Astronauten, von ihrem
geliebten Bieber und vom tropfenden Wasserhahn – in Schweizerdeutsch.
Auf ihrem dritten Album «Und jetzt… was hät das mit mir z tue?» reimt sie mal zu Elektro,
mal zu saftigen Beats. Für jeden Song des Albums wird ein Video veröffentlicht, sieben Videos sind
bereits online, weitere werden folgen.
Sa 25.04.09
e.works
DOP - Live
Eli Verveine
Aulay Fou
Rocco Pop
Irgendwo zwischen verträumtem Kinderlied, experimentellen Akustik Arrangements und feinem, deepen House bewegt sich das sympathische Trio DOP aus Paris. Clement Zemtsov (Beat-Programmierung), Damien Vandesande (Keyboard u. Instrumente) und Sänger Jonathan Illel (Lyrik und Vocals) haben in den letzten zwei Jahren mit diversen Veröffentlichungen auf den Labels Circus Company und Milnor Modern ordentlich frischen Wind auf die Tanzflächen gebracht und für Noze, Dave Aju oder Catz´n´Dogz am Remix-Rad gedreht. Live vereinen DOP wilde Sampling-Eskapaden mit warmem Soul, tiefen, druckvollen Bassläufen und treibenden Beats. Ein französisches Rezept, das auch den Japanern zu munden scheint, wo DOP einige Auftritte spielen, bevor sie im Gaswerk zu Gast sein werden.
Eingeleitet und abgerundet wird der Abend von den DJs Eli Verveine (ZH), Aulay Fou (LU) und Roco Pop (e.works). Fürs Auge gibt’s Licht und Filminstallationen vom Winterthurer Filmkünstler John Canciani (Kurz&Knapp).
Fr 17.04.09
Konzert
The Sea
Huck Finn
Eden James
Um Einiges dreckiger ist die Musik von Huck Finn. Da vermischen sich Disco, Pop und Rock zu einem coolen Mix, der die Arschbacken locker mitschwingen lässt. Belohnt wurden die Schweizer dafür von Radio DRS3 und waren 2008 in den "Swiss Top" Acts vertreten. Doch auch ihre Musik schafft es Melancholie zu erzeugen, ohne dabei die Popobewegungen negativ zu beeinflussen.
Mi 15.04.09
Punknroll Night
Ticking Bombs
Last Target
Was haben Japan und Schweden gemeinsam? Die Ticking Bombs und Last Target beantworten diese Frage laut, schnell und melodiös. Mit Punkrock, wie man ihn besser nicht spielen könnte. Zwei international bekannte Bands haben beschlossen, ihr neues Material auf einer gemeinsamen Tour zu präsentieren. Last Target mit der über alles rockenden Frontfrau Ryoko und die Ticking Bombs, Schwedens hoffnungsvollster Punknachwuchs, erobern im April 2009 die Clubs. Dieses exklusiv-exotische Paket wird auch den letzten Punkrocker aus dem Winterschlaf reissen, denn wenn Last Target und die Ticking Bombs live loslegen, ist Stillsitzen unmöglich.
Mi 01.04.09
Konzert
Spancer
ShEver
Spancer haben sich in den frühen Wochen des Jahres 1999 gegründet, um Doom-Metal zu zelebrieren und verehrungswürdigen Bands wie Black Sabbath, Saint Vitus, Sleep und EyeHateGod Tribut zu zollen. Dabei entfachten sie eine Heaviness wie scheinbar niemand zuvor in Deutschland und wurden so zu den Vorreitern des slugdigen Extreme-Doom im Lande!
Traditionelle Doom-Elemente treffen auf hypnotische Heavy-Blues-Riffs, wilde Feedback-, Effekt- und Solo-Orgien: ein schwerst rockender Cocktail aus den Tiefen der Hölle!
Hier kommt Domm-Metal von vier jungen Frauen aus der Schweiz. Hier kommen Alex (Gesang), Nadine (Bass, Geige, Gesang), Jessie (Gitarre, Gesang) und Sarah (Drums) mit einem Sound, der böse und wütend klingt. Hier kommt ShEver.
Kreischend im ersten Gang, stürmisch, schwarz und tiefgelegt bis unter Boden.
