Nachdem die erste Psychobilly-Night mit Demented Are Go, ein Grosserfolg war, kommt nun die zweite Runde. Wiederum ist es dem Gaswerk gelungen, eine Legende dieses Genres zu verpflichten: Frenzy! In den Achtzigern, als Psychobilly entstand, gehörten Frenzy zur absoluten Spitze dieser Szene, und ihr Song "I see red" schaffte es 1986 sogar in die britischen Charts. Ihre ersten beiden Alben, "Hall of Mirrors" und "Clockwork Toy", sind längst Klassiker. Nach längeren Durststrecken vor allem in den Neunzigern, als Umbesetzungen und Experimente mit anderen Stilrichtungen die Band an den Rand der Auflösung brachten, sind sie jetzt in alter Frische zurück. Bandleader Steve Whitehouse gilt nach wie vor als bester Kontrabassist der Szene und weiss immer noch, wie man einen guten Song schreibt oder eine grossartige Show spielt. Frenzy spielen Psychobilly mit Einflüssen aus Punk, Pop und New Wave.
Als Co-Headliner treten an diesem Abend "Mars Attacks" auf. Eher dem klassischen Rockabilly zugetan gehört das Quartett aus dem Vorarlberg und der Schweiz zu den absolut besten Bands dieser Szene. Wilder, räudiger Rock 'n' Roll im Stile von Billy Lee Riley, Warren Smith oder Charlie Feathers. Selten hört man eine Band, die so locker originalen Fifties-Sound hinkriegt, ohne dabei wie eine Revival-Kapelle zu wirken.
Abgerundet wird der Abend von "Brigitte Handley and the Dark Shadows" aus Australien sowie den "Whiskey Daredevils" aus den USA. Erstere sind eine "all-girl-band", die Rockabilly-beinflussten New Wave spielen; fast so als wären sie der legendären Londoner Bat Cave-Szene entsprungen. Die Whiskey Daredevils wiederum spielen Country-infiszierten Punk, Cowpunk sozusagen.