Fr 02.12.16
Volt Fest
The Nomads
Gloria Volt
Teenage Kings
Peacocks DJ-Team
Plattentaufen sind ja allgemein etwas sehr Aufregendes für lokale Musikszenen. Solche Abende versprechen eine Entladung von monatelanger Vorfreude in einem vertrauten und feucht-fröhlichen Ambiente. Wenn The Peacocks aber jeweils wieder eine Platte veröffentlichen, wächst dieses vorfreudige Kribbeln zu einer wahren Nervosität heran. Wenn sie dann noch mit Gloria Volt zusammenspannen kann man eigentlich nur noch von Hysterie sprechen. Als wären die Auftritte dieser beiden Institutionen nicht genug, haben sie sich noch einige namhafte internationale Szenegrössen hinzugerufen und in einem zweitägigen Festival verpackt: Das Volt Fest.
The Nomads sind die legendären Wegbereiter des Schwedenrocks. Zum ersten Mal nach 15 Jahren kehren sie in die Schweiz zurück und kommen exklusiv ins Gaswerk. Das Trio hat sich einen Namen damit gemacht, dass es Garage und Punk deutlich druckvoller und mit einer extremen Stilbreite interpretiert. Eine wahre Ehre, dass sie ans Volt Fest kommen!
Gloria Volt sind sowas wie der Götterfriedhof des Winterthurer Rockolymps. Eine Supergroup, entsprungen aus Teilen von Transmartha, Pornolé oder Hukedicht, aber das ist eigentlich längst Allgemeinbildung. Und falls jemand in den letzten Jahren und aufgrund der Kulturgelddebatte bereits am Bonmot «Hardrock City Winterthur» gezweifelt hat, hat definitiv Gloria Volt vergessen. Denn die Winterthurer versprechen breitbeinigen Hardrock in seiner ursprünglichsten Form: Ungeschliffen, roh und straight.
Was den Winterthurern Hukedicht war, sind den Zürchern die Teenage Kings. Die Punkrocktruppe aus der abendländischen Metropole spielt handgemachten Rip-Off-Garagen-Trash. Die Songs der Teenage Kings dauern nie länger als zwei Minuten und strotzen vor Energie und Lust, Pogo und Bierschweiss inklusive.
<a href='http://teenagekings.bandcamp.com/album/desperate-as-fuck-and-more'>Desperate as Fuck...and more by Teenage Kings</a>Sa 26.11.16
Konzert
Donots
Smile And Burn
Nach 22 Jahren, 10 Alben und fast 1000 Konzerten fehlte den Donots eigentlich nur noch etwas in ihrem Palmarès: Ein Konzert im Gaswerk Kulturzentrum in Winterthur. Die Alternative- und Punkrock-Überväter aus dem grossen Kanton machen dies nun endlich wahr auf ihrer «Ich habe die Donots schon live gesehen, da hatten sie noch nicht mal 1000 Konzerte gespielt»-Tour. Wer diese Worte eines Tages seinen Enkelkindern erzählen können will, weiss was zu tun ist. Wer einfach nur Bock auf tausendfach qualitätsgeprüften Gute-Laune-Punk und Pogo hat, ebenso. Denn sicher ist: Die Donots geben Show für Show alles und reissen mit.
Unterstützt werden die Donots an diesem von der Punk Rock-Band Smile and Burn aus Berlin. An die Grenzen gehen und darüber hinaus, und das mit einem Lächeln und erhobenen Mittelfinger – so Funktionieren Smile and Burn. Die überschüssige Energie geben sie mit ihren kraftvollen Songs gleich auch dem Publikum weiter. Diese Nacht wird so heiss, dass wir guten Gewissens auch in dieser Jahreszeit kein Glühwein und nur kühles Bier ausschenken können.
Sa 19.11.16
Konzert
The Skull
Ape Shifter
Heavy Doom aus den USA, hochpoliert zu vollem Glanz und seiner ganzen Fabelhaftigkeit. Aus der Asche von The Trouble stieg The Skull empor und holte sich Grössen von Witch Mountain und Pentagram an Bord. Dass nichts als hochklassiger Doom aus dieser Kombo entstehen konnte, erklärt sich von selbst. Nachdem das letzte Album «For Those Which Are Asleep» ein Ende auf das lange Warten auf ein weiteres Werk der Doom-Koryphäen darstellte, folgt nun die Erlösung durch ein heissersehntes Konzert. Perfekt für alle, die gerne frühzeitig aus dem Winterschlaf wachgerüttelt werden möchten.
