2019
Reverend Beat-Man ist wieder im gesegneten Namen des Rock’n’Roll unterwegs. Und zwar nicht alleine: An seiner Seite greift Sister Izobel Garcia in die Orgeltasten. Ihre Wege kreuzten sich in L.A. Der Beat-Man fragte, ob sie Orgel und Schlagzeug spiele, Izobel bejahte. Die schweizer-mexikanische Mission war besiegelt. Der Beat-Man und Izobel machten sich gleich ans heilige Werk. Nur ein paar Tage später bekehrten sie die ersten Ungläubigen mit einer Erscheinung in Long Beach. Und ein paar Monate später überquerten sie den grossen Ozean und verkündeten das Wort der Trash-Bibel auf dem europäischen Kontinenten. Seit Beginn des Jahres 2019 sind ihre Predigten auch ab Platte zu hören. Auf «Baile Bruja Muerto» wechseln sich eigene Songs mit einer Handvoll Covers ab: von trashigem Blues, über Garage bis hin zu Folk Noir unterlegt mit der kratzigen Stimme des Beat-Man und dem hypnotischen Gesang von Izobel. Holy Molly. Verlorene Schafe, die sich live bekehren lassen möchten, bietet sich die einmalige Gelegenheit in der Rock’n’Roll-Kirche zu Gaswerk. Nach diesem Abend werdet ihr den Trash-Göttern frönen. Seit vielen Jahren verkünden The Royal Hangmen unermüdlich den Gospel des Sixties Garage Rock. Kurze, knackige Songs und prägnante Hooklines kombiniert mit eingängigen Melodien machen gehörig Druck. Zwei Singles und zwei Alben bezeugen bisher, dass diese Qualitäten auch abseits des Rampenlichts ihre Gültigkeit beibehalten. Von Garage-Punk über Rhythm`n`Blues bis Mersey-Beat kann hier getanzt werden bis die Chelsea-Boots brennen. Die eine oder andere, klug dosierte psychedelische Abwechslung hilft dabei, schlimmere Schäden zu vermeiden und vorübergehend auch in andere Sphären driften zu können.
Verschiedene Bands und DJs // Tombola // weitere Überraschungen Am Winterthur für Respekt wird für das «House of Rescue» in Serbien gesammelt. Das «House of Rescue» ist ein neues Projekt der Border-Free Association, das unbegleiteten Minderjährigen auf der Flucht einen Ort der Geborgenheit bietet. Es findet eine Tombola statt, deren Erlös vollumfänglich dem «House of Rescue» zugute kommt. Die Preise stammen von verschiedensten Winterthurer Einrichtungen und reichen vom Hako, über das Freibeuter Tattoostudio bis zum Kino Cameo. Und natürlich kommen auch eure Gehörmuskeln auf ihre Kosten. Die Winterthurer und Embracher Combo Frontslam fabriziert astreinen Hardcore und zwar auf Schweizerdeutsch. Das Metier von Tongue Tied Twin, unserer stadteigenen One-Man-Band, ist der Blues und der wilde Garagen-Rock’n’Roll. Für die richtigen Beats und Ansagen sorgt der Rapper Wiitundbreit, natürlich auch aus der Eulachstadt. Linx & Lechz geben an diesem Abend ihr Debüt, musikalisch liegen sie nach eigenen Angaben zwischen Minimal-Rock und elektrifiziertem Chanson. Und eines der Winterthurer Rock-Urgesteine darf natürlich nicht fehlen: Ear. Ausserdem haben wir noch einige Überraschungen für euch parat, aber wir wollen uns nicht verplappern. www.border-free.ch LESS HATE, MORE JOY
Was passiert, wenn drei Stoner aus Chicago zusammen Musik machen? Rotzig-rockiger Sludge mit Thrash Metal Einflüssen, der es in sich hat. Auf ihrem aktuellen Album "High Anxiety" besingen die drei den nahenden Weltuntergang - und spucken lachend drauf. Mit stampfenden Riffwänden, prügelndem Schlagzeug oder erdrückenden Breaks ballern uns Oozing Wound ihre süffisant nihilistischen Songs entgegen. Das Ende wird wohl kommen – und es ist ihnen egal. Ghold zu kategorisieren wäre mühsam; wer will schon eine ewige Auflistung von nahezu nichtsaussagenden Genrebezeichnungen lesen? Ghold sind - in einem Wort - schwer. Doch dank dem erhabenen, klagenden Gesang, der über den zermürbend schweren Gitarren und den Tempowechseln schwebt, erreichen Ghold schon beinahe etwas Sakrales. Oder psychotisches. Auf jeden Fall lohnenswert. Frauenfeld produziert seit längerem - quasi unbemerkt – grossartige Metal Bands. So auch Haile Selacid, die irgendwas zwischen britisch angehauchtem Heavy Metal und angepisstem Black Metal spielen. Wir stimmen dem Namen ihres Labels zu: “AuGeil”.
