2019
Tief in den Gefilden der musikalischen No-Gos: Die Soul-Punks der Schweiz vereinen seit über 25 Jahren charmant Folk-Punk mit Satire, Whisky-Rhythm mit Absurditäten und Pop mit tiefsinnigen Texten. Die Verbindung mit Jolly & the Flytrap am 25. Mai finden wir aber einstimmig die schönste!
Das Festival für junge Musikerinnen und Musiker. Weitere Infos: https://www.band-it.ch/
Jugendliebe, Rebellion und durchzechte Nächte – seit der Veröffentlichung ihres bahnbrechenden Debüts «Die for the Government» aus dem Jahr 1996 haben Anti-Flag die Zuhörerinnen und Zuhörer zweier von Krieg, Rassenumbruch und Finanzkrise heimgesuchten Generationen ermutigt und geprägt. Dank höchst explosiven, politischen Songs gehörten die vier Jungs aus Pittsburgh bereits in Kürze zur Elite des politischen Punk-Hardcores. Der charakteristische Sound entwickelte sich über die Jahre hinweg auf natürliche Weise aus langsameren Grooves, engerem Songwriting, dickeren Gitarren und einprägsamen Melodien der perfekte musikalische Kontrapunkt zu den aufrührerischen Texten. Denn auch nach mehreren veröffentlichten Alben halten Anti-Flag an ihrer politischen Rebellion «aus offensichtlichen Gründen» fest und verbreiten ihre Meinung rund um Welt. Mitunter auch im Gaswerk – wo wir uns ein weiteres Mal von den Rebellen anstecken und zu einer durchzechten, in Liebe getränkten Nacht verleiten lassen. Die Züri-Punks von Überyou haben in den vergangenen Jahren die ganze Welt abgegrast, sei dies Havanna, Sao Paulo, Rom, Texas; sogar bis nach Winterthur (Saisonschlusskonzert 2017!) und die heimische Hafenkneipe in Zürich sind sie gekommen. Mit dem brüderlichen Spirit der Gainesville-Punk-Bands à la AgainstMe! oder Hot Water Music im Herzen und der Essenz der Schweizer Punk-Szene im Blut, treffen Überyou den Nerv der Zeit, stellen alles auf den Kopf und machen darüber hinaus saugute Musik. Und weil es letztes Mal so schön war und wir uns beim besten Willen keinen ehrwürdigeren Support für Anti-Flag hätten vorstellen können, kehren die Punkrock-Lieblinge mit neuem Material («Night Shift») zurück nach Winterthur.
Psychedelisch und verträumt wird hier musikalisch durch den Kosmos gedonnert. Mal im Eiltempo, mal in Zeitlupe - eine hypnotische Erfahrung mit schweren Riffs und malerischen Melodien. Monkey3 ist eine Psychedelic-/Stoner-Rock-Band aus Lausanne, die nun bereits seit über 18 Jahren beweisen, dass es keinen Gesang braucht, um erfolgreich die europaweit besten Festivals zu bespielen. Einzig John Garcia (Kyuss, Hermano, Unida, Slo Burn, Vista Chino) und Tony Jelencovich (Massive Audio Nerve, Transport League) liehen bislang Ihre Stimme an die Instrumental-Band. “SPHERE” heisst das neue Album von MONKEY3, welches diesen April via Napalm Records erschienen ist. Die neuen Klänge aus der Romandie sind episch & vielversprechend – am 11. Mai wird das Album Nummer sechs dann gebührend gefeiert. Ein abgespaceter Wellenritt ist unsererseits garantiert! Für Fans von: Marant, My sleeping Karma, Earthless, Samavayo & Colour Haze
Endlich ist es soweit! Schon ganze vier Jahre ist’s her seit wir das letzte Mal mit den Backyard Babies das Gaswerk in eine Rock’n’Roll-Hüpfburg für Erwachsene verwandelt haben. Das kühle Gold floss in Strömen, der Schweiss in Fluten – und so manch einer von euch hat sich sicher mit Wehmut an diesen glorreichen Abend zurückerinnert. Doch fertig jetzt mit dieser bierseligen Nostalgie! Klappt die alten Fotoalben zu, wischt die Tränchen weg und macht euch auf den Weg ins Gasi! Nicke, Dregen, Peder mit seinen tollen Zöpfen – hach – und Johan sind zurück und dieses Jahr gibt’s so richtig was zu feiern. Der 30. Geburtstag ist schliesslich was ganz Besonderes, das wissen wir alle – gefürchtet, verhasst, gefeiert – und muss zwangsläufig feuchtfröhlich und unter Freunden begossen werden. Da helfen wir doch gerne mit!