Progressiver, lauter Instrumental-Rock, so kurz & bündig beschreiben Ape Shifter ihren Stil. Die Wahlallgäuer spielen bereits seit 2000 zusammen, seit 2010 mit neuem Namen und einer Extraportion energetischem Rock. Nach vielseitiger Aktivität hinter verschlossenen Türen und dem Strippenziehen im Rockzirkus hinter den Vorhängen, bedröhnen Ape Shifter nun endlich wieder die Bühnen dieser Welt. Im nächsten Frühjahr folgt dann das erste Studioalbum von Ape Shifter. Wer nicht so lange warten mag, kommt im Gaswerk vorbei. Hier präsentieren die «Best-Ager» exklusiv ihren Instrumental-Rock, der fette 70s Riff’s, Punkrock-Geschwindigkeit und Melodie in Perfektion kombiniert.
Ach ja, und Bandleader Jeff Aug ist ganz nebenbei auch Guinessbuch-Weltrekordhalter für die «die meisten Konzerte gespielt in verschiedenen Ländern innerhalb von 24 Stunden». Das willst du dir nicht entgehen lassen.
Fr 18.11.16
Konzert
Please Madame
Panda Lux
Weisse Hemden und schwarze Melonen – auf den ersten Blick scheinen die Jungs von Please Madame eher Kubricks’ Clockwork Orange entsprungen zu sein als der Musikwiege Salzburg. Hingegen geht ihr Auftritt ganz ohne Gewalt über die Bühne – und dennoch ist die Überzeugungskraft ihres Indie-Rock jedoch ganz gewaltig. Eingängige Indie-Harmonien gepaart mit kraftvollem Rock ergeben eine Kombination, die man nicht so schnell wieder aus den Gehörwindungen herausbekommt. Zwischen Berlin und München machen die Salzburger kurz in Winterthur halt um uns exklusiv zu beglücken.
Sie fliegen in der Luft im freien Fall und schauen die Häuser von oben an – und sie nehmen dich mit auf eine Reise durch den ganz alltäglichen Wahnsinn. Die Jungs von Panda Lux sind vom Fach: Denn alle, ja wirklich alle vier, studieren Musik. Und so klingen sie nach zehn Jahren des musikalischen Zusammenwirkens auch ganz hervorragend. Spätestens bei der Eröffnung der Hauptbühne am St. Galler Openair lässt sich das auch von den härtesten Kritikern nicht mehr leugnen.
Sa 12.11.16
Zweimannbandfestival
Beehoover
John Dear
Closet Disco Queen
Spätestens Bands wie The Black Keys oder The White Stripes haben es endgültig bewiesen: es braucht nicht mehr als zwei Personen, um eine richtige Band zu sein. Das Gaswerk hat sich das zu Herzen genommen und veranstaltet einen Konzertabend, bei dem alle auftretenden Musiker der Zweisamkeit fröhnen. Denn wie heisst es so schön? Aller guten Dinge sind zwei. Willkommen zum zweiten Zweimannbandfestival!
«Bass und Schlagzeug» ist für Bandduos bestimmt nicht die prominenteste Lösung aber im Fall von Beehoover eine bestens bewährte. Seit 2003 beweist die deutsche 2-Mann-Doom-Stoner-Kapelle, welche enorme Wirkung sie dieser Kombination entlocken kann. Die perfekt aufeinander abgestimmten Einsätze von Bass und Schlagzeug, gepaart mit intensiven und schonungslosen Texten, lassen dich in einem Aufeinandertreffen von Doom Metal und Stoner Rock versinken. Nicht ohne Grund kommen sie nun zum bereits sechsten Mal (!) auf die Gaswerk-Bühne.