***ACHTUNG: DIE TÜRÖFFNUNG WURDE AUF 20H VORVERLEGT*** Running Order: 20h Türöffnung 21h Infinitas 22h Eluveitie ***DIE SHOW IST AUSVERKAUFT*** Eigentlich bräuchten Eluveitie keine Vorstellung, schliesslich hat die Band in ihrer 16-jährigen Bestehensgeschichte ordentlich für Aufmerksamkeit gesorgt. Mit Welttourneen, Headliner-Auftritten und Charteinträgen auf der ganzen Welt (das Album «Origins» schaffte es 2014 auf Platz 1 der Schweizer Hitparade) haben Eluveitie ihren Status als eine der erfolgreichsten Metalbands der Schweiz zementiert. Eine Erfolgsgeschichte in der auch das Gaswerk seinen Platz einnimmt. Rund eine Dekade ist es her, das Eluveitie ihr zweites Album (Slania) im Gaswerk tauften. Das Album, welches für die Winterthurer Band den Durchbruch bedeut und sie auf die grossen Bühnen der Welt befördert hat. Mit ihrer Mischung aus Melodic-Death Metal und Folklore-Instrumenten wie Leier und Dudelsack eroberte die 9-Köpfige Band die Metalwelt im Sturm. Thematisch bewegen sich Eluveitie (vom keltischen Wort: «Helvetios» oder der Helvetier abgeleitet) in der Zeit der Kelten, weshalb auch ein Teil der Texte in keltisch gesungen werden. Über harte, schnelle, Death Metal Riffs beschreit Frontman Chrigel Glanzmann - unterstützt von Fabienne Erni - in wilder Raserei die epischen Schlachten längst vergangener Zeiten, während die Instrumentalfraktion das Ganze mit folkigen Melodien auflockert und für eine ordentliche Portion Mystik sorgt. Mühelos entführen Eluveitie so ihr Publikum in eine Zeit bevor sich die Römer in Europa breit gemacht haben. Wir freuen uns, die Schweizer Metalstars endlich wieder zu beherbergen!
Eine magische Stilmischung aus Doom, Stoner, Drone, Psychedelic Sludge & Ambient macht UFOMAMMUT unvergleichbar & unverkennbar. Die brachialen Songs schleudern dich von der Steinzeit in die ferne Zukunft und anschliessend viel weiter zurück. Das Trio um Vita, Urlo und Poio besucht uns nicht zum ersten Mal: Die Kreativen Köpfe waren bereits mit UFOMAMMUT selbst, wie auch mit diversen Nebenprojekten bei uns zu Gast. Nun wird ihr 20-jähriges Bestehen mit einer extralangen Show gefeiert.
