2022
Eine stumpfe Kraft der Aggression, roh, kompromisslos und lausig. Gravpel kehren zu den Ursprüngen des gesamten Metal-Genres zurück. In Zeiten, in denen Black Metal zum Mainstream, oder gar zur Avantgarde wird, will dieses 5-köpfige Abrisskomando zu dem zurück, wofür Metal steht. Eine gewalttätige Punk-Show und ein Finger, der Finger, in die Fresse all der elenden Rechten und NSBM-Shitheels, die versuchen, Black Metal für ihre Ideologie zu vereinnahmen. Holzerhurd ist Black Metal der zweiten Natur, Romantik des Banalen. Wir besingen die urbane Einöde, die Schönheit der Betonwüste und die Magie des Cyberspace. Unser Black Metal ist atmosphärisch, ohne orthodoxe Prüderie oder Scheu vor saftigen Hooks
Seit das Duo Elio Ricca gegründet wurde, haben sie mehr Keller in der Schweiz bespielt, als man sich vorstellen kann. Die Alben "Another Way to Get High" 2016 und "Lovely Underground" 2019, worin sie Tiefen umarmen und ihre Umstände glorifizieren. Heute, 2022, wagen sie es endlich nach oben. Sie steigen aus den Untergründen empor und treten endlich hinauf, an die Oberfläche. Draussen ist es immernoch Nacht. Es ist eine Party im Gange, voller trippiger Lichter, Glitzer und Münzen, die dir das Glück deines Lebens versprechen. „Another Way to Get High“ - ja, den gibt es. Es gibt aber auch einen viel einfacheren Weg dorthin: "Luna Park", das neue Album von Elio Ricca, erschien am 7. Oktober 2022. Die beiden haben ein Faible für explosive Gitarrenriffs, mitreissende Drums und trippige, melancholische Synthie-Melodien. Elio Ricca lieben es, das Publikum und vorallem auch sich selbst zu überraschen. Ab und zu emotional und herzig, aber nie kitschig. Elio Ricca deuten eine Richtung an, um dann plötzlich umzudrehen und einen anderen Weg zu nehmen, und erfüllen dadurch sogar Erwartungen, die gar nie geschürt wurden. «Wenn wir ein Film wären, wären wir wahrscheinlich ein abwechslungsreiches low-budget Action-Drama, mit einigen Sex-Szenen und ohne Happy End.» RAUSCH ist eine energetische Post-Punk & Noise-Rock Band aus Basel. RAUSCH wurde 2017 von den langjährigen Freunden Moritz Lienhard und Rahel Rikli gegründet, aus dem Wunsch heraus, laute Musik zu machen, die sich ausserhalb des Mainstreams bewegt. Für Moritz war es auch die Chance, sich als Sänger und Texter zu finden. Später kam Bassist Quentin Garnier hinzu, der sofort wichtiger Teil der Familie wurde. Die Musik von RAUSCH klingt mal hypnotisch schleppend, mal ängstlich nervös und quasi immer laut. Die Live Shows von RAUSCH sind konfrontativ und explosiv. Strobo, Feedback und mechanische Rhythmen bilden die Sprache von RAUSCH. Poetischer Lärm, der sich in die Körper gräbt und Verwüstung hinterlässt.
Until The Day I Die, das neuste Album von Kollaps, ist eine kompromisslose Kraft der rauen postindustriellen Musik, die von übergreifenden Themen wie Verurteilung und Erlösung, Gewalt, Romantik, Sexualität und Sucht erzählt.
Weil das Gaswerk gerne Gastgeber ist, machen wir auch dieses Jahr wieder bei den Adventsfenstern des Quartiervereins Tössfeld-Brühlberg mit. Ganz gemütlich bei Feuer, Glühwein, Suppe und Bier frönen wir der kalten Jahreszeit und bestaunen unser schönes (schönstes!) Adventsfenster. Es lohnt sich also, genug früh ans Kollaps Konzert ins Gaswerk zu kommen um sich mit Glühwein und Suppe aufzuwärmen.