Das zweite Duo des Abends ist John Dear. Die Schlagzeugerin Catia (von wegen «2-Mann») und der Gitarrist Guillaume aus Lausanne besingen mit dreckigem Blues Rock und feinster Vorstadt-Garage-Attitüde das sagenumwobene Leben des John Dear – angeblich ein echter «Motherfucker» – auch wenn sie selbst nicht recht wissen, wer er schlussendlich ist. Eigentlich ist das auch egal, denn die Lausanner vollbringen seit mehreren Jahren Höchstleistungen auf der Bühne. Lass dir ihren seltenen Auftritt in der Deutschschweiz nicht entgehen!
Als letztes Zweiergespann präsentieren wir Closet Disco Queen. Das Duo aus La Chaux-de-Fonds besteht aus zwei musikalischen Workaholics, wobei der Drummer schon für äusserst angesehene Auszeichnungen nominiert wurde. Präzis getaktet und zeitweise wild geshreddet liefern die beiden eine progressive Mischung aus Blues- und Krautrock, ja vielleicht sogar mit einer Prise Stoner… Wir sind überfordert mit dem Beschreiben und finden, dass sie am besten natürlich live gehört und erlebt werden. Früh kommen lohnt sich!
Sa 05.11.16
Konzert
Mos Generator
Black-Bone
Virtuosen Heavy Rock mit einem Hauch Stoner gefällig? Dann präsentieren wir Mos Generator! Tony Reed und seine beiden Kollegen rocken seit nunmehr 16 Jahren die Bühne und veröffentlichten in dieser Zeit zwei Alben sowie mehrere Singles. Das US-amerikanische Trio schafft es gängige Riffs, virtuose Soli mit tiefgründigen Texten von Aktualität zu vereinen. Dieser Mix, welcher Mos Generator abliefern, verleiht dem gespielten Heavy Rock ein einzigartiges Flair. Wir dürfen also gespannt sein, wenn sie auf ihrer Europatournee im Gaswerk Halt machen.
Doch ein Gig wäre nichts ohne eine Vorband, welche dem Publikum ordentlich einheizt. Genau dafür ist Black Bone zuständig. Die drei Jungs aus Holland liefern eine perfekte Mischung aus Rock ‘n Roll und Heavy Rock ab – No Bullshit Rock ‘n Roll eben. Obschon erst in ihren Zwanzigern, spielte die Band bereits über 220 Shows und brachte drei Alben raus. Mit ihren Auftritten unterstützten sie zudem namhafte Rock-Grössen wie Deep Purple, Status Quo oder gar Slash. Umso mehr können wir uns auf die bühnenerprobten Holländer freuen.
Di 01.11.16
Monatliches Kochen und Beisammensein von, für und mit Frauen*
Frauen*znacht
Viele Aktivitäten für Geflüchtete sprechen oftmals (unbeabsichtigt) vor allem Männer* an. Ein mangelndes Angebot an Kinderbetreuungsdiensten führt unter anderem dazu, dass die Teilnahme an Aktivitäten für Frauen* erschwert wird und sie häufig nicht teilnehmen können oder wollen. Unser Projekt soll Frauen* einen offenen Raum für Diskussionen, Austausch und Ideen bieten und Freundschaften entstehen lassen.
Im November laden wir zum gemeinsamen, afghanischen Schmaus ein.
Willkommen ist jede Frau*, ob zum Kochen oder gemeinsamen Essen!
- Kochen ab 15:00 Uhr: 5.— inkl. Essen und Softgetränke
- Essen um 18:00 Uhr: 20.– inkl. Softgetränke
Mit deinem Beitrag finanzieren wir ausserdem das Essen für die geflüchteten Frauen*, welche selbstverständlich kostenlos teilnehmen können.
- Anmeldung erforderlich unter: frauenznacht@gaswerk.ch
- Weitere Infos: www.facebook.com/frauenznacht
Fr 28.10.16
Punknight
Chicken Reloaded
Tüchel
Chicken Reloaded: Vier Bieler Punk’n’Roll Hühner fanden sich 1998 als Theo’s Fried Chickenstore zusammen. Als Wohnzimmerpartyband rockten sie mit einem Mix aus Punkrock, Rockabilly und Swing in Garagisten-Overalls nicht nur Wohnzimmer, sondern auch die Bühnen der Schweiz und des benachbarten Auslands. Ganze 16 Jahre lang ging es rund, dann taten es die Hühner dem Phönix gleich und zerfielen zu Asche. Natürlich nur um im neuen Glanze aufzuerstehen. Entstanden ist Chicken Reloaded, 4 sexy Hühner-Boys aus Biel mit 110% tanzbarem Punk’n’Roll im Gepäck. Eine kraftvolle Hommage an die Punklegenden The Clash und Dead Boys, die nicht ohne wilde Tanzeskapaden, Schweissausbrüche und Bierduschen über die Bühne geht.