 
Am 1. März erschien dann auch ihre Jubiläumsplatte, ihr achtes Studioalbum Sliver and Gold über Century Media Music. Anders als ihr letzter Streich Four by Four versuchen die neuen Songs jedoch nicht altem Ruhm nachzueifern, was vielleicht einige Verehrer des American Hard Rocks verunsichern und jene Punker, die noch immer Total 13 nachtrauern, enttäuschen wird. Stattdessen greifen die vier Schweden frisch, ungezwungen und lässig in die Saiten, vermischen ihre bekannte und von Anhängern vielgepriesene Bissigkeit mit einem Hauch von Glam und scheinen auch nach all den Jahren verdammt viel Spass zusammen zu haben. Und genauso sollte man seinen 30. auch feiern, nicht als künstlichen Höhepunkt, nicht als Ende der Jugend und auf keinen Fall als Tagesschaurückblick zu Silvester. Noch nie hat sich das Rock’n’Roll-Quartett darum gekümmert, was gerade von ihnen erwartet wird – „sie machen sich die Welt, widewide wie sie ihnen gefällt“ – und liefern uns ein Jubiläumsalbum, das sowohl zurück, aber auch nach vorne blickt, dass überlegt, manchmal sogar philosophisch daherkommt, jedoch mit der richtigen Portion Rotz und Geschrei. Ein Stück Vinyl, das Lust auf mehr macht: mehr Konzert, mehr Bier, mehr Spass, mehr Rock’n‘Roll, mehr Backyard Babies.
 
Und wie es sich für ein richtiges Jubiläum gehört, haben die vier Geburtstagskinder natürlich ihre feierfreudigen Freunde aus dem hohen Norden mitgebracht. Die berühmt berüchtigten norwegischen Hardrocker von Audrey Horne, die drei Stockholmer von Satan Takes A Holiday mit ihrem punkigen Garage Rock und die schwedische Hard Rock-Heroinen von Thundermother aus Växjö – nicht zu verwechseln mit ihren psychedelischen Namensvettern – lassen es so richtig krachen und heizen das Gasi-Backofen schon mal auf die richtige Temperatur vor. Wer bei diesen Namen noch die Beine beziehungsweise den Haarschopf stillhalten kann, na … da verschlägts sogar mir die Sprache.
Birds In Row sind eine melodisch/abrasive Band aus Laval, Frankreich. Sie verwischen gekonnt die Grenzen zwischen Hardcore und Punk und bieten so ihren Hörern etwas von erheblichem Gewicht. Gemeinsam tragen sie ihre düsteren Herzen und bewegten Seelen und navigieren durch melancholische Meere, um wunderschöne, eindringliche Songs zu formen, die anders klingen als alles andere, was draussen herumirrt. Orso; was auf Italienisch Bär bedeutet, gilt in Lausanne als Versprechen für intensiven Rock-Metal. Der Bär Orso - geboren aus der Asche von Bands wie Krüger oder June DeVille - kennt keinen Dompteur oder Meister. Weshalb die Band auf einen Sänger verzichtet. Die langsame, dicke und massive Musik von Orso - drei Gitarren, ein Bass und ein Schlagzeug - ist von dunkler Melancholie geprägt. Orso wird dich nach einem Konzert verfolgen. Hüte dich.
