2008

Hurra, was für ein Line-up! Gleich drei gestandene Bands werden mit ihrer kernigen Rockmusik und entsprechender Show für beste Stimmung und Unterhaltung sorgen!  Geboten wird eine Mischung aus direktem, ruppigem Rock, dessen Wurzeln in den 70er-Jahre-Bluesrock reichen, zuweilen gewürzt mit einer Prise R&B oder Country, vergleichbar den älteren Stones, Faces, Humble Pie, Mott the Hoople, Slade, Black Crowes etc. Dieser Sound sorgt schon ab Konserve für Freude, am meisten Spass macht er aber live auf der Club-Bühne, vor allem wenn er mit soviel Hingabe und Leidenschaft gespielt wird.

"We are The Quireboys... and this is Rock'n'Roll!" pflegt Sänger Spike am Anfang eines Konzerts zu verkünden – und er ist kein Mann leerer Worte! Die Engländer legen sich ins Zeug und zelebrieren ihren rauen Rock, dessen Spektrum vom Partyknaller bis zur gefühlvollen Ballade reicht. Das Sextett aus London konnte 1990 mit ihrem Debut einen Grosserfolg verbuchen und durften eine Weile in der erste Liga des damaligen Rockbetriebs mitspielen (Tour mit Guns’n’Roses, Aerosmith etc.). Zwischenzeitig wurde es etwas stiller um die Boys, doch seit einigen Jahren legen sie wieder solide Alben vor und beglücken mit ihren Shows ganz Europa. Die Quirbeoys in ihrer Fan-Hochburg Winterthur: Nicht verpassen!

Der Amerikaner Dan Baird dürfte vielen vor allem als Frontmann der "Georgia Satellites" in bester Erinnerung sein, einer Band, die in den 80er-Jahren grossen Erfolg feiern konnte. Auch mit seiner vierköpfigen Band "Homemade Sin" spielt der alte Profi saftigen Südstaaten-Boogie-Rock mit Blues- und Country-Einflüssen, wobei live aber auch durchaus mit musikalischen Überraschungen zu rechnen ist. Insbesondere die Freunde der elektrischen Gitarre werden hier voll auf ihre Kosten kommen!

Seit der Jahrtausendwende tragen auch die Diamond Dogs den guten alten Rock’n’Roll, komplett mit Honky-Tonk-Piano und rauchiger Stimme, in die Welt hinaus. Und Achtung: Die sechs Schweden sind keine „Vorband“, sondern der dritte Headliner! Sie werden zu Recht oft mit den Quireboys verglichen, sind aber natürlich keine Nachahmer, sondern Gleichgesinnte, die im Übrigen auch schon mit Hanoi Rocks, The Damned und Nazareth auf Tour waren. Die dezidierten Entertainer werden die Messlatte für ihre Kollegen hoch setzen.

Die gemeinsame Tour dürfte unter den Bands ohnehin zu einem gesunden Wettbewerb führen, ganz zugunsten des Publikums. Hier wird fürs wenig Geld etwas geboten werden; es steht eine hochkarätige Rock-Party ins Haus!

My Name Is George taufen ihr neues Album «Black and Blue», das in Stockholm beim Mando Diao Produzenten Ronald Bood aufgenommen wurde. Die neuen Songs klingen erwachsener, vielschichtiger und lassen auch mal düstere Seiten zu, ohne jedoch auf altbekannte Stärken zu verzichten. Bewährte uptempo Rocknummern mit dem typischen Sixties-Brit-Einschlag finden genau so ihren Platz wie schwere, zurückhaltende Rocker und grandiose Balladen. Live wird die Band nach langer Bühnenabstinenz in ihrer Heimatstadt ohne Zweifel zur bekannten Hochform auflaufen. Zur Feier des Tages findet gleichzeitig in Gaswerk und Salzhaus ein eigentliches Georgmania-Festival statt, zu dem im Salzhaus Pegasus - die Bieler Swisstop-Gewinner von 2007 - mit ihrem Beatleesken-Pop und 7 Dollar Taxi aus Luzern mit ihrem britisch geprägten Indierock beitragen werden. Beides blutjunge Hoffnungsträger und erstklassige Livebands, die bereits über die Landesgrenzen hinaus auf sich aufmerksam machen konnten.