Aus Zwei mach Eins, alteingesessene Trashcoreband meets Rockband, was dabei herauskommt: Tüchel. Eher zufällig fanden die fünf Jungs aus St. Gallen 1993 zueinander: Pure Freude an der Musik brachte sie dazu, als Nebenprojekt Covers ihrer Lieblings-Punk- und Hardcore-Bands zu spielen. Im Delirium wurde der Name Tüchel als marketingtechnisch grandios befunden, was sich dann zur Überraschung aller Beteiligten auch bewahrheitete. Denn bald kroch Tüchel aus den dunklen Kellern der Ostschweiz, um auf Bühnen dieser Welt ihren dreckigen Punkrock einem breiten Publikum zu präsentieren. Inzwischen spielen die Jungs ihre eigenen Songs und hauen jedem, der sich an ihre Shows wagt, eine gewaltige Tracht do-it-yourself Punkrock um die Ohren.
Sa 22.10.16
Einziges CH-Konzert
The Lion And The Wolf
Patrick Bishop
Für einen Künstler wie Tom George von The Lion And The Wolf ist auf den ersten Blick wenig Platz in unseren Leben. Denn The Lion And The Wolf ist ein Leisetreter. Seine Songs sind kleine Folk-Schönheiten, oft mit Kopfstimme gesungen, meist mehr Gospel als Pop, und nie auf der verzweifelten Jagd nach dem massentauglichen Arme-in-die-Luft-werf-Refrain. Also genau die Art von Musik, die beim alltäglich hinabprasselnden Social Media-Schrott als erstes übertönt wird.
Um sich Gehör zu verschaffen, wählte Tom den einzigen Weg, der ihm übrig blieb: die Flucht nach vorn. Anfang 2014 kündigt er seinen Job, um sich von nun an komplett auf The Lion And The Wolf, das Touren und seine traurigen Songs zu konzentrieren. Er erspielt sich seine Reichweite Hörer für Hörer für Hörer für Hörer. Mehr als 300 mal steigt er in den letzten zwei Jahren die Bühne. Oft ist er monatelang auf Solo-Tour, springt auf andere Touren auf, spielt in Tattoo-Shops, Cafés, Wohnzimmern, manchmal auch in echten Clubs. Jedes Mal verzaubert er die meist wenigen Anwesenden. Seine Fans nennt Tom liebevoll den «Sad Club».
Eine stetig wachsende Gemeinde, die ihm dabei hilft sein Debütalbum «Symptoms», das er komplett im Alleingang herausbringt, in kurzer Zeit auszuverkaufen. Auch eine Zweitpressung des Albums sowie eine 7“ Single sind nach weiteren Touren schnell vergriffen. Endlich werden auch die Plattenfirmen auf ihn aufmerksam. Das erste Ziel ist erreicht. Am 7. Oktober 2016 erscheint nun «The Cardiac Hotel», das zweite Album von The Lion And The Wolf und eines der intimsten, traurig-schönsten Platten, die man dieses Jahr zu hören bekommen wird. Willkommen im «Sad Club»!
Patrick Bishop versteht es, die ruhigen Klänge für sich sprechen zu lassen. In aller Ruhe ist nun auch sein Debütalbum «Minor Lakes» entstanden – eine Reise von den stillen Gewässern zu den tosenden Wellen der kleinen Seen. Auf «Minor Lakes» ergründet Patrick Bishop die Phantasie des Daheimgebliebenen – eine lebhafte Gedankenwelt, welche sowohl in der Musik als auch in den Songtexten anklingt. Dabei fliessen grosse Ideen, Ängste aber auch Hoffnung in die Kompaktheit des Alltags, um diesem sogleich wieder zu entfliehen. Der emotionale Kontrast von Ruhe und energiegeladenem Protest bestimmt die Atmosphäre seiner Musik.