Reverend Beat-Man ist wieder im gesegneten Namen des Rock’n’Roll unterwegs. Und zwar nicht alleine: An seiner Seite greift Sister Izobel Garcia in die Orgeltasten. Ihre Wege kreuzten sich in L.A. Der Beat-Man fragte, ob sie Orgel und Schlagzeug spiele, Izobel bejahte. Die schweizer-mexikanische Mission war besiegelt. Der Beat-Man und Izobel machten sich gleich ans heilige Werk. Nur ein paar Tage später bekehrten sie die ersten Ungläubigen mit einer Erscheinung in Long Beach. Und ein paar Monate später überquerten sie den grossen Ozean und verkündeten das Wort der Trash-Bibel auf dem europäischen Kontinenten. Seit Beginn des Jahres 2019 sind ihre Predigten auch ab Platte zu hören. Auf «Baile Bruja Muerto» wechseln sich eigene Songs mit einer Handvoll Covers ab: von trashigem Blues, über Garage bis hin zu Folk Noir unterlegt mit der kratzigen Stimme des Beat-Man und dem hypnotischen Gesang von Izobel. Holy Molly. Verlorene Schafe, die sich live bekehren lassen möchten, bietet sich die einmalige Gelegenheit in der Rock’n’Roll-Kirche zu Gaswerk. Nach diesem Abend werdet ihr den Trash-Göttern frönen. Seit vielen Jahren verkünden The Royal Hangmen unermüdlich den Gospel des Sixties Garage Rock. Kurze, knackige Songs und prägnante Hooklines kombiniert mit eingängigen Melodien machen gehörig Druck. Zwei Singles und zwei Alben bezeugen bisher, dass diese Qualitäten auch abseits des Rampenlichts ihre Gültigkeit beibehalten. Von Garage-Punk über Rhythm`n`Blues bis Mersey-Beat kann hier getanzt werden bis die Chelsea-Boots brennen. Die eine oder andere, klug dosierte psychedelische Abwechslung hilft dabei, schlimmere Schäden zu vermeiden und vorübergehend auch in andere Sphären driften zu können.
Verschiedene Bands und DJs // Tombola // weitere Überraschungen Am Winterthur für Respekt wird für das «House of Rescue» in Serbien gesammelt. Das «House of Rescue» ist ein neues Projekt der Border-Free Association, das unbegleiteten Minderjährigen auf der Flucht einen Ort der Geborgenheit bietet. Es findet eine Tombola statt, deren Erlös vollumfänglich dem «House of Rescue» zugute kommt. Die Preise stammen von verschiedensten Winterthurer Einrichtungen und reichen vom Hako, über das Freibeuter Tattoostudio bis zum Kino Cameo. Und natürlich kommen auch eure Gehörmuskeln auf ihre Kosten. Die Winterthurer und Embracher Combo Frontslam fabriziert astreinen Hardcore und zwar auf Schweizerdeutsch. Das Metier von Tongue Tied Twin, unserer stadteigenen One-Man-Band, ist der Blues und der wilde Garagen-Rock’n’Roll. Für die richtigen Beats und Ansagen sorgt der Rapper Wiitundbreit, natürlich auch aus der Eulachstadt. Linx & Lechz geben an diesem Abend ihr Debüt, musikalisch liegen sie nach eigenen Angaben zwischen Minimal-Rock und elektrifiziertem Chanson. Und eines der Winterthurer Rock-Urgesteine darf natürlich nicht fehlen: Ear. Ausserdem haben wir noch einige Überraschungen für euch parat, aber wir wollen uns nicht verplappern. www.border-free.ch LESS HATE, MORE JOY
Was passiert, wenn drei Stoner aus Chicago zusammen Musik machen? Rotzig-rockiger Sludge mit Thrash Metal Einflüssen, der es in sich hat. Auf ihrem aktuellen Album "High Anxiety" besingen die drei den nahenden Weltuntergang - und spucken lachend drauf. Mit stampfenden Riffwänden, prügelndem Schlagzeug oder erdrückenden Breaks ballern uns Oozing Wound ihre süffisant nihilistischen Songs entgegen. Das Ende wird wohl kommen – und es ist ihnen egal. Ghold zu kategorisieren wäre mühsam; wer will schon eine ewige Auflistung von nahezu nichtsaussagenden Genrebezeichnungen lesen? Ghold sind - in einem Wort - schwer. Doch dank dem erhabenen, klagenden Gesang, der über den zermürbend schweren Gitarren und den Tempowechseln schwebt, erreichen Ghold schon beinahe etwas Sakrales. Oder psychotisches. Auf jeden Fall lohnenswert. Frauenfeld produziert seit längerem - quasi unbemerkt – grossartige Metal Bands. So auch Haile Selacid, die irgendwas zwischen britisch angehauchtem Heavy Metal und angepisstem Black Metal spielen. Wir stimmen dem Namen ihres Labels zu: “AuGeil”.