Promethee packt uns mit ihrer tiefen Trauer und Dramaturgie. Alles klingt ein bisschen nach Weltuntergang. Sie machen Metal, Hardcore, Noise und Progressive zu einem Höllenritt, der Spass macht. Kompromisslos holen sie aus uns etwas raus, dessen Existenz wir bis anhin nicht kannten: Weltschmerz, der uns zum Moshen bringt. Irgendwo zwischen der dystopischen Realität der Geschichtsschreibung und utopischen Zukunftsvorstellungen findet Voice Of Ruin Inspiration für ihre Texte. Auch musikalischen spielen sie zwischen zwei Extremen, beeinflusst von Klassik und modernen Musik. Dabei produzieren sie einen Stil, der für manche dem Melodic Death Metal zuzuordnen ist, für andere jedoch zum Groove, Thrash oder gar Black Metal gehört. Was Du davon hältst, kannst Du nur rausfinden, wenn Du zu uns an ihr Konzert kommst.
Fr 18.11.22 Kraftfeld Live: Nik* & FiggDiSam (Winti) Live: Alwa Alibi (Bern) Live: Projekt ET (St.Gallen) DJ Slick Pip (Winti) Sa 19.11.22 Gaswerk Nativ (Bern) Magnetband (Winti) Allesbollet (Winti) DJ Bossmentality 808 Festival, der grösste HipHop-Event in Winterthur. Lokale Helden und nationale Grössen massieren euch am 18. und 19. November zwei Tage lang mit Beats und Rhymes das Trommelfell. Nimmermüde werden nach den Konzerten von exquisiten Plattendreher:innen durch die Nacht geschupft. Pack also Baggypants und Snapback ein und lass uns gemeinsam durchs Wochenende bouncen. Festival gibts in Winterthur einige, ein reines HipHop Festival aber nur eins, am 18. und 19. November im Kraftfeld und Gaswerk.
Body Meat, aka Christopher Taylor, umrahmt die Extreme der Popmusik. Es gibt Platz für zuckersüsse Synthesizer wie auch aufpeitschenden Lärm; kaleidoskopische Gesangsmelodien und perkussive Verenkungen; ekstatische Tanzflächenbeat und existenzielle Verzweiflung. Die Musik ist chaotisches, überwältigendes Zeug. Und genau darin sieht Taylor den Sinn der Sache. Die Grenzen des Pop und diejenigen des Publikums werden bewusst ausgelotet. So fragte er sich in einem Interview: “Wie locker kann ich mit dieser Idee umgehen? Wie weit kann ich es treiben, bis die Leute überfordert sind? Injury Reserve, ursprünglich ein Trio, durch einen tragisch Tod auf ein Duo reduziert, veröffentlichten ihr Debutalbum Injury Reserve 2019 noch zu dritt. Grogg verstarb im Juni 2020. By the Time I Get to Phoenix wird die erste Veröffentlichung seither. Sie besteht zu grossen Teilen aus Elementen, die Grogg vor seinem Tod noch produziert hatte. Die Gruppe bedient sich verschiedenster HipHop-Stilrichtungen, lässt aber alles durch ihren ganz eigenen und einzigartigen musikalischen Filter laufen und produziert so unverwechselbaren und kohärenten Sound. Präsentiert vom Akzent Klubfestival.
Grizzly ist das Gesicht einer durchzechten Nacht 2014 in Karlsruhe, in der die Band gegründet wurde. Obwohl die Band seither so manch personellen Wechsel erfahren hat, sind sie ihrer Entstehungsgeschichte und ihrem Motto treu geblieben. So sind sie nun wieder zu fünft und kehren mit neuen und neu-arrangierten Songs auf die Bühne zurück. “I want to be stereotyped, I want to be classified” – so nehmen sich Bike Age frei nach damals den Problemen und Themen der heutigen Zeit an. Musikalisch bewegen sie sich irgendwo zwischen Skatepunk und gefühlsfreudigem Revelation-Core. Sie vermitteln Leichtigkeit, während sie über schwerwiegende Themen sinnieren. Wer das Glas auf tote Freude hebt, soll zumindest davon erzählen. So beispielsweise auf ihrer Debüt-EP Beer is my Cup of Tea. Sie brüllen für die Menschen, für die Menschenwürde und vor allem für das Herz ins Mikro. Die Snotty Cheekbones entsprangen dem Gaswerk 1999 und kommen nun zurück nach Hause. Sie spielen Punk vom Feinsten und sind Fans von epischen Akkorden und wilder Musik. Genau so wie wir. Die Vorfreude ist also gross!