«Minor Lakes» fand so guten Anklang, dass Patrick Bishop von SRF3 als Best Talent ausgezeichnet wurde. Die Releasetour durch die grossen Städte der Deutsch- und Welschschweiz wurde von Presse und Radio gut aufgenommen und rezensiert.
Fr 21.10.16
Einziges D-CH-Konzert
Uncle Acid & The Deadbeats
Scorpion Child
Uncle Acid & The Deadbeats werden von einer derart treuen Fangemeinschaft begleitet, dass man erwarten würde, dass sie mindestens schon mehrere Jahrzehnte zusammen auf der Bühne stehen. Weit gefehlt! Die Band wurde 2009 gegründet und war zu Beginn auch nur als Studioprojekt nach den Ideen des rätselhaften und charismatischen Frontsängers Kevin Scarr angedacht. Was weiter bekannt ist: Schon lange begeistern Uncle Acid & The Deadbeats nicht mehr nur die britische Musiklandschaft, sondern wurden auch bereits von «Black Sabbath» zur Unterstützung ihrer US-Tour aufgeboten. Ihr einzigartiger und eigenwilliger Mix aus Psychedelic, Horror Rock, Occult Garage und Doom Metal brachte ihnen von Kritikern bereits früh die Übernamen «The Bong Lennon», «Crack Sabbath» oder «The Hex Pistols» ein. Triebfeder ihrer Kreativität ist der Drang zum Auseinander-Brechen, Zusammen-Flicken und Neu-Erfinden von verschiedenen Stilen aus dem unendlichen Rockspektrum, angereichert mit einem kräftigen Schuss von düster abstrakten Splatter-B-Movie-Bildern und dem einen oder anderen bittersüssen Popsong-Element.
Mit «Nightcreeper» veröffentlichten die langhaarigen Briten 2015 bereits ihr viertes Album und führen mit den zehn neu aufgenommen Songs ihre Tradition weiter fort, eine in sich zusammenhängende Geschichte zu erzählen. Jede Melodie, jedes Wort verleiht dem Gesamtwerk zusätzlichen Sinn und Bedeutung. Die Platte selbst hört sich nach bandeigenen Angaben dann auch an wie die Live-Vertonung einer abdriftenden Jamsession in den tiefsten 70ern, welche direkt im Knast stattfindet, die Mitspieler allesamt angeklagt wegen Mordes und Schlimmerem. Sozusagen die musikalisch erfolgreich inszenierte Umsetzung eines alten, zerlesenen, aber noch immer nervenaufreibenden Schund-Grusel-Romans mit seinen Blutorgien und Ritualmorden.
Bluesig-krautige Unterstützung erhalten die kultigen Briten im Vorfeld aus ferner Übersee. Die fünfköpfige Classic Rock Band Scorpion Child entstand 2006 in Austin TX und erweitert seitdem abenteuerlustig ihre Bühnenpräsenz und Liveperformance auf der gesamten Welt. Ihre grössten Einflüsse stammen vor allem aus dem Psychedelic Rock und Krautrock der 70er Jahre, beinhaltet aber auch Ausflüge in den Southern Blues oder auf dem neusten Album sogar dezente musikalische Anekdoten aus den Abgründen des britischen Dark Wave à la «Bauhaus».
Sa 15.10.16
Einziges CH-Konzert
Less Than Jake
Big D and the Kids Table
The Bennies
Less Than Jake ist das Urgestein des US-Ska-Punk schlechthin! Vieles ist da schon passiert, aber ein Ende ist (zum Glück!) noch keines in Sicht. Less Than Jake bespasst seit 1992 die Bühnen dieser Welt mit ihrem Fun-Punk und waren mit Grössen wie The Used, Linkin Park und Korn unterwegs. Dabei sind die Jungs aus Florida mit Songs, die vorwiegend aus drei Akkorden und zwei Strophen bestehen, sehr weit gekommen. Eine Headlinerposition bei Vans Warped Tour, über 100 Veröffentlichungen jeden Formats und stagedivende Anhänger auf der ganzen Welt sind ihnen sicher, denn auch nach 14 Jahren verbreiten Less Than Jake vor allem eines: gute Laune.