Zum Glück brachte der Kalte Krieg nicht nur ein gespaltenes Europa und überdimensionale Betonskulpturen hervor. Diese raue Atmosphäre des Misstrauens und ewigen Konkurrenzkampfs bildete scheinbar auch einen äusserst fruchtbaren Boden für musikalische Experimente und kreative Abweichungen. So gehören Laibach, 1980 im damals jugoslawischen Trbovlje im heutigen Slowenien gegründet, wohl zu den international erfolgreichsten und gleichzeitig kontroversesten osteuropäischen Musikern jener eisigen Ära. Unter anderem prägte die Ausnahmeband auch den musikalischen Zweig des interdisziplinären Kunstkollektivs Neue Slowenische Kunst (NSK). Doch künstlerische Rebellion sieht für die in einer sowjetischen Diktatur aufgewachsenen Mitglieder leicht anders aus, als die westlich geprägte Welt vermuten konnte. Statt offensichtlich Grenzen zu durchbrechen, politische Texte zu schreiben, gegen das Regime zu schreien und brüllen, zelebrieren Laibach den Totalitarismus in jedem ihrer Auftritte, ihrer Attitüde und auch in der Auswahl ihrer Songs, nicht zuletzt den martialisch umgesetzten Coverversionen bekannter Mainstream-Hits. Ganz nach dem Motto: „All art is subject to political manipulation […], except for that which speaks the language of this same manipulation.“ Manch einer bekommt deshalb an Konzerten oder bei den nur äusserst selten gegebenen Interviews ein deutlich mulmiges Gefühl – «was sind denn das für Nazispaken? Meinen die das etwa ernst?»
 
Was sie bereits in ihren Entstehungsjahren geschafft haben, gelingt ihnen auch heute noch: Möglichst weit weg vom Mittelmass, von der gesellschaftlichen Komfortzone, hochtypisiert, inszeniert und kantig spalten sie das Publikum schnell in zwei Gruppen – jene, die unverständlich, beschämt, entrüstet den Kopf schütteln, und jene, die erkennen und vor allem auch würdigen, dass hier nicht nur seichtes Popgedudel oder banales Punkrockgeschrammel geboten wird, sondern echte Provokation, mit dem Finger immer schön in der tiefsitzenden europäischen Wunde.
 
Laibach haben sich in ihrer gesamten Laufbahn immer durch ironische Politik-, Wirtschafts- und Kulturkritik ausgezeichnet. Doch nicht nur die Nähe zur Nazi-Kunst sorgt immer wieder für politische Debatten, auch deren provokante Bezüge zur Avant-Garde, zum sozialistischen Realismus und die auf die Spitze getriebene Darstellung der De-Individualisierung durch anonym wirkende, in faschistoid wirkender Uniform gekleidete Musiker. Die kollektive Schöpfung spielt jedoch tatsächlich eine wichtige Rolle, medienüberschreitend und jenseits individueller Urheberschaft präsentiert die Band ihre Werke. So besteht das Quartett auch seit jeher aus denselben Mitgliedern – Eber, Saliger, Dachauer und Keller – auch wenn die realen Personen hinter diesen Pseudonymen mehrfach ausgewechselt wurden.
 
Musikalisch lassen sie sich wohl am ehesten mit Rammstein in einen Genretopf schmeissen – auch wenn dieser Vergleich, wenn auch vielzitiert, immer wieder zu Diskussionen geführt hat. Geboren aus dem Post Rock und Post Industrial der frühen 80er erschufen sie den sogenannten Militant Classicism mit, der über die Jahre durch elektronische Beimischungen und Annäherungen an Pop- und Disco-Sounds immer zugänglicher wurde. Auf ihrer jüngsten Platte «The Sound of Music», findet man dann aber doch auch neue Töne, ganz ohne Martial Industrial, düstere Wave- und Synth-Sounds, Neoklassik, Dark Ambient und besonders auch kein militärischer Technomarsch mehr, dafür allerlei kurzweilige Popmusik – und als besonderes Schmankerl: interpretierte Volkslieder aus Nordkorea.
Das Konzert von Laibach wird in erfreulicher Zusammenarbeit mit dem Salzhaus Winterthur präsentiert.