Dommengang’s Tracks sind ausladend und treibend. Die Band besteht aus Brian Markham, Adam Bulgasem und Sig Wilson. Das Trio pflegt eine Vorliebe für elektrischen Blues und auch die Einflüsse von Punk sind unüberhörbar. Auf traditionelle Songstrukturen verzichten sie jedoch und ersetzen Erkennbares durch Progressives. Ihr neustes Album No Keys zeigt, dass Rock noch lebt. Was klingt wie der Soundtrack zu einer Reise spricht Entdeckerherzen und diejenigen an, die bereit sind alles hinter sich zu lassen und neu anzufangen. Mamba Bites ist ein Power-Trio aus der Westschweiz: Genf, Neuenburg und Missy, drei Städte vereint im Punkrock. So sehr sie auf ihren Fotos lächeln, so energiegeladen und agressiv sind ihre Tracks.
Public Memory erschafft aus den düsteren Ecken des Psych. Düsteres Atmosphärisches und leicht beschädigte Synthesizer erinnern an Trip Hop und Dub, sowie Krautrock und verschmelzen mit einer Mischung aus elektronischer und akustischer Perkussion und gefühlvollem Gesang. Blanche Biau, Einflüsse von 80er-Jahre-Wave gepaart mit hallendem Shoegaze verschmilzt zu einem traurigen, aber verträumten Sound, getrieben von einfachen Drumbeats und fesselnden Basslines. Blanche Biau, Einflüsse von 80er-Jahre-Wave gepaart mit hallendem Shoegaze verschmilzt zu einem traurigen, aber verträumten Sound, getrieben von einfachen Drumbeats und fesselnden Basslines.
Der Nabel kann nicht warm sein, ohne dass es zieht. Film 2 ritzt sich dafür die Ehrlichkeit von den Knochen, das Flüchtige braucht Zeit, das Laute die Stille. Sperrige Stromgitarren verkuppeln den Weltschmerz, krautige Rhythmen umarmen den Noise, das Geschnetz glitzert. Vibrierend und ekstatisch sind ihre Konzerte, genauso kantig wie einfühlsam, ein gemeinsames Ritual für die Verletzlichkeit. Das Trio bläst Feuer in den Bauch und Nebel ins Gesicht, lässt Raum für Einkehr und schenkt Energie für die Trance. Film 2 ist Dämmerung in beide Richtungen, feucht, trunken und glimmernd. Alles ist Nichts und Alles ist Nichts. Wie schön, der Winter ist zurück; Depression für alle und ein ideales Umfeld für jemanden wie Daif, der mit seiner treuen Low-Budget-Elektro-Axt seine Songs aus einer kritischen Traurigkeit heraus schnitzt. Die Brille beschlägt und der Computer stürzt immer wieder ab, während eine unsoziale Brise durch die -27° warme Garnisonsstadt Frauenfeld zieht. Doch solange alle zwei Stunden ein Festplatten-Backup gemacht wird, ist von Resignation keine Spur. Nach jahrelangem Treiben im goldenen Prekariat als Cloudrapper, Hacker und Journalist (der Stunde - wenn man so sagen darf) hat er sich beim kantonalen Amt für Kultur wohl seine ganz eigene Nische geschaffen. Daif schreit Lieder im Dialekt, produziert Prosecco-Werbung, choreographiert Eurodances, ist ein absoluter CAPSLOCK-SUPERSTAR, macht Kunst im Allgemeinen, schläft tagsüber, glitcht nachts und hat die erste Bedienungsanleitung für Instagram geschrieben, bevor es erfunden wurde - btw Daif darf bis zum 7. Januar clean bleiben, mal sehen... er trinkt nicht mal mehr Kaffee so.... Produktinfo: Von der letzten Sicherung bei BlauBlau neu auf Kassette sowie im Internet, und Infranet, des Kantons Thurgau. Alles und (Alles); Emo, Punk, Bedroom, betrunkene Traurigkeit in Autotune, prickelnde Synthies und Gitarren, Philosophie so tiefgründig wie Zigarettenstummel im Aschenbecher, "fuck you all", und der längste und beste Albumtitel des Jahres.