***ACHTUNG: DIE TÜRÖFFNUNG WURDE AUF 20H VORVERLEGT*** Running Order: 20h Türöffnung 21h Infinitas 22h Eluveitie ***DIE SHOW IST AUSVERKAUFT*** Eigentlich bräuchten Eluveitie keine Vorstellung, schliesslich hat die Band in ihrer 16-jährigen Bestehensgeschichte ordentlich für Aufmerksamkeit gesorgt. Mit Welttourneen, Headliner-Auftritten und Charteinträgen auf der ganzen Welt (das Album «Origins» schaffte es 2014 auf Platz 1 der Schweizer Hitparade) haben Eluveitie ihren Status als eine der erfolgreichsten Metalbands der Schweiz zementiert. Eine Erfolgsgeschichte in der auch das Gaswerk seinen Platz einnimmt. Rund eine Dekade ist es her, das Eluveitie ihr zweites Album (Slania) im Gaswerk tauften. Das Album, welches für die Winterthurer Band den Durchbruch bedeut und sie auf die grossen Bühnen der Welt befördert hat. Mit ihrer Mischung aus Melodic-Death Metal und Folklore-Instrumenten wie Leier und Dudelsack eroberte die 9-Köpfige Band die Metalwelt im Sturm. Thematisch bewegen sich Eluveitie (vom keltischen Wort: «Helvetios» oder der Helvetier abgeleitet) in der Zeit der Kelten, weshalb auch ein Teil der Texte in keltisch gesungen werden. Über harte, schnelle, Death Metal Riffs beschreit Frontman Chrigel Glanzmann - unterstützt von Fabienne Erni - in wilder Raserei die epischen Schlachten längst vergangener Zeiten, während die Instrumentalfraktion das Ganze mit folkigen Melodien auflockert und für eine ordentliche Portion Mystik sorgt. Mühelos entführen Eluveitie so ihr Publikum in eine Zeit bevor sich die Römer in Europa breit gemacht haben. Wir freuen uns, die Schweizer Metalstars endlich wieder zu beherbergen!
Eine magische Stilmischung aus Doom, Stoner, Drone, Psychedelic Sludge & Ambient macht UFOMAMMUT unvergleichbar & unverkennbar. Die brachialen Songs schleudern dich von der Steinzeit in die ferne Zukunft und anschliessend viel weiter zurück. Das Trio um Vita, Urlo und Poio besucht uns nicht zum ersten Mal: Die Kreativen Köpfe waren bereits mit UFOMAMMUT selbst, wie auch mit diversen Nebenprojekten bei uns zu Gast. Nun wird ihr 20-jähriges Bestehen mit einer extralangen Show gefeiert.