A long time ago in a galaxy far, far away ... Die galaktische Republik wird von Unruhen erschüttert. Alle Bemühungen, die Angelegenheit zu beseitigen, sind bisher gescheitert. Während der Kongress der Republik endlose Debatten über die beunruhigenden Ereignisse führt, entsendet das Gaswerk insgeheim drei Synthie-Ritter, Wächter der elektronischen Musik und des guten Geschmacks, um den Unruhen mit Synthwave zu begegnen: Dynatron alias Jeppe Hasseriis aus Kopenhagen, ist einer der drei Ritter. Seine elektronische Synthesizermusik ist inspiriert von den Sci-Fi-Horrofilmen der 80er-Jahre und Hommage an die Filmmusik der 80s-Fantasie. Starcadian aus Brooklyn New York war lange Musikproduzent, als er 2011 plötzlich seinen erster Song „Girls On Midnight“ aus dem Nichts in Soundcloud beamte. Er selbst beschreibt seine Musik gerne als Filme fürs Ohr und erklärt: „I basically make soundtracks to imaginary movies that I wish I had seen when I was younger.“ Midnight Danger alias Chris Young aus Stockholm ist der Mann für alle 80s-Hardrock-Nostalgiker. Extravagant gekleidet, feuert Schwedens heissester Synthiewave-Künstler Retrovibes ins Publikum. In der langen Nacht der Synthesizer-Musik lädt das Gaswerk auf einen Trip durch eine fantastisch farbenfrohe Welt. Dynatron, Starcadian und Midnight Danger beamen das Publikum Song für Song in unentdeckte Ecken des Kosmos, weg vom eigenen Alltag und irgendwie doch zurück in die 80er.
Xiu Xiu machen Musik abseits von allem und allen. Um Unsicherheiten im Umgang mit der Band zu vermeiden, zuerst die Fakten: Jamie Stewart ist Mastermind hinter Xiu Xiu. Er zieht für Aufnahmen und Tourneen gezielt Musikerinnen und Musiker bei. Der Bandname spricht sich «Schu Schu». Xiu Xiu spielen ihr einziges Schweizer Konzert am 23. März im Gaswerk und präsentieren das neues Album «Girl with Basket of Fruit». Soweit zu den Grundlagen. Zu beschreiben, was das Publikum an diesem Abend erwartet, gestaltet sich nämlich weitaus schwieriger. Xiu Xiu einem Musikstil zuordnen? Unmöglich. Musikgenres sind für Xiu Xiu ein impraktikables Konzept. Eine nachvollziehbare Beschreibung der Musik liefern? Schwierig, schnell landet man bei Plattitüden wie «einzigartig», «unbeschreiblich», «mit Worten nicht fassbar». Xiu Xiu bewegen sich auf einem äusserst schmalen Grat zwischen Pop und Abstraktion, bedienen auf ihrem neusten Album sich der modernen klassischen Musik, bei Post Punk, Industrial und der Weltmusik entlehnter Rhythmen und mischen plötzlich wieder harte Beats rein. Die Songs vermitteln mal Aufregung, dann wieder wohliges Unbehagen im Wissen, dass bald wieder einschüchternde Monologe oder verzerrte Schmerzensschreie zu hören sind. Achtung, abgelenkte Gäste könnten sich langweilen, die Band erfordert die volle Aufmerksamkeit des Publikums. Wer sich auf Xiu Xiu einlässt, wird Teil der wundervollen Welt. Wenn auch schwierig zu beschreiben; Erleben wärmstens empfohlen. Strotter Inst. macht Musik mithilfe von präparierten Plattenspielern. Noise & Beats analog generiert. Wir finden das fantastisch und haben Freude, dass Strotter Inst. bei der Xiu Xiu-Show ebenfalls zu Gast sein wird. Habt auch Freude! Und seht und hört euch diese Wundermaschinen an!
Welcome home! Soybomb sind drei Synthesizer-Fanatiker, die zerbrechlichen Electronica in leicht psychedelischen Pop umwandeln. Wir sind geradezu entzückt, dass die mittlerweile europaweit gefeierten Wahlberliner wenigstens für eine Nacht nach Hause kommen. Pamela Méndez lebt Pop. Doch während Pop in der Regel ein Wegwerf-Label anhaftet und die musikalische Verkörperung von Kurzlebigkeit darstellt, schafft es die Singer- und Songwriterin radiotaugliche Musik zu produzieren, die trotzdem 1000-fach wiederverwendbar ist. Deep Pop. Mit aufgerauter Stimme singt sie gefühlsvoll und ehrlich, erschütternd und wunderschön über die Existenz, die Vergänglichkeit, das Dasein.