Public Display of Affection leisten ihren Beitrag dazu, dass Berlin verrückt bleibt. Mit jener furchtlosen Exzentrik, für die Perfomance-Künstler und Musikkolletive in den 1980-Jahren in der deutschen Hauptstadt bekannt waren treten sie während ihren Live-Shows auf die Bühne. Diese bespielen sie mit einer Mischung aus Jazz und Post Punk und treffen damit den schmalen Grat zwischen dem Heilsamen und der Sünde. Madeleine Rose, Lewis Lloyd, Anton Remy und Jesper Munk veröffentlichten ihre Debüt-EP P.D.O.A. Ende 2021. Ihr erstes komplettes Album wird diesen Oktober folgen. Little Love spielen glückliche Musik für traurige Menschen und traurige Musik für glückliche Menschen. Surreale Geborgenheit, so warm, dass man frieren will. Wie zum Beispiel im Park, wo Menschen unermüdlich auf der Suche nach Erholung sind oder auf einer Landstrasse, wo sich zwei Fremde kurz in die Augen blicken. Eine Gratwanderung zwischen Pop und Elektronischer Musik, auf welcher tiefe Basstrommeln schüchtern verliebte Synthesizer-Melodien antreffen.
Lange – zu lange – haben Pabst auf sich warten lassen. Die Wellen des Unmuts kamen und gingen. Hoffnung – eine einst so gedeihliche Vokabel – verkam zur Floskel. Die Zeit zerfloss, vier Mal wurde eine Tour an- und dann wieder abgesagt. Doch nun sind sie hier! Pabst wäre ja eigentlich schon mal im Gaswerk aufgetreten. Doch dann kam die Krise (wir wollen das dazugehörige Wort am liebsten nie mehr in den Mund nehmen, respektive in die Tasten hauen müssen). Sie bringen Indie-Rock zusammen mit Neo-Grunge auf unsere Bühne. So klingt es eben, wenn man Seite an Seite mit Leoniden, Casper und Kadavar auftritt. Mit ANGER MGMT. hat Winterthur ein neues Rock-Trio. Wie der Name vermuten lässt: Hier wird Musik als Ventil genutzt, um Wut in etwas Kreatives, in energiegeladene Songs umzuwandeln. Die Songs von ANGER MGMT. thematisieren auf authentische Weise Angst, Depressionen, toxische Männlichkeit und soziale Ungleichheit und versucht die Welt mit einer Mischung aus Post-Punk und Alternative-Rock, gesund zu brüllen. Der Sänger Nik Petronijevic leidet bereits seit seiner Kindheit an einer ausgeprägten Angsterkrankung und Depressionen und entstigmatisiert als Mental Health Aktivist in Radios, TV, Interviews, Podcasts und auf der Bühne. Die drei Mitglieder der Band sind wahrlich keine Unbekannte in der hiesigen Rockszene. Nik Petronijevic (Useless), Simon Hirzel (The Shattered Mind Machine) und Daniele Brumana (Megaton Sword, Forlet Sires) bilden das Trio und spielten im Lineup der Winterthurer Musikfestwochen ihr aller erstes Konzert und war mit knapp 1000 Besuchern ausverkauft.
OBACHT OBACHT aus Winterthur war schon immer ein zweischieniges Projekt: Lofi-Schlafzimmerrecordings standen im Gegensatz zu den rumpligen Noise-Rock Liveversionen der OBACHT OBACHT BAND. So auch ICH VERDAMPF: Der Song erschien erstmals in einer synth-wavigen Solo-Version auf dem 2020 erscheinen Album DIORAMA, für REALITY CHECK wurde dieser Track und sechs andere bei Omar Fra im Studio in voller Bandbesetzung in Shoegaze-inspirierten Versionen aufgenommen. Für das Video hat die Band mit der Frauenfelder Filmkünstlerin JANA KOHLER zusammengearbeitet, welche die Band in einem unheimlich lynchigen Found-Footage Badehaus inszeniert hat.
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