2009

Im April 2006 flohen 13’000 Dajos und fanden Unterschlupf im Osten des Tschad. Sie alle sind Überlebende des Krieges in Darfur. Sie haben ein Lager gebaut und eingerichtet, haben sich eingeschlossen und eine Form des Überlebens erfunden. Der Autor seinerseits hat sich in dieses Gefängnis ohne Mauern begeben. In ruhigen, geduldigen Aufnahmen erzählt er von der endlos wirkenden Zeit des Wartens. Ein Leben in Zeitlupe, schwebend, in der Armut ausgesetzt. Flüchtlinge erzählen, Kinder machen Zeichnungen vom Krieg, Mädchen singen Kriegslieder: Ein Film vom Krieg ohne ein einziges Kriegsbild.

 

Dollhouse:

Michael Davis, Bassist der legendären MC5, schloss Dollhouse in sein Herz und pries die Band als aussergewöhliches Rockjuwel. Nachdem er die erste Dollhouse-7'' hörte, liess er die band in die USA fliegen und produzierte deren Debut-Album «The Rock 'n' Roll Circus». Seine alles sagende Meinung zur Neuentdeckung: «So hätten MC5 damals klingen können...!»

Auch Nicke Hellacopter nahm die Band unter seine Fittiche. Er produzierte das zweite Album «The Royal Rendezvous» und beschreibt die Band als «eine der besten Livebands dieser Tage».

Nun, mit ihrem dritten Longplayer im Gepäck, wollen Dollhouse ihren Fans beweisen, dass von den Herren Davis und Anderson nicht zu hoch gestapelt wurde.

Dollhouse spielen einen göttlichen Mix aus alter «Black Music» und Garage Rock, mit einer Überdosis Energie versehen. Man stelle sich einfach ein schweinegrippiges Blues-Rock-Soul-Fieber vor und man kann vielleicht verstehen, worum es der Band geht. «Cause this is nothing else than really dope Swedish Rock & Soul that will make every little bit of your body pulsate, vibrate and then finally explode.» Yeah!!!

Nach ausgedehnten Touren u.a. mit MC5, The Hellacopters, Radio Birdman, The Flaming Sideburns, The Bellrays, Electric Frankenstein, Hardcore Superstar, Baby Woodrose oder King Khan & his Shrines sind Dollhouse zurück mit ihrem neuen Album «Rock & Roll Revival!». Die darauf enthaltenen 9 schnuufraubenden High Energy-Knaller werden die Muikindustrie erbeben lassen. Oder zumindest das Gaswerk.

 

Bitch Queens:

Hinter den Bitch Queens steckt keine Frauenpower, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern vier Jungs, die sich «Schweinerock» auf die Fahne geschrieben haben und mit rotzigen Songtexten, einer Ladung Mascara und Pseudonymen der allseits bekannten L.A.-Szene locker Konkurrenz machen. Dabei besitzen die Herrschaften auch einige technische Fähigkeiten, die sie immer wieder geschickt in ihren absichtlich rudimentär gehaltenen Sound einflechten. Musikalische trifft Motorhead auf Backyard Babies, the Stooges auf The Datsuns.

Die Bitch Queens sind und bleiben eine Liveband, die nur darauf wartet, dem Publikum den Kopf weg zu blasen. In mittlerweile mehr als 100 Shows als Support für Dollhouse (SWE), Randy (SWE), The Turbo AC’s (USA), The Lombego Surfers (CH) oder The Trashmonkeys (GER) hat sich die Band unter Beweis gestellt. Seit 2009 sind Kid Krystal (Vox/Git.), Captain America (Drums), Diamond Dan (Git,) und Marc Steele (Bass) in neuer Besetzung unterwegs. Wer also meint, er kenne die Bitch Queens schon, kann sich auf was gefasst machen.

Ziemlich genau vor einem Jahr war das Duo Madison Violet bereits zu Gast im Gaswerk. Nun sind sie mit ihrem neuen Album «No Fool For Trying» zurück um einmal mehr zu beweisen, dass sie makellosen Alternative-Country zum Besten geben. Mit klaren und unmittelbaren Ausdrucksformen welche die Musik unverwechselbar macht, wurde das neue Album zu ihrem wohl persönlichsten Werk. Sie singen über Verlust und Vergänglichkeit, Tod und Trauer, Sehnsucht und Ennui, oft mit autobiographischen Bezügen. Der wunderbar ausbalancierte Harmoniegesang und die melodische Songs mit feinsinniger Leichtigkeit und sanfter Melancholie machen die Konzerte zu einem wahren Genuss.

In Winterthur und Zürich ist das Duo Rita Hey schon lange kein Geheimtip mehr. Spätestens seit der Veröffentlichung ihres Debütalbum «We Know You Well, Sweet Misery» wissen wir, dass sie es ernst meinen. Rita Hey spielen Country-Folk mit wunderbar melancholischem Gesang. Traurig aber trotzdem hoffnungsvoll ist sie die Musik mit Texten die von verflossenen Liebschaften handeln.

Der Amerikaner Dan Baird dürfte vielen vor allem als Frontmann der "Georgia Satellites" in bester Erinnerung sein, einer Band, die in den 80er-Jahren grossen Erfolg feiern konnte. Auch mit seiner vierköpfigen Band "Homemade Sin" spielt der alte Profi saftigen Südstaaten-Boogie-Rock mit Blues- und Country-Einflüssen, wobei live aber auch durchaus mit musikalischen Überraschungen zu rechnen ist. Insbesondere die Freunde der elektrischen Gitarre werden hier voll auf ihre Kosten kommen!