Die innere Sprache eines Musikers ist seine musikalische Vision, seine musikalische Identität - nicht nur wie er Musik spielt, sondern auch wie er Musik hört, was in seinem persönlichen Musikkosmos Platz findet und wichtig ist…Das Christoph Stiefel Inner Language Trio

bewegt sich heute, nach 18 Jahren seit der Gründung seiner “Urformation”, in seinem eigenen, vielfältigen und selbst entwickelten Musikkosmos mit Eigenkompositionen zwischen interessanten minimalistischen Rhythmus-Strukturen, hoch energetischem Jazz und Grooves - bei einer eher ruhigen, lyrischen Grundstimmung. Die innere musikalische Sprache der drei Bandmitglieder ergänzt, hinterfragt, kontrastiert und verbindet sich gleichzeitig auf subtilste Weise… Jeder der drei Ausnahmemusiker spricht seine Sprache, ohne dass einer die anderen dominiert. Auf der mittelalterlichen Kompositionstechnik der Isorhythmie basierend entsteht ein spannendes, zeitgemässes und dichtes Geflecht von rhythmischen und melodischen Überlagerungen. Daraus resultieren faszinierende, dichte Atmosphären und wirblige Grooves - dennoch bleibt das Herz der Musik im Grunde ein poetisches.

 

Das isorhythmische Konzept liefert die andauernde rhythmische Spannung, die vom schnörkellosen Bass von Pat Moret auf faszinierende Weise vom Kopf in den Boden geerdet wird, sodass jegliche Kopflastigkeit ausgeschlossen wird. Die rhythmisch an-spruchsvollen Kompositionen werden vom Schlagzeuger Marcel Papaux klanglich und dynamisch sehr nuanciert auf vielfältigste Weise interpretiert, sodass ein organischer, fliessender Übergang von Komposition zu Improvisation entsteht. Dies erhält die Musik lebendig und lässt sie immer wieder anders klingen. Christoph Stiefel am Klavier gibt mit seinem sehr persönlichen, ausdrucksstarken und virtuosen Spiel den Rhythmen die Kraft und den Melodien eine spirituelle Intensität, die den Hörer mitreisst und zu berühren vermag. So entsteht zusammen eine Musik, die gleichzeitig komplex und einfach, intellektuell und emotional, abstrakt und sinnlich ist…

 

Das Trio wurde 2007 von der deutschen Zeitschrift Stereoplay ausgewählt als eine der zukünftigen Klavier-Trio Klassiker (zusammen mit Bobo Stenson, John Taylor, E.S.T u.a.) , von der deutschen Zeitschrift Stereo als bestes Klavier-Trio der Schweiz bezeichnet und die letzte CD 7meilenStiefel ist sogar in den deutschen Jazz-Charts(25) gelandet… Veröffentlichung der neuen CD ab März 08: “Christoph Stiefel Inner Language Trio”. Das Schweizerische Kulturinstitut Pro Helvetia hat das Trio für die nächsten drei Jahre 2008 -2010 in Ihre Prioritäre Jazz-Förderung ausgewählter Schweizer Bands aufgenommen.

Weltoffener Folk, wilder Rock und tanzbarer Ska. Der Sound der Modena City Ramblers ist eingängig und einzigartig zugleich. Die italienische Truppe kombiniert raffiniert kritische Texte mit ausgelassenen Melodien. Seit 1991 hat die Band diverse Tonträger veröffentlicht und Konzerte in ganz Europa gespielt. Die Modena City Ramblers leben den Traum von der Freiheit. Die Musik sei ein Weg in die Utopie. Dass diese dabei so farbenfroh und lebensfreudig klingt, tut der Vision keinen Abbruch. Man höre, tanze und schwelge.

 

Ihre Auftritte sind Musikerlebnisse sondergleichen. The Vad Vuc spielen eine Mischung aus Ska und Irish Folk mit diversen osteuropäischen Einflüssen. Ihre Musik ist rhythmisch, wild und ausgelassen. Wenn die Herren aus dem Tessin loslegen, ist Feiern unvermeidlich.


Dead Moons Wiederkehr als Pierced Arrows!

Fred & Toody Cole, die Unkaputtbaren des Lo-Fi-Sounds sind zurück! Die Rede ist von keiner geringeren als von der Underground-Legende Dead Moon, die sich Ende der letzten, unendlichen Europatour trennte, was für viele Fans rund um den Erdball einer Katastrophe gleichkam. «Alles war zu festgefahren und es glich zum Schluss einer ewigen Wiederholung, selbst die perfektesten Familien gehen zu Bruch» hieß es in der Presseerklärung von Gitarrist und Sänger Fred Cole, der bereits 1968 mit seiner Band «The Lollipop Shoppe» die amerikanischen Billboard Charts attackierte. Man trennte sich nach fast zwanzigjähriger Bandgeschichte und vierzehn LP-Veröffentlichungen von «Ziehsohn» Andrew Loomis und rekrutierte nach nur 6-monatiger Schaffenspause den Weltenbummler Kelly Halliburton, dessen Vater mit Herrn Cole schon in den Siebzigern dem Rock'n'’Roll gefrönt hatte.