Wie, du kennst Spidergawd nicht? Dann lass dich einführen! Was als spassiges Nebenprojekt zweier Motorpsycho Musikern angefangen hat, ist nun die Adresse für neuzeitigen Rock’n’Roll. Nebst Gitarrist Per Borten, Bassist Hallvard Gaardløs und Kenneth Kapstad am Schlagzeug, mischt Rolf Martin Snustad mit seinem Baritonsax die Formation auf. Während in ihrem ersten Album noch psychodelische Jams à la Motorpsycho zu hören waren, wuchsen Spidergawd spätestens ab ihrem zweiten Album «Spidergawd II» über die Rolle als Nebenprojekt hinaus. Und klischeemüde Ohren danken! Denn erwarten kannst du weit mehr als den standardmässigen Schweine-Rock’n’Roll. Durchgestylte, gefüllte Grooves, gedoppelt vom Bariton, die trotz Komplexität einlädt, die Haarpracht zu schwingen. Und wie es sich der Anstand gelobt, bringen Spidergawd an ihrem einzigen Schweizer Konzert ein Gastgeschenk mit: ihr langersehntes und 2019 frischgebranntes Album «Spidergawd V». Die musikalische Unterstützung erhalten Spidergawd von ihren Landesgenossen – nämlich niemand Geringeren als den Stoner-Legenden Thulsa Doom (der Band und nicht dem Zauberer aus “Conan der Barbar”)! Nachdem sie lange Jahre wie auf Eis gelegt schienen, taute das Quintett 2017 mit neuem Album wieder auf. So freut es Liebhaber der älteren Stoner- und Doom-Generation, dass die fünf Jungs die Musikszene wieder mit gewohnter Stonerrock-Raffinesse, gemischt mit Blues-Doom-Jam und ihrem ganz eigenen Humor bereichern.
***ACHTUNG DIE TÜRÖFFNUNG IST NEU UM 20H*** Sommerhitze, ein kühles Bier in der Hand, in der anderen den Mückenspray und der Sonnenbrand löst sich elegant von der Nasenspitze – ach ja.. da werden Erinnerungen wach. Da im März aber in der gesamten Gaswerk-Peripherie noch grüseliges Winterregenmatschwetter herrschen wird, haben wir uns gedacht, wieso nicht mal ein bisschen Psychedelic Tropical für die Ohren?! Wer sich nun nicht wirklich viel unter dieser Genre-Bezeichnung vorstellen kann, darf nur schon aus Weiterbildungsgründen auf keinen Fall den Besuch der Carney-Brüder aus Baltimore verpassen – ursprünglich kommen die drei übrigens aus Virginia, dessen Umgebung in ihren Songs auch gerne mal die Hauptrolle spielt. Während ihren dreizehn Jahren Bandgeschichte wurde nämlich immer wieder der klägliche Versuch unternommen, Pontiak endlich in irgendeine musikalische Schublade einordnen zu können – ohne wesentlichen Erfolg. Doch da wir es mit der Ordnung noch nie so genau genommen haben und Vorurteile wohl auch nicht zu des Gaswerkgängers häufigsten Charakterzügen gehören sollten, freuen wir uns einfach auf handgemachten entrückenden Psychedelic, der Hand in Hand mit gutem alten Hardrock über den Strand läuft (tropisch und so), der sich zu späterer Stunde mit bluesigem Folk verbrüdert, dazu noch ein wenig Stoner daruntermischt und für die Tanzbarkeit noch eine kleine Prise Indie. Düster melancholische Balladen werden von trippig groovigen Klangteppichen abgelöst, welche wiederum ohne Umwege in dröhnende Stoner-Monotonien übergehen. Ihr jüngster Wurf – das Studioalbum «Dialectic Of Ignorance», das 2017 erschienen ist – gilt dann auch, wie beinahe jede ihrer Platten, als erneute Weiterentwicklung und Meilenstein der Band. Ohne sich selbst jedes Mal komplett neu erfinden zu müssen, gelingt es den drei Brüdern, in sich geschlossene eigenständige Werke zu schaffen, die zwar ihre eigenen Geschichten erzählen, und doch immer auch zu einem grossen Ganzen gehören. Die Message, die Lain, Van und Jennings Carney selbst mit dem Album verbinden, passt deshalb gleich auf zweierlei Arten wie die Faust aufs Auge: “The message we want to get across is the importance of being present in the moment. Maybe everything is fucked. But you can do something about that.” Und noch eine kleine, aber feine Notiz am Rande für alle, die noch nicht überzeugt sind: Pontiak braut auch Bier – und sehen darin deutliche Parallelen zum Musikmachen. Du bist der Schöpfer und alles hängt davon ab, welchen Pfad du wählen wirst. Und ihr wisst ja hoffentlich alle, wie ihr zum Gasi kommt, oder?! Unterstützung bekommen die drei US-Amerikaner im Vorfeld von ihren Landesgenossen Solow.