"We are The Quireboys... and this is Rock'n'Roll!" pflegt Sänger Spike am Anfang eines Konzerts zu verkünden – und er ist kein Mann leerer Worte! Die Engländer legen sich ins Zeug und zelebrieren ihren rauen Rock, dessen Spektrum vom Partyknaller bis zur gefühlvollen Ballade reicht. Das Sextett aus London konnte 1990 mit ihrem Debut einen Grosserfolg verbuchen und spielte eine Weile in der erste Liga des damaligen Rockbetriebs mit (Tour mit Guns’n’Roses, Aerosmith etc.). Zwischenzeitig wurde es etwas stiller um die Boys, doch seit einigen Jahren legen sie wieder solide Alben vor und beglücken mit ihren Shows ganz Europa. Die Quirbeoys in ihrer Fan-Hochburg Winterthur: Nicht verpassen!


Die vier Schweden rocken mit Punk'n'Roll vom Feinsten à la Voice of a Generation oder Bones schon seit bald neun Jahren die Bühnen. Auf ihrer Europatour machen die vier Jungs auch einen kleinen Abstecher zu uns ins Gaswerk. Ihre neue 10" mit 6 Songs haben die skandinavischen «Unfälle» natürlich mit in ihrem musikalischen Gepäck.

Zwei Frauen treffen sich auf einem Dach mitten in der grossen Metropole. Die eine alt, die andere jung. Beide sind bewaffnet. Beide sind zum Attentat entschlossen. Eine muss gehen. Ein Polizist wird vom Terror totaler Wunscherfüllung befreit. Ein gutgelaunter Zugvogelchor besingt die Freiheit und erklärt die Bedingungen für krisenfreies ökonomisches Verhalten.

In der aktuellen Produktion von PUBLICSOFA werden einige der brisantesten Fragen unserer Zeit in ein produktives Spannungsfeld gesetzt: Warum wird jemand zum Attentäter? Was geschieht, wenn plötzlich alle unsere Wünsche wahr werden? Was soll ich: Wissen oder glauben? Und was denken eigentlich Zugvögel über den Kapitalismus?

suzanne thommen / frieda
monika varga / mate
simon grossenbacher / doidoi
cäcilia schüeli / chor
thomas lilge / text
annett lang / inszenierung
mathias vetter / musik
ulrico lanz / raum
elisabeth schubiger / kostüm
manuel bosshard, mike hasler / licht, ton, technik
angela lassandro / assistenz
publicsofa, gabriela steiger / produktion

http://www.publicsofa.ch

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Das Gaswerk geht in die Konzertpause. Dies aber nicht, ohne vorher bei freiem Eintritt nochmals ordentlich den Grill einzuheizen und die Wurst mit allerlei musikalischen Leckerbissen zu garnieren. Zum Essen unter feiem Himmel im Kilian-Schmid-Gässchen spielen Nantathren und Ad Hoc feinen akkustik Folk und Pop. Anschliessend feiern wir im Foyer mit dem Hip-Hop-Punker Göldin in Begleitung von Bittuner und Kid Carpet aus Bristol den Saisonschluss bis die Balken krachen. Kid Carpet über sich selbst:

Hello. I’m Kid Carpet

I make kiddy disco punk music with Casio keyboards, things that other people have thrown away, plastic guitars and shouting.
I’ve started using a real guitar to write songs with, a Flying V, which I’ve tuned to a D chord so I don’t have to learn to play, I can use one finger.

I make everything at home and the attitude is totally punk, DIY and not concerned with the pop music business. I’m more in the business of trying to have a good time. I make sad songs, which I present with humour, and energy and I always rock the house as hard as possible.

Auf Druck der Plattenfirma heuerte das Trio unter dem verheißungsvollen Namen Karma To Burn  einen Sänger an, der nur wenig später wegen mäßigen kommerziellen Erfolgen wieder gefeuert wurde. Fortan tourten die Amerikaner nur noch als reine Instrumental-Kapelle. Nach knapp zehn Jahren wurden die Amps 2002 dann vorerst abgeschaltet. Der Band gelang 2007 die Reinkarnation. Anfang Jahr bescherten uns K2Burn bereits wieder einneues Album, druckvoller denn je. In alter Frische  bläst uns das eingespielte Team auch live wieder trockenen Wüstensand um die Ohren. Stonerrock der Extraklasse! 

Karma to Burn ist eine Stonerrock-Band aus Hicksville, West Virginia, USA, bestehend aus Gitarrist William Mecum, Bassist Rich Mullins und Drummer Nathan Limbaugh (später ersetzt durch Rob Oswald für "Wild Wonderful Purgatory" und darauffolgende Alben).

Was macht man, wenn man eine genaue Vorstellung der eigenen Platte vor Augen hat, diese aber von keinem Label realisiert werden kann? Genau – man gründet sein eigenes Record Label! So tat es auch der Frontmann von Love of Everything. Bobby Burg nahm bereits 1994 seine ersten Solotapes auf und hat seitdem auch nicht mehr die Finger aus dem Musik-Business gelassen. Darüber können Sie sich, verehrte Herrschaften, nur freuen - sonst wäre uns nämlich die sphärische Reise, auf die uns der Singer/Songwriter mit seinen Klängen zwischen Indie, Folk und Grunge schickt, verwehrt geblieben. Unter dem Motto „Eine Band ist keine Band“ lancierte Mister Multitask zahlreiche Musik-Projekte und ist auch heute noch in mehreren Bands aktiv.
 

Mit der Zürcher Indie-Rock-Band Farlow wird der melancholische Abend durch eingängige Melodien und klaren Stimmen perfekt ergänzt. Wer’s verpasst, ist selbst Schuld!

 

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