1995 in Boston zusammengekommen, haben Big D and the Kids Table nun schon seit zwei Dekaden bewiesen, dass sie echte Ska-Punk-Könige sind – gekommen um zu bleiben. Sie haben unermüdlich die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Europa, Kanada, Mexiko, Japan, China, Australien und Südostasien bereist und würzen ihren Ska-Punk mit kräftigen Elementen von Dub, Thrash und Reggae. Dabei sind Big D and the Kids Table so etwas wie moderne amerikanische Zigeuner, allesamt explosive Persönlichkeiten, die die Musikwelt bereichert und verändert haben.
The Bennies erweitern die Ska-Farbpalette um das restliche Spektrum des Regenbogens. Da ist Reggae, College-Punk aber auch guter alter Psychedelic Rock. Die Australier beweisen, dass Genreübeschreitungen mit dem richtigen Händchen zu verdammt gut Resultaten führen können und – in ihrem Fall trifft dies besonders zu – extrem Spass machen.
Do 13.10.16
Cream of The Crap - Vol.4
Bonafide
King Zebra
Die vier Schweden von Bonafide treiben ihr Unwesen bereits seit 2007 und kommen mit ihrem 5. Studioalbum jetzt endlich im Gaswerk vorbei. Wer ungeschliffenen, geradlinigen und dreckigen Hardrock à la AC/DC und Airbourne mag, ist hier richtig. Doch Bonafide sind weitaus mehr als eine AC/DC-Klon-Band, hier wird tiefer geschürft, im Rhythm & Blues, im Pub-Rock, im vierzig Jahre alten Whiskeyfass des britischen Rock. Die Schweden rocken so überzeugend, dass sie bereits für Grössen wie Deep Purple und Status Quo die Bühne eröffnen durften. Komm und Fill Your Head With Rock.
Dass die Haare an diesem Abend auch sehr luftig und geschmeidig fliegen können, dafür hat King Zebra ein Wundermittel im Gepäck. Mit ihrem wissenschaftlich-fundierten Hair-Metal lösen sie bei fast 100% der Zuhörern Erinnerungen an die glamourösen Hardrock-Zeiten der 80er-Jahre hervor. Da sitzt einfach alles – ein Debutalbum namens «Greatest Hits» sowie dessen Nachfolger «Wild! Wild! Wild!» (sowie deren Artworks selbstverständlich), diese altbewährten, schnellen Riffs, die herzhaften Vocals, das Leder, die Boots und natürlich: Die Frisur.
Fr 07.10.16
Plattentaufe
Dordeduh
Forlet Sires
Thou Shell of Death
Atmosphärisch-mythisch, folklorisch angehaucht und definitiv nie langweilig. Dordeduh sind abwechslungsreich und laden zum Abheben ein. Von drückend bis erhebend, mal wild, mal ruhig, sorgt die Band für unterschiedliche Stimmungen und stösst die Türen zu anderen Welten weit auf. Dordeduh mischt gekonnt düstere Gitarrenriffs und Gesang aus dem Black Metal mit folklorischen, ja fast heidischen Elementen aus ihrem Heimatland Romänien.
Das zweite Highlight des Abends stellt die Band Forlet Sires aus Winterthur. Oder genauer: Das Album, welches sie an diesem Abend taufen! Das Foyer des Gaswerks als Taufkapelle ist naheliegend, sind denn sowohl das Band-Gründungsmitglied Daniele Brumana wie auch das Gasi-Urgestein Kilian Schmid in der Formation vertreten. Ebenfalls treffend ist die Verortung im Programm dieses Abends, denn Forlet Sires’ Musik ist ebenfalls atmosphärisch, schwer und düster. Obwohl erst 2013 gegründet hat die Band schon ausführlich in der Schweiz und im Ausland getourt.
Grandios auf eine sehr düstere Art ist wohl der beste Weg um die Musik der Estnischen Band Thou Shell Of Death zu beschreiben. Mit ihrem mittelalterlichen Vibe und der epischen aber doch irgendwie furchteinflössenden Stimmung, geben sie dem Zuhörer das Gefühl auf der falschen Seite eines Kavallerieangriffs zu stehen. Wer gerne in dystopische Welten abtaucht dürfte sich hier, so wiedersprüchlich das auch klingen mag, pudelwohl fühlen.