Zum Glück brachte der Kalte Krieg nicht nur ein gespaltenes Europa und überdimensionale Betonskulpturen hervor. Diese raue Atmosphäre des Misstrauens und ewigen Konkurrenzkampfs bildete scheinbar auch einen äusserst fruchtbaren Boden für musikalische Experimente und kreative Abweichungen. So gehören Laibach, 1980 im damals jugoslawischen Trbovlje im heutigen Slowenien gegründet, wohl zu den international erfolgreichsten und gleichzeitig kontroversesten osteuropäischen Musikern jener eisigen Ära. Unter anderem prägte die Ausnahmeband auch den musikalischen Zweig des interdisziplinären Kunstkollektivs Neue Slowenische Kunst (NSK). Doch künstlerische Rebellion sieht für die in einer sowjetischen Diktatur aufgewachsenen Mitglieder leicht anders aus, als die westlich geprägte Welt vermuten konnte. Statt offensichtlich Grenzen zu durchbrechen, politische Texte zu schreiben, gegen das Regime zu schreien und brüllen, zelebrieren Laibach den Totalitarismus in jedem ihrer Auftritte, ihrer Attitüde und auch in der Auswahl ihrer Songs, nicht zuletzt den martialisch umgesetzten Coverversionen bekannter Mainstream-Hits. Ganz nach dem Motto: „All art is subject to political manipulation […], except for that which speaks the language of this same manipulation.“ Manch einer bekommt deshalb an Konzerten oder bei den nur äusserst selten gegebenen Interviews ein deutlich mulmiges Gefühl – «was sind denn das für Nazispaken? Meinen die das etwa ernst?»
 
Was sie bereits in ihren Entstehungsjahren geschafft haben, gelingt ihnen auch heute noch: Möglichst weit weg vom Mittelmass, von der gesellschaftlichen Komfortzone, hochtypisiert, inszeniert und kantig spalten sie das Publikum schnell in zwei Gruppen – jene, die unverständlich, beschämt, entrüstet den Kopf schütteln, und jene, die erkennen und vor allem auch würdigen, dass hier nicht nur seichtes Popgedudel oder banales Punkrockgeschrammel geboten wird, sondern echte Provokation, mit dem Finger immer schön in der tiefsitzenden europäischen Wunde.
 
Laibach haben sich in ihrer gesamten Laufbahn immer durch ironische Politik-, Wirtschafts- und Kulturkritik ausgezeichnet. Doch nicht nur die Nähe zur Nazi-Kunst sorgt immer wieder für politische Debatten, auch deren provokante Bezüge zur Avant-Garde, zum sozialistischen Realismus und die auf die Spitze getriebene Darstellung der De-Individualisierung durch anonym wirkende, in faschistoid wirkender Uniform gekleidete Musiker. Die kollektive Schöpfung spielt jedoch tatsächlich eine wichtige Rolle, medienüberschreitend und jenseits individueller Urheberschaft präsentiert die Band ihre Werke. So besteht das Quartett auch seit jeher aus denselben Mitgliedern – Eber, Saliger, Dachauer und Keller – auch wenn die realen Personen hinter diesen Pseudonymen mehrfach ausgewechselt wurden.
 
Musikalisch lassen sie sich wohl am ehesten mit Rammstein in einen Genretopf schmeissen – auch wenn dieser Vergleich, wenn auch vielzitiert, immer wieder zu Diskussionen geführt hat. Geboren aus dem Post Rock und Post Industrial der frühen 80er erschufen sie den sogenannten Militant Classicism mit, der über die Jahre durch elektronische Beimischungen und Annäherungen an Pop- und Disco-Sounds immer zugänglicher wurde. Auf ihrer jüngsten Platte «The Sound of Music», findet man dann aber doch auch neue Töne, ganz ohne Martial Industrial, düstere Wave- und Synth-Sounds, Neoklassik, Dark Ambient und besonders auch kein militärischer Technomarsch mehr, dafür allerlei kurzweilige Popmusik – und als besonderes Schmankerl: interpretierte Volkslieder aus Nordkorea.
Das Konzert von Laibach wird in erfreulicher Zusammenarbeit mit dem Salzhaus Winterthur präsentiert.