Sa 28.03.09
Echolot
Gaudium
Feuerhake
Eject
DJs Makau & Filaferro
DJ Claudio Solaris
DJ Mashahiri
DJ Feuerhake
DJ Solala
DJ Andreas
Die Nacht erwacht! Tanzhungrige Hexer und Hexerinnen dürfen sich freuen. Für einmal entrinnt das Gaswerk in tiefe Sphären psychedelischer Klangwelten. Namhafte DJs und Live-Acts aus dem In- und Ausland sorgen für den richtigen Puls im Äther des monumentalen Saals. Erstmal ans Zwielicht gewöhnt, eröffnen sich visuelle Abenteuer der besonderen Art. Echolot 2009 – Ein Spektakel für Aug und Ohr! Von den Machern des Schnirkel Openair-Festivals.
Fr 27.03.09
Konzert
Supersuckers
Nashville Pussy
Die Supersuckers um Frontmann Eddie Spaghetti sind nicht nur als explosive und live sehr unterhaltsame Punkrockband bekannt. 1997 veröffentlichen sie unter dem Namen „Must’ve been high“ ein Country-Album feinster güte. Seither fahren sie musikalisch zweigleisig und spielen immer wieder Songs von besagtem Album. Die Supersuckers gehören musikalisch in die Liga von Social Distortion. Dass sie in ihrer Freizeit dem klassischen Rock’n’Roll der 50’s fröhnen, ist kaum zu überhören.
Dreckiger, wilder Rock’n’Roll. Das ist Nashville Pussy. Musik für Schnauzträger und Bierbäuche, für Lederstiefelmiezen und Möchtegern-Rockstar-Groupies. Die US-Band hat schon alle möglichen Touren mitgespielt. Unter anderem mit Slaer, Slipknot oder Lynyrd Skynyrd. Für Fans von Rockgören auf der Bühne lohnt sich der Weg ins Gaswerk nur schon wegen den beiden Ladies am Bass und an der Gitarre.
Sa 21.03.09
Konzert
Bible Of The Devil
Solenoid
Die Rock’n’Roll Metaller BIBLE OF THE DEVIL rotzen einem förmlich ins Gesicht, wenn sie auf der neuen Scheibe "Freedom Metal" loslegen. Dabei hat die aus Chicago stammende Truppe einen Sound zu bieten, den man in dieser Form beispielsweise noch von den beiden ersten ACCEPT Alben kannte. Grob in Richtung MOTÖRHEAD tendierend, haben die vier Jungs zudem erhebliche Einflüssen der frühen JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN oder THIN LIZZY zu bieten. Diese Mixtur beschreibt am ehesten den typisch fetten, durchweg röhrenden Klang dieser barttragenden NWOChicagoHM-Truppe. Bier holen, losrocken!!!
Als "Old School Riffing" bezeichnen Solenoid aus Belgien ihren Sound, der irgendwo zwischen Motörhead und Black Sabbath anzusiedeln ist. Nachdem sie sich in den Benelux-Staaten mit ihrem neuen, selbstbetitelten Album den Arsch abgespielt haben, beackern Solenoid nun als Support von Bible Of The Devil auch noch den Rest Europas.
Fr 20.03.09
Konzert & Party
Motek
DJs Hager & Molekül
Man nehme Kurt Söldi (Trompete), Andreas Schmid (Drums), Alain von Ritter (Piano/Synth.), Jean-Pierre Dix (Bass) und DJ Little Maze, stelle sie auf eine Bühne, drehe das Volumen auf und lasse die Zutaten experimentieren. Dann ergeben Trompetenklänge, rhythmisches Schlagzeug, funkiger Bass und quirlige Synthies zusammen mit den Scratches den unverkennbaren Motek-Sound. Bei Motek verschmelzen Elemente aus Jazz, Funk, Hip Hop und Drum’n’Bass zu einem Sound, der sowohl Jazzfreunde als auch Partygänger abheben lässt. Die einzige richtige Beschreibung ihrer Musik liefert die Band gleich selbst: Drum’n’Bass’n’Jass’n’More!
Mi 18.03.09
Konzert
Katharina Nuttall
Sabina Leone
Das zweite Soloalbum von Katharina Nuttall „Cherry Flavour Substitute“ wurde 2008 veröffentlicht. „Cherry Flavour Substitute“ enthält zehn äußerst persönliche Songs und eine ausdruckstarke Version des New Order-Klassikers "Blue Monday". Katharina vereint auf dem Album geradlinige und aufrichtige Lyrics mit wunderschönen Melodien. Alles verziert mit einer großen Portion roher Rockelemente. Auffallend in ihren Melodien ist zudem ihre ausdrucksstarke Stimme. Das Album verspricht dunkle, epische und suggestive Musik. Katharina Nuttall vereint gekonnt geradlinige und aufrichtige Lyrics mit wunderschönen Melodien. Vor einigen Jahren war sie in der Band von Ane Brun bereits zu Gast im Gaswerk. Wer Musik in diesem Sinne mag, der sollte dieses Konzert auf keinen Fall verpassen!