Di 04.10.16
Monatliches Kochen und Beisammensein von, für und mit Frauen*
Frauen*znacht
Viele Aktivitäten für Geflüchtete sprechen oftmals (unbeabsichtigt) vor allem Männer* an. Ein mangelndes Angebot an Kinderbetreuungsdiensten führt unter anderem dazu, dass die Teilnahme an Aktivitäten für Frauen* erschwert wird und sie häufig nicht teilnehmen können oder wollen.
Unser Projekt soll Frauen* einen offenen Raum für Diskussionen, Austausch und Ideen bieten. Dabei können sich Frauen* aus aller Welt kennenlernen und Freundschaften entstehen. Du bist eingeladen, zusammen mit uns zu kochen oder einfach nur den Znacht zu geniessen und dabei neue oder bewährte Erfahrungen zu machen.
Das Menü kommt diesesmal aus Syrien:
*
Sambusas mit Fleisch und Käsefüllung
Lokma (Teigbällchen)
*
Orientalischer Reis mit Poulet
oder
Gemüsereis mit Auberginen und Zucchetti
*
Basbousa (Arabischer Griesskuchen)
*
Für die Köch*innen ist der Anlass gratis, kleine Spenden lehnen wir jedoch nicht ab. Willst du gerne nur zum Znacht kommen, zahlst du für das Menü inkl. Softgetränke CHF 20.-. Mit diesen Beiträgen wird der Frauen*znacht finanziert. Ausserdem ermöglichen es die Beiträge, Frauen* mit keinem oder wenig Geld bei uns gratis zu essen. So können z.B. auch Frauen* aus dem Durchgangszentrum Klosterstrasse dabei sein.
15:00 Kochen
18:00 Essen
Anmeldung: frauenznacht@gaswerk.ch (mit Angabe Fleisch, Vegi oder Vegan)
Achtung, die Platzanzahl ist beschränkt!
Wir freuen uns auf deine Anmeldung!
Dein Team vom Frauen*znacht
Fr 30.09.16
Burst & Bloom
Phantom Winter
Boden
Zum Facebook-Event: Burst & Bloom: Phantom Winter // Boden
Phantom Winter erhob sich wie ein Phönix aus der Asche der vergangenen Instrumental Downtempo-/Post-Metal-Band Omega Massif, um die musikalischen Sphären mit frostigen Klängen zu erobern. Ohne Vorwarnung brachen sie 2014 mit ihrem ersten Song «WINTERCVLT» über eine scheinheilige Gesellschaft herein. Bereits im darauffolgenden Jahr veröffentlichten sie über das Label Golden Antenna Records ihre erste eigene Platte «CVLT». Am 16. September ist es nun erneut soweit und es folgt der zweite Streich des tiefgekühlten Quintetts: Das Nachfolgealbum «Sundown Pleasures» gilt bereits vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin als Geheimtipp unter den hart gesottenen Doom- und Post-Metal- Liebhabern. Ein gnadenloser Mix aus Hardcore, Doom und Sludge, abgeschmeckt mit der nötigen Prise unmenschlichen Geheuls, beweist erneut, dass Phantom Winter eine Band ist, die keine Kompromisse eingeht. Authentisch, düster und vor allem kalt wie Stahl berichten sie in den sechs neuen Songs von der Hoffnungslosigkeit und dem Irrsinn dieser kranken Welt, die ihrem baldigen Ende entgegengeht. Oder mit den Worten von Mario Weiss, dem Drummer von Atlantean Kodex und ]syrene[: «Sundown Pleasures is the musical answer to what is going on these days in the world».
Für die passende Endzeitstimmung sorgen jedoch bereits Boden mit dem nötigen musikalischen Support. Die fünfköpfige Blackgaze-Band aus Stuttgart stürmt seit 2015 die Bühnen mit ihrer arteigenen Mischung aus Drone, Doom, Shoegaze, Black Metal, Pop und Post-Rock Einflüssen. Mal laut und mal leise, aber niemals still.
&lt;a href="http://bodenpunx.bandcamp.com/album/boden"&gt;Boden by BODEN&lt;/a&gt;