Wie alle grossen Bedrohungen gegen die Obrigkeit erblickte "die Kirche der Neptunkraftföderation" weit weg vom langweiligen Blick der Massen das Licht der Welt. In ihren Anfängen agierte sie von Strandbars und Bikerclubs aus, spielte vor geplagten Seelen mit schmutzigen Haaren und groben Absichten und verbreiteten ihr hochvolumiges psychedelisches Evangelium wie eine herrliche unterirdische Infektion. Auf der Kanzel befindet sich die kaiserliche Priesterin Screaming Loz Sutch. Ihre feine Gestalt täuscht beinahe über die gewaltige Kraft ihrer Predigten hinweg, die in Sprachen gehalten werden, die nur durch Jahrhunderte der Zeitreise angenommen werden können. Ihre Begleitband besteht aus kampfgetragenen Soldaten aus den australischen Underground-Punk, Stoner und Metal-Szenen, die ihre früheren Existenzen längst vergessen haben und nun für immer dem hypnotischen Reiz der kaiserlichen Priesterin verpflichtet sind.
***ACHTUNG DIE TÜRÖFFNUNG WURDE AUF 19 UHR VORVERLEGT***
Running Order:
19h Türöffnung
19.30h Idle Hands
20.15h Uada
21.20 Tribulation
22.55 Gaahls Wyrd
Die Northern Ghosts Tour stürmt mit vier hochkarätigen Bands durch Europa. Es ist folglich selbstverständlich, dass dieses Package ohne Auftritt im Gaswerk nicht an der Alpenfront vorbei kommt.
Idle Hands erinnern einerseits an Depeche Mode, anderseits an all die tanzbaren Rock und Metal Bands der 80er Jahre. Diese Kombination macht Idle Hands nicht nur gross- sondern auch einzigartig! Die junge Band aus Portland, Oregon hypnotisiert die Nerven und kitzelt das Tanzbein.
Tribulation aus Schweden bespielen die Bühnen dieser Welt bereits mit einem Repertoire von vier Longplayern. Die Alben variieren zwischen Gothic, Death, Thrash, und Heavy. Doch die Stimme röchelt, wie wenn sich diese eben selbst aus einem Grab freigeschaufelt hätte.
Auch Uada stammen aus Portland, Oregon. Im Black Metal gehört das aktuelle Album “Cult of a Dying Sun” sicherlich zu den Highlights von 2018. Ein fantastischer Spannbogen zwischen unglaublicher Bosheit und magischen Melodien.
Vielleicht kennt Ihr Gaahl noch aus dem Film “Metal, a headbangers journey” von Sam Dunn. Wenn nicht, dann sicherlich als Sänger von Gorgoroth oder Wardruna. Gaahl ist die lebende Black Metal Legende aus dem Norden. Mit seinem aktuellen Projekt Gaahls Wyrd beschwört er 2019 neue Musik in die Welt der dunklen Klänge. Erlebe mit in Gaswerks Hallen die einzigartige Stimmung, die nur Norwegischer Black Metal aufkommen lassen kann.
Post Power! Nachdem Toundra dieses Jahr am Bergmal Festival mit einem grossartigem Auftritt brilliert haben, bringen sie ihre treibende Musik zu uns ins Gaswerk. Toundra sind ein Paradebeispiel dafür, wie man Emotionen direkt in Musik umwandeln sollte und mittels Songwriting herrliche Klangteppiche webt; Instrumentale Energie in der Endlosschlaufe. Für Fans von Long distance calling, Red Sparowes & Russian Circles. Im April 2018 erst haben Ephedra das Gaswerk bereits für Black Rainbows mächtig aufgeheizt. Nun dürfen wir uns erneut auf die energiegeladenen Spaceriffs aus Zofingen freuen. Hier geht es im Tagtraum quer durch die Welt des Stonerrock.
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