Sabina Leone hat bereits als Schlagzeugerin der All-Girls-Band Wemean oder mit ihrer Schwester als Sorelle Leone viel Bühnenerfahrung sammeln können. Im Herbst 2007 erschien ihr Solodebut „mancare“, was „fehlen“ auf Italienisch bedeutet. Sanft berührend thematisiert sie in ihren Liedern Gefühle, die entstehen, wenn Liebe, Respekt und Worte fehlen. Samtene, tiefgehende Musik welche den Zuhörer mitten im Herz trifft!
Fr 13.03.09
Blisstrain 2009 Tour
Ostinato
We insist!
Beehoover
Bulbul
The Antikaroshi
Schwere Melodien und wummerndes Klangwerk sind Markenzeichen der amerikanischen Gruppe Ostinato. Das Trio ergründet die Tiefen und Weiten der Musik, versucht Grenzen zu erweitern und überschreiten und mixt gekonnt Neuland mit Altbewährtem Ihre Songs sind Tagträume und Kurzgeschichten. Bilderfluten des Lebens eingebettet in düstere, dichte Tonwelten, machen die Konzerte von Ostinato zu einem sphärischen Erlebnis.
Verloren in skurrilen Klangwelten, unterwegs in einem wirren, betörenden David Lynch Universum, das sind We insist! Die Herren aus Frankreich haben Einflüsse von Tool und At the drive In dankbar auf genommen, durch den Fleischwolf gedreht und zu einem eigenständigen Soundgeflecht verwoben. Das Ergebnis ist ein Album und Songs, die intensiv und eindringlich den Hörer auf verzerrte Höhenflüge und kreischende Höllenfahrten mitnehmen.
Wer denkt, richtig gute Rock-Mucke bedürfe ganz sicher mindestens einer Gitarre, der wird hier eines besseren belehrt: Mit der frech minimalen Kombination von Bass und Trommelwerk überzeugt das Duo aus Esslingen bei Stuttgart auf ganzer Linie. Die beiden Protagonisten sind derart eingespielt, als hätten sie den Groove gefressen. Behoover ist eine Walze, wenn sie ins Rollen kommt, reisst sie alles mit und lässt sämtliche Herzen tiefer schlagen. Avantgarde-Doom-Rock, der voll rein haut!
Das mittlerweile zum Trio angewachsene und in Wien ansässige Projekt Bulbul treibt bereits seit über 10 Jahren sein Unwesen. Humor und Experimentierfreude sind zentrale Elemente im Bulbul’schen Klanguniversum, in welchem ein mächtiger Bassgroove die Songs auch dann zusammenhält, wenn gängige Songkonstruktionen und Hörerwartungen gekonnt umschifft werden. Bulbul haben keinerlei Berührungsängste mit jeglichem Material, mit dem sich Geräusch machen lässt und nutzen dies für ihre Klangexperimente genüsslich. Da gibt es beispielsweise diese bereits im Jahre 1998 ins Leben gerufene, bis dato 3 Veröffentlichungen umfassende Serie von Umweltgeräuschen, die aufgenommen und durch den Bulbul’schen Fleischwolf gedreht werden, um dann in schmucker Aufmachung und limitiert auf jeweils 555 Exemplare eine kleine audiophile Käuferschaft ansprechen wollen. Dies nur ein Beispiel aus einer verwirrlichen und kunterbunten Diskographie, von mittlerweilen 10 Tonträgern auf verschiedenen kleinen Labels.
The Antikaroshi sind drei experimentierfreudige Jungs aus Potsdam und Berlin. Ihren ersten Gig spielten sie vor erst eineinhalb Jahren und in diesen Tagen erscheint ihr Debütalbum. Bei Antikaroshi wird nicht gemixt, sondern organisch zerfurcht, gepflügt, erforscht und beatmet. Schubladen wie Jazz, Electronica, Noise oder Postrock sind ihnen zu klein. Ihre Wurzeln im Punk und Hardcore der DC-Schule haben sie nicht vergessen. Komplexe Melodiebögen treffen auf teils vertrackte, teils rollende Rhythmen, Beats und Breaks. Jedes Instrument spielt seine ganz eigene Rolle in einem sehr warmen und dennoch experimentellen Film, der seine Schlüsselszenen immer wieder neu setzt.