Die Geburtsstunde der Pierced Arrows war besiegelt. Und jene setzen musikalisch genau da an, wo Dead Moon aufgehört hatten, nämlich bei kraftvollem Garagenrock mit Gefühl, Intensität und radikaler Kompromisslosigkeit gespielt vom Ehepaar Fred und Toody Cole, die sich mittlerweile in ihrem sechzigsten (!) Lebensjahr befinden, und einem Schlagwerker, vor dem selbst «the animal» aus der Muppet Show verblassen würde.

Nach ausgiebigem Touren durch die Vereinigten Staaten, Australien und Neuseeland kehren sie mit neuer Schallplatte im Gepäck endlich zurück in die Schweiz, um auch das Gaswerk zum Wackeln zu bringen. Auf dass der Schweiß von der Decke tropfen möge. Wer’s verpasst, dem ist nicht mehr zu helfen!

«Pierced Arrows picks up, musically, where Dead Moon left of – a lo-fi assault on the senses played with the sincerity and feeling that made Dead Moon such a special band for all of their fans around the world.»

 

The Jackets: Obwohl soeben im Sommer 2007 gegründet, sind  The Jackets nicht neu in der europäischen Garage-Rock-Punk Szene, deren Köpfe aus mehreren legendären und bühnenerprobten Schweizer Bands stammen: THE FOX, THE MAD COWGIRL DISEASE (Jackie Brutsche: Vocals & Gitarre), REVEREND + LIGHTNING BEATMAN, THE GET LOST (Chris Rosales: Drums) oder TIGHT FINKS (Severin Erni: Bass).

 

 


Aus Anlass ihrer Plattentaufe veranstaltet das Winterthurer Stoner-Rock Ensemble "Hellroom Projectors" ein explosives Feuerwerk mit viel Rauch und Getöse!
Zur wuchtigen Unterstützung reisen "the Villain" aus Schaffhausen und "Snarf" aus Basel eigens für diese Feier an.

Schon seit Jahren sind Snitch aus Zürich, die hierzulande unangefochtenen Könige des melodiösen Punkrocks. Ob Hallenstadion oder Jugendhaus, Snitch haben ihr Publikum im Griff und müssen sich keineswegs hinter Vorbildern aus den USA oder Schweden verstecken. In ihrer mittlerweile auch schon einige Jahre dauernden Karriere, hat das Trio schon mit zahlreichen Szenegrössen wie AFI, Offspring, Millencolin etc. die Bühne geteilt und spielt eine moderne Variante des Ami-Punks, gespickt mit Zitaten aus Hardcore, Metal und Rock.
Eher klassisch Britisch gehts bei den Thunern Tight Finks zu und her. Guter alter 77-Punk, Addicts und Adverts sind nicht weit, ebensowenig Sicherheitsnadel und Bondage-Hose. Europatourerfahren, wissen Tight Finks mittlerweile wie man ein Publikum zum gepflegten Pogo animiert.
Gerade erschienen ist das Debut-Album der Kölner Sewer Rats, und zwar auf dem renomierten Bitzcore Label (Turbonegro, Turbo AC's, Peter Pan Speedrock). Rotziger, an Rancid erinnernder Gesang, trifft auf hymnenhaften Punk von der Strasse und, Kontrabass sei dank, meint man immer mal  wieder swingende Rockabilly-Elemente zu  erkennen. 
Ähnlich geht es bei den Dänen von den Hitchcocks zu und her. Streetpunk mit Rockabillyeinfluss. Choreinsatz und die ein oder andere, dem Poppunk entlehnte Melodie, sorgen für gute Laune.

