2020
«Black metal shrieks? Check. Catchy melodies? Check. Trippy keyboard work? Check. Bongos? Fuck it, why not?»   Dass sich die Black Metal Band LASTER als Erschaffer «obskurer Tanzmusik» versteht, weckt nicht nur brennende Neugier, sondern wirft auch einige Fragezeichen auf. Denn bei engelhaften Klangwänden, donnernden Trommelströmen und schamanischem Gesang ist «Ah geil, Tanzmusik!» nicht unbedingt unser erster Gedanke. Aber mit wem will man diskutieren, wenn die Band selbst darauf besteht, dass dies die treffendste Beschreibung für ihre seltsam bezaubernde Art von melodischem Black Metal ist.   Wir schreiben das Jahr 2019 und drei maskierte Niederländer werden für ihren düsteren shoegazing space prog hochgepriesen und gefeiert – what a time to be alive!    Zwischen Chanson und Black MetalPërl aus Frankreich kreieren eine Melange aus den unterschiedlichsten Stilen und spielen dabei Avantgarde und Gradlinigkeit gekonnt gegeneinander aus, ohne dass eine Seite jemals Überhand gewinnt. Melancholie und Verzweiflung bilden den Nährboden für diese ungezügelt wütende Musik, welche durch Verwirrung, Gewalt, Kontemplation und Poesie immer weiter gefüttert wird. Das Trio verspricht ihrem Publikum nicht nur eine energiegeladene Show, sondern zusätzlich auch die Befreiung aller psychischer Konflikte. Eine seelische Reinigung zum Jahresstart? Très bien!   
2019
Um etwas für ihr Rock-Herz zu tun, haben sich die drei Freunde und Berufsmusiker Max Kämmerling (u.a. Faber, Laurent&Max), Jakob Zimmermann (u.a. Dagobert) und Mattia Spek (u.a. Mr. Ray) diesen Frühling zusammengeschlossen, um fortan auf den Namen R. Daneel Olivaw zu hören. Ihr Debüt "Deimos Phobos" erscheint Ende November. Die Begegnung im Dunkeln will Wendelbo sein. Nicht ganz genau wissen, aber so tun als ob. Mit einem offenen Ohr für was sein könnte und einem Herz für grosse Melodien. Lieder zum teilen oder für sich behalten. Lieder gespielt mit Wucht und Witz. Mal begegnen, dann weiter schauen.
Hereinspaziert! Hereinspaziert! Das Gaswerk verwandelt sich am Samstag den 7. Dezember wieder in einen Rummelplatz des guten Geschmacks. Hauptattraktion sind an diesem Abend keine wilden Tiere, Fahrtgeschäfte oder gar Damen mit Bart, sondern Winzer, Brauer und Schnapsbrenner, die uns ihre Produkte zeigen. Natürlich gibts auch diesmal neben Trank auch Speis und Musik sowie die eine oder andere Sensation! Bisher bestätigte Artisten (wird fortlaufend geupdated): Andreas Durst (D) Blanquette de Limoux, Alain Cavaillès (F) BFM - Bière des Franches-Montagnes (CH) Ciudad Condal GmbH (CH/E) Draft-Brothers (CH) Frisk Fisk(CH) Helgas Schilderei (CH) La Flor (CH) la grange de l'oncle Charles (F) Markus Ruch (CH) Michael Broger Weinbau (CH) Mosterei Oswald+Ruch (CH) STORM&ANCHOR (CH) The Common Oak (CH) Tom Litwan (CH) Weinbau Beat Thommen (CH) Simonetta Piselli (CH)
Es gibt nur eine Handvoll Bands, die von sich behaupten können, dass sie vor Metallica einen Speed Metal Album veröffentlicht haben. Exciter ist eine davon. Thrash, Speed, Burn. Exciter aus Kanada dürfen sich nicht unverdient zu den Speed Metal-Legenden überhaupt zählen. Bereits seit Ende der 70er dreht sich bei diesem erz-enthusiastischen Hochgeschwindigkeits-Notenkommando restlos alles um Härte, Tempo und vor allem Spielfreude. Trotz unzähliger personeller Veränderungen – auf welche wir aus Zeit- und Platzgründen nicht genauer eingehen werden – und Original-Besetzungs-Reunion im 2015 ist es Exciter gelungen, seit jeher eine engagierte und hingebungsvolle Anhängerschaft zu halten. Wer diese Pioniere nach ganzen 40 Jahren musikalischer Existenz also immer noch nicht kennt, muss verdammt tief geschlafen haben. Musik-Trends kommen und gehen, aufrechte Idealisten wie Exciter aber kennen keinerlei Kompromisse. Long live the loud!   "The best heavy metal has plenty of dirt under its fingernails: this lot must never be allowed to work in a food preparation area." - Dom Lawson, The Guardian Mit auf Europatour ist “die dreckigste Band der Welt“. Asomvel wurde 1993 in England gegründet. Seit jeher liefert das Trio den perfekten Soundtrack für Saufgelage und Kneipenschlägereien und erinnert dank schnörkelloser Songs, Eiltempo, Reibeisenstimme und wummerndem Bass stark an die Frühwerke von Motörhead. Mit dabei ist ausserdem ihr diesen Frühling veröffentlichtes Album “World Shaker“.
Auch das Gaswerk kann mal anders. Für einmal wird nicht in die Saiten gegriffen, sondern auf die Tasten gehauen. So beehrt der elektronische (ja ihr habt euch nicht verlesen) Teil der Stadtfilter Tastenwoche das Gaswerk und beschallt uns mit Sounds und Samples, Bits und Beats. Aber keine Angst, es bleibt gewohnt krachig und heavy! Tim & Puma Mimi, das sind Tim aus Zürich und Mimi aus Tokyo. Doch selbst über die grössten Distanzen vereint sie ihre Liebe zu herrlich süssseltsamer Musik. Mal 80er Synthiepop, mal schräger J-Pop mit jeder Menge Einflüssen aus aller Welt. Tim sorgt für die quirlig tanzbaren Beats und Melodien und Mimi für die Japanischen Vocals. Der geografischen Distanz und beruflichen Verpflichtungen geschuldet, gaben die beiden zeitweise sogenannte Skype-Konzerte. Tim hat gespielt und Mimi Gesang wurde per Anruffunktion auf die Bühnen Europas übertragen. Unterdessen hat Mimi ihren Job gekündigt und kann so endlich selbst auf der Bühne stehen. Mit Gitarre, Synthesizer, einer gewaltigen Stimme und jede Menge Effekte erschaffen Tout Bleu verträumte Sphären und entführen in andere Dimensionen. Waberndes Dröhnen untermalt entrückte Melodien, über welchen sich ein klagender, erhoben verzerrter Gesang thornt.
Auch das Gaswerk kann mal anders. Für einmal wird nicht in die Saiten gegriffen, sondern auf die Tasten gehauen. So beehrt der elektronische (ja ihr habt euch nicht verlesen) Teil der Stadtfilter Tastenwoche das Gaswerk und beschallt uns mit Sounds und Samples, Bits und Beats. Aber keine Angst, es bleibt gewohnt krachig und heavy! Taucht ein in eine Welt in der nahen Zukunft. Eine Stadt mit in Neonlicht gefluteten Strassen und nervös schwirrenden Drohnen. Der Soundtrack der Zukunft. Der italienische Musiker Mana hat sich ganz den futuristischen Klangwelten der elektronischen Musik verschrieben. Doch viel mehr als um Clubmusik dreht es sich hier um akustisches, beinahe beatloses Weltenbauen. Aus Samples, Synthesizer-Experimenten und fast schon Neo-Klassischem baut Mana die Cyberpunk Städte von morgen. Und keine Sorge: Treibend ist es trotzdem! Ein dröhnender Soundteppich, seltsame Bleeps und laute rauschende Lärmattacken. Das Ganze nennt sich No-Input Mixing: ein Setup aus verschiedenen Effektgeräten, Oszillatoren und einem Mixer, alles in sich selber rückgekoppelt. Klingt kompliziert? Simon Grab kreiert ohne äusseren Input dystopische Geräusche. Einen pulsierender Mix aus Drone und Noise. Beklemmend düster, aber unheimlich packend! Molekühl wird derweil zeigen das in Neo-Winterthur auch noch getanzt werden kann und bringt stampfende, technoide Beats ins Gaswerk.
Einziges CH-Konzert
Listener sind anders. Mit geballter Wucht schleudert Poet und Sänger Dan Smith den Zuhörerinnen und -hörern seine Texte voller Verzweiflung, Wut und Schmerz um die Ohren. Aus den Verstärkern dröhnt die Gitarre von Christian Nelson, Kris Rochelle bearbeitet derweilen mit rhythmischer Spielerei das Schlagzeug. Zusammen ergibt sich ein herrlich verschrobener Mix aus Spoken Word und schroffem Post Rock. Dabei geht es der US-Band nicht um irgendwelche erfundenen Geschichten, sondern um das wahre Leben. Ohne Umschweife, direkt ins Gesicht.
Talk Music. Listener aus Missouri sind bekannt für ihren eigenwilligen Sound. Eine faszinierende Mischung aus Indie-Rock, Americana, Post-Hardcore und unter die Haut gehende Dichtkunst. Ein nahezu perfektes Gleichgewicht dessen, was Worte und Musik sein sollten.
Archaisch und schwarz präsentiert die vierköpfige Band aus Berlin ihren ganz eigenen Stil aus Indie, Post-Rock, Noise und Ambient/Electronic. Die Emotionen wollen raus – Hope hilft dabei.
100-prozentig gebündelte Ladung Rock, die sich nur live noch gewaltiger entlädt als auf Platte. Mit bislang drei Alben und einigen Wechsel in der Band sind die in Winterthur verwurzelten HATHORS mittlerweile beim Berliner Label Noisolution zuhause angekommen. Die Band hat bereits tonnenweise Gigs hinter sich und weiss, welche Wucht es braucht, um einen Fan zu überzeugen. Das vierte Album ist in der Mache, mit etwas Glück gibt es nebst der bereits veröffentlichten Single Sleepwalker weitere neue Songs zu hören. Am 22. November kann das Stadtwerk seinen Betrieb einstellen, denn nebenan strahlen die Lokalhelden Hathors mit geballter Ladung Energie durch die ganze Stadt. 24/7 DIVA HEAVEN ist eine junge und freche Combo aus Berlin. Inspiriert von Punk, Hard Rock und Grunge versetzt ihre Musik einen erstmal in die Neunziger. Mit modernen Einflüssen aus der Stoner-Ecke gemischt liefern 24/7 DIVA HEAVEN eine einzigartige Attitüde mit unglaublich viel roher Kraft. Für Fans von L7, Hole, Bikini Kill, 7 Year Bitch. THE LEAST EVIL sind nicht einfach nur das geringste Übel, sondern eine unheimlich authentische, explosive Zwei-Mann-Grunge-Formation. Die Musik ist kantig und emotional, mit Höhen und Tiefen, ausufernd und ausartend! Die beiden Winterthurer produzieren auf eine unglaublich schöne spielerische Weise ein X-Faches an Lebensfreude.
Auch wenn das Trio gerade erst seinen dritten Bandgeburtstag feiern durfte, ist ihr Name – zumindest innerhalb der Stoner-Gemeinde – bereits in aller Munde. Doch wer könnte es ihren Anhängern auch verdenken, schufen Fvzz Popvli doch eine hochexplosive Mischung aus dem treibenden, aggressiven Sound ihrer Jungendhelden wie den berühmt berüchtigten Stooges und dem Erbe ihrer Psychedelic-Vorreiter aus den wilden 70ern. Diesen schweisstreibenden Cocktail reichern sie noch mit einer gehörigen Portion Punkrock-Fickdich-Attitüde, spacigen Abdriftungen ins unendlich weite Universum und einem dröhnenden Gesang an, mit dem sie wohl auch den einen oder anderen Metaller an ihre Konzerte locken. Doch nicht umsonst stammen die drei aus der Stadt der Legionäre, haben sie nur ein Jahr nach ihrer ersten LP Fvzz Dei bereits nachgelegt und mit Magna Fvzz selbst ihren grössten Kritikern klargemacht, dass sie nicht aufgeben, bevor sie sich in der Stoner- und Doom-Gilde ihren ewigen Namen geschaffen haben. Und nun sind sie endlich auch auf dem Weg nach Vitudurum und – auch wenn ich hier jetzt etwas vorausgreife – wir werden uns nur allzu gern im Sturm erobern lassen. Auf ihrem grollenden Siegeszug bekommen sie Unterstützung aus schweizerischen Gefilden: Die drei Basler Recken von Echolot haben sich mit ganzem Herzen dem Psychedoom und Progresstoner verschrieben und sind sich für keine Schlacht auf oder auch vor der Bühne zu schade. Dass Stoner-Band nicht gleich Stoner-Band ist, beweisen dafür die wütenden Kurt RussHell aus Genua: schneller, härter, lauter – wie man es sonst eher von Punkbands kennt, werden sie euch keine Gnade schenken. Eine gutgeölte Vorbereitung wird das A und O an diesem Abend sein.
Mit tosenden Fanfarenstössen kommen Imperial Triumphant auf ihrem Siegeszug im Gaswerk vorbei und erobern Winterthur im Sturm. Dass sie dabei keinerlei Kompromisse eingehen werden, ist unbestritten. In einem imposanten Wirbel aus erdrückendem Black und Death Metal bringen sie den Dreck der unzähligen Seitengassen New Yorks in die Welt und greifen dabei auf jazzige Einlagen zurück. Der Sound der Stadt, die niemals schläft; ungeschönt und böse. Es bleibt uns also kaum etwas übrig, als uns der geballten Macht Imperial Triumphants zu ergeben und fortan ihren goldenen Masken Tribut zu zollen.
2016 in Philadelphia gegründet, erschien bereits knapp ein Jahr später das selbstbetitelte Debütalbum, welches in der Stoner-Rock-Szene weltweit auf gehörig Anklang traf. Obwohl die Platte durch die hämmernden Rhythmen, dicken Gitarren und hochfliegenden, quietschenden Vocals ganz klar im modernen Stoner Rock Genre einzuordnen ist, erinnert der Sound – ohne irgendwas zu kopieren - stellenweise an die Anfänge von Black Sabbath. Für die kurz darauf folgende zweite Platte wurde besonders an der Riff-Front nochmals eine kräftige Schippe (liegt’s am neuen Schlagzeuger?) draufgelegt. Nach einer erfolgreichen Europa-Tournee 2018, zu der auch das Desertfest Berlin gehörte, wird High Reeper diesen Herbst im Gaswerk einen tonnenschweren Besuch abstatten. Bereits 2013 gründete der Gitarrist und Sänger Ryan Lee gemeinsam mit Bassist Sam Bryant in Dallas eine Band, die sich voller Inbrunst dem schwer verdaulichen Psychedelic Rock verschrieben hatte. Als es die beiden dann nach kurzer Zeit direkt ins Herz von Texas, nach San Marcos zog, wo sie auch auf ihren Drummer Cameron Martin trafen, wurde unter dem Einfluss verstaubter Hard Rock-Scheiben vermischt mit dem Sound aus dem tiefsten Süden der USA Crypt Trip geboren. Ohne den guten alten Rock neu erfinden zu wollen, schöpft das Trio von Anfang an aus den Vollen: Von Protometal über Psychedelica, Blues, Country, Garage, Classic Rock bis hin zu Jazz entführen euch die Jungs auf eine wilde Achterbahnfahrt, die in einem wahren Trip zurück in die haarigen 70er ihren Höhepunkt findet. Diesen März – nur vierzehn Monate nach dem Vorgänger – bringen die drei Tausendsasas nun bereits ihr drittes Studioalbum „Haze County“ raus, übrigens stilecht komplett auf Vintage-Equiptment eingespielt, und überraschen damit nicht nur ihre Fans, sondern vor allem auch die Kritiker. Anders als erwartet wirkt ihr neuster Streich nämlich keineswegs wie ein unüberlegter Schnellschuss, sondern überzeugt mit seiner Komplexität, die ihren bisherigen Veröffentlichungen haushoch überlegen ist. Zwar bleiben sie grundsätzlich ihrem Psychedelic Rock treu, wenn auch eine Spur sanfter als zuvor, runden die neuen Songs aber mit stilistischen Umwegen ab – eine All-Inclusive-Rundreise durch die musikhistorischen Gefilde der USA sozusagen. Ein bisschen Südstaaten-Flair hier, ein wenig Wilder Westen dort, ein bewusstseinsverändernder Abstecher nach Woodstock, um dann mit Blumen in den Haaren weiter in die Vorstadtgaragen an der Ostküste zu ziehen und so richtig die Sau rauszulassen. Nachdem sie diesen April ihre neuen Songs bereits auf der Bühne des Roadburn Festivals zum Besten gaben – sozusagen als Generalprobe – sind sie nun bereit, dem Gasi-Publikum entgegenzutreten. Und da es den sonnenverwöhnten Texanern im schweizerischen November sicher schnell kalt wird: Lasst uns den Keller zum Kochen bringen!
Conan, das heisst John Davis und Chris Fielding, sind Meister der schweren Töne und finsteren Klänge. Die zwei Engländer hämmern ohne Gnade ihren kräftigen Caveman Battle Doom hin, als gäbe es kein Morgen. Zusammen mit UN und Sixes bilden sie sozusagen die “unholy trinity” und sorgen so gleich für dreifach bitterbösen Sound. Wer es an Halloween düster mag, weiss, wo aufzutauchen ist.
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