A long time ago in a galaxy far, far away ... Die galaktische Republik wird von Unruhen erschüttert. Alle Bemühungen, die Angelegenheit zu beseitigen, sind bisher gescheitert. Während der Kongress der Republik endlose Debatten über die beunruhigenden Ereignisse führt, entsendet das Gaswerk insgeheim drei Synthie-Ritter, Wächter der elektronischen Musik und des guten Geschmacks, um den Unruhen mit Synthwave zu begegnen: Dynatron alias Jeppe Hasseriis aus Kopenhagen, ist einer der drei Ritter. Seine elektronische Synthesizermusik ist inspiriert von den Sci-Fi-Horrofilmen der 80er-Jahre und Hommage an die Filmmusik der 80s-Fantasie. Starcadian aus Brooklyn New York war lange Musikproduzent, als er 2011 plötzlich seinen erster Song „Girls On Midnight“ aus dem Nichts in Soundcloud beamte. Er selbst beschreibt seine Musik gerne als Filme fürs Ohr und erklärt: „I basically make soundtracks to imaginary movies that I wish I had seen when I was younger.“ Midnight Danger alias Chris Young aus Stockholm ist der Mann für alle 80s-Hardrock-Nostalgiker. Extravagant gekleidet, feuert Schwedens heissester Synthiewave-Künstler Retrovibes ins Publikum. In der langen Nacht der Synthesizer-Musik lädt das Gaswerk auf einen Trip durch eine fantastisch farbenfrohe Welt. Dynatron, Starcadian und Midnight Danger beamen das Publikum Song für Song in unentdeckte Ecken des Kosmos, weg vom eigenen Alltag und irgendwie doch zurück in die 80er.
Xiu Xiu machen Musik abseits von allem und allen. Um Unsicherheiten im Umgang mit der Band zu vermeiden, zuerst die Fakten: Jamie Stewart ist Mastermind hinter Xiu Xiu. Er zieht für Aufnahmen und Tourneen gezielt Musikerinnen und Musiker bei. Der Bandname spricht sich «Schu Schu». Xiu Xiu spielen ihr einziges Schweizer Konzert am 23. März im Gaswerk und präsentieren das neues Album «Girl with Basket of Fruit». Soweit zu den Grundlagen. Zu beschreiben, was das Publikum an diesem Abend erwartet, gestaltet sich nämlich weitaus schwieriger. Xiu Xiu einem Musikstil zuordnen? Unmöglich. Musikgenres sind für Xiu Xiu ein impraktikables Konzept. Eine nachvollziehbare Beschreibung der Musik liefern? Schwierig, schnell landet man bei Plattitüden wie «einzigartig», «unbeschreiblich», «mit Worten nicht fassbar». Xiu Xiu bewegen sich auf einem äusserst schmalen Grat zwischen Pop und Abstraktion, bedienen auf ihrem neusten Album sich der modernen klassischen Musik, bei Post Punk, Industrial und der Weltmusik entlehnter Rhythmen und mischen plötzlich wieder harte Beats rein. Die Songs vermitteln mal Aufregung, dann wieder wohliges Unbehagen im Wissen, dass bald wieder einschüchternde Monologe oder verzerrte Schmerzensschreie zu hören sind. Achtung, abgelenkte Gäste könnten sich langweilen, die Band erfordert die volle Aufmerksamkeit des Publikums. Wer sich auf Xiu Xiu einlässt, wird Teil der wundervollen Welt. Wenn auch schwierig zu beschreiben; Erleben wärmstens empfohlen. Strotter Inst. macht Musik mithilfe von präparierten Plattenspielern. Noise & Beats analog generiert. Wir finden das fantastisch und haben Freude, dass Strotter Inst. bei der Xiu Xiu-Show ebenfalls zu Gast sein wird. Habt auch Freude! Und seht und hört euch diese Wundermaschinen an!
Welcome home! Soybomb sind drei Synthesizer-Fanatiker, die zerbrechlichen Electronica in leicht psychedelischen Pop umwandeln. Wir sind geradezu entzückt, dass die mittlerweile europaweit gefeierten Wahlberliner wenigstens für eine Nacht nach Hause kommen. Pamela Méndez lebt Pop. Doch während Pop in der Regel ein Wegwerf-Label anhaftet und die musikalische Verkörperung von Kurzlebigkeit darstellt, schafft es die Singer- und Songwriterin radiotaugliche Musik zu produzieren, die trotzdem 1000-fach wiederverwendbar ist. Deep Pop. Mit aufgerauter Stimme singt sie gefühlsvoll und ehrlich, erschütternd und wunderschön über die Existenz, die Vergänglichkeit, das Dasein.
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