Sie heissen the Sadies, sind vier baumlange Kerle aus Toronto, und spielen einen unglaublich souveränen Mix aus Country und Psychedelic-Rock wie er wohl einmalig ist. Virtuos erweitern sie ihr Soundspektrum um Elemente aus Rockabilly, Surf und Folk und stehen so auf ihrem Gebiet ziemlich konkurrenzlos an der Spitze. Da wundert es niemanden, dass schon so unterschiedliche Künstler wie Jon Spencer oder Neko Case sich die Sadies als Backing Band geangelt haben. Mal wird das Tempo angezogen und die Tanzbeine geschwungen, mal meint man eine Melodie aus einem Italo-Western zu hören und immer wieder streuen die Kanadier gekonnt eine melancholische Countryrockballade ein. Langeweile ist hier ein Fremdwort.
Ebenfalls aus Kanada stammt Bloodshot Bill. Die beste One-Man-Rockabilly-Band der Welt. Der gute Bill bedient Gitarre und Schlagzeug gleichzeitig und stampft dabei mit Vorliebe durch wilde Songs über Mädchen in engen Hosen. Oft gar nichts an hat Margaret Doll Rod, die Sängerin der legendären Nudisten-Punks Demolition Doll Rods aus Detroit. Auch sie wird Solo auftreten und  dabei einen ziemlich trashigen Mix aus Blues, Punk und Soul präsentieren. Umrahmt wird der grossartige Abend von DJ Beat-Man, Kopf der Monsters, Chef von Voodoo Rhythm Records und somit also ein Mann, der was von (guter) schlechter Musik versteht.

5 Bands rocken im Gaswerk um die Wette. Ausser verdammt guter Musik haben die jungen Schweizer Bands nur eine Gemeinsamkeit: sie haben ein kluges Köpfchen unter sich, das an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften studiert oder arbeitet. Zusammen mit einer Jury können sich die Konzertgänger selber vom Können der Bands überzeugen und den Sieger küren.

Wild, feurig und sexy: The Bellrays aus den USA machen Rock und Soul mit Herzblut. Seit 1990 zusammen, haben die Kalifornier diverse Alben veröffentlicht. Ihr neustes Werk „Hard Sweet and Sticky“ ist eben erst erschienen. Die Musik erinnert an die 60er Jahre. Einflüsse des Funk und Jazz vermischen sich mit packenden Gitarrenriffs und der gewaltigen Stimme der Sängerin. Die Musik der Bellrays lässt sich nicht einordnen, sie ist eigenständig, unberechenbar und leidenschaftlich. Ganz nach dem Motto der Band „Blues is the teacher, Punk is the preacher.“

 

Zwei gescheiterte Clowns und ein desillusionierter Pantomime sind zwar nicht lustig … aber heiss! Direkt aus Vatikanstadt bescheren uns die erfolglosen Zirkusartisten eine explosive Mischung aus Garage-Rock und Soul, angereichert mit einer feinen Priese Prog-Rock, ganz wenig Blues und einem Klatsch Elektro. Fein!

Bei Rezurex scheint jeden Tag Halloween zu sein und ohne Schminke, Verkleidung und Bühnendekoration, betreten die Psychobillies um den umtriebigen Daniel deLeon, der auch in zahlreichen TV- und Independent-Movies als Schauspieler zu sehen ist, keine Bühne dieser Welt. Schlechter Geschmack wird hier mit Augenzwinkern und Ironie zelebriert und gelebt. B-Movie Horror und Trash, in all seinen Faceten, erlebt fröhliche Auferstehung. Musikalisch führen Rezurex dann allerdings die etwas feinere Klinge und nachdem die Band jahrelang als eine Art Ersatzteilager für ähnlich gelagerte Bands wie Tiger Army oder Nekromantix herhalten  und so zahlreiche Besetzungswechsel erdulden musste, scheint jetzt ein fixes Line-Up gefunden zu sein, das sich sowohl bei 50's Rock'n'Roll wie auch Punk bestens zu Hause fühlt. Auf dem kürzlich erschienenen zweiten Album "Psycho Radio" (Fiendforce Records) zeigen sich die Kalifornier von ihrer abwechslungsreichen Seite, bedienen sich bei Misfits, Clash, Cramps und Ramones,und erweitern das Ganze um einige Gothic-Elemente ohne jedoch Rockabilly ganz aus den Augen zu verlieren. Dank dem vor allem für diese Szene überdurchschnittlichen Songwriting, gelingt es der Band jederzeit aus der momentan etwas unüberschaubaren Masse an ähnlich gelagerten Bands herauszustechen.
Die ebenso aus Kalifornien stammenden Stellar Corpses, wählen die eher etwas simplere Variante und spielen ihren Ami-Psychobilly in guter alter Hauruck-Tradition. Gerne dürfen die Instrumente auch mal mit Fäustlingen traktiert und Gaspedale bis zum Anschlag gedrückt werden. Ihr Mix aus Punk und Rock'n'Roll Elementen macht wohl genau deswegen Spass.

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