Götterdämmerung. Wir sind dem Untergang geweiht. Auf unserem Debütalbum Paradies feiert Gewalt eine allerletzte Warehouse Party. Stroboskope zerreissen die Dunkelheit. Ein letztes mal sind sie schön wie Gott, für einen finalen Tanz. Zu einer Maschine, die uns alle zu verschlingen droht. Ausufernd und tabulos, steng und rauschhaft zugleich. Alle Energie auf einen Punkt. Es ist, als platze Gewalt aus allen Nähten. “Brutal, ohne Pimmelhaftigkeit”
Gewalt gründet sich in 2015 in Berlin. DM1 (Schlagzeug), Yelka Wehmeier (Bass), Helen Henfling (Gitarre), Patrick Wagner (Gitarre/ Gesang). Es folgen 9 Vinyl Singles auf 7-Inch auf diversen großartigen Indie Labels wie Sounds Of Subterrania, This Charming Man, Unter Schafen, In A car, Snowhite und Kant Qualitätsschallplatten. Sämtliche dieser Tonträger mussten wiederaufgelegt werden. Die meisten sind heute vergriffen und finden deshalb ihre Wiederbele- bung auf der 2. LP von „Paradies“.
Noch nie wurden kalter post punk, leidenschaftlicher noiserock und hypnotischer shoegaze so selbstverständlich ineinander verwoben. Der LGBTQIA+ (vom Patriarchat aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität diskriminierte Personen) Bewegung verbunden, klagen Asbest auf dem Nachfolgealbum Cyanide aktuelle Sachzwänge an: Erfolgsdruck, Selbstoptimierung, Selbstausbeutung. Und untersuchen die Frage, ob eine wahrhaft glückliche Existenz in einer pathologischen Lebensrealität möglich ist, ohne sich selbst oder die Umstände zu negieren. Mit Adorno gefragt: gibt es ein richtiges Leben im falschen? Asbest sind Robyn Trachsel (voc, git), Judith Breitinger (voc, bass), Jonas Häne (drums). Ihr zweites Album «Cyanide» erscheint im Frühling 2023 auf A Tree in a Field Records. Asbest bewegt sich auf einem Post-Punk, von Shoegaze inspirierten